Junkergut Leuengrund

Grafschaft: Heldentrutz
Baronie: Hzgl. Waldleuen
Gutsherr: Junker Bärwulf vom Blautann
Wappen: Schräggeviert von Silber und Blau, darauf ein Tannenkreuz in gekonterten Farben (das Wappen der Familie Blautann)
Einwohner: 380
Orte: Leuengrund (220), Gutshof Guntarn (20), Weiler Draken (40), Weiler Hopfau (30), Weiler Ifirnen (40), Rittergut Rondrasdank (40)
Tempel: Schreine des Efferd, der Peraine und der Travia (Leuengrund), Schrein der Rondra (Rondrasdank)
Garnison: Das Waffengefolge des Junkers, Ritterin von Rondrasdank und ihre Lanze
Landschaft: Waldleusche Börde, Blautann
Wege: Hagweg
Besonderheiten: Stammsitz der altehrwürdigen Familie Blautann, Blautann, Hütte Hühnerbein, Vier-Lehen-See

Wappen der Familie Blautann, (c) IWNeben dem Junkergut Weißenstein findet sich innerhalb der Baronie der Stammsitz eines weiteren altehrwürdigen Weidener Geschlechtes. Wiewohl die Blautanner nicht in die Nähe der Macht und des Einflusses der Weißensteiner kommen, so ist ihr Name dennoch klangvoll. Einst reichte ihr Land vom äußersten Firun Waldleuens bis hinunter zum Hennsthal. Nach der Abspaltung eines Teils der Familie wurde das Dorf Mittnacht als Grenze definiert, wobei nicht festgeschrieben wurde, in welches Gut die Siedlung nun gehört. Genau aus diesem Grund gibt es ständig Zank zwischen den Junkern der beiden Güter und Mittnacht wechselte bereits einige Male den Besitzer. Bis heute haben noch kein Herzog und keine Herzogin dahingehend ein Machtwort gesprochen.

Das Junkergut Leuengrund erstreckt sich vom Vierlehensee bis zum düsteren Blautann. Zwei Gegensätze im sonst eher beschaulich kleinen Lehen. Auf der einen Seite der fischreiche See und die verhältnismäßig fruchtbare Waldleusche Börde, auf der anderen Seite der düstere, lebensfeindliche Blautann. Im Schatten des Forstes fand sich bis vor hundert Götterläufen die Burg Blautann, Stammsitz der gleichnamigen Familie, doch wurde diese geschliffen. Von wem genau ist in diesem Zusammenhang unklar. Während einige meinen es waren die Orks, sagen wiederum andere es war Islaraan der Schwarze. Einzig der Herzbaum, eine stolze Blautanne, hat den Angriff schadlos überstanden.

Am Vierlehensee gelegen verwundert es kaum, dass der Fisch im Dorf Leuengrund eine wichtige Rolle einnimmt. Alles hier scheint mit den geschuppten Gaben des fischreichen Sees zu tun zu haben. In der “Aalreuse” am “Fischerhafen” lässt sich vorzüglicher Eintopf genießen, die Menschen hier handeln mit Tran und selbst das kleinste Kind schafft es einen ordentlichen Knoten zu machen. Das Dorf liegt, umgeben von einer wehrhaften Palisade, direkt am Ufer des Sees und nahe dem wichtigen Hagweg gelegen. Die unmittelbare Nähe zur “großen” Stadt Nordhag ließ darüber hinaus einen beinahe schon städtisch angehauchten Menschenschlag entstehen und nicht selten blicken die Leuengrunder mitleidig auf die Bewohner der anderen Dörfer Waldleuens herab.

Zwischen dem einstigen Burg Blautann und dem Dorf Leuengrund und Mittnacht finden sich hier die Weiler Draken, das Rittergut Rondrasdank und den Weiler Ifirnen. Hier leben einige Bauern und Züchter vom - für Trutzer Verhältnisse - fruchtbaren Boden der Heide. Der Junker residiert im Gutshof Guntarn nahe dem Weiler Rondrasdank und der Ruine Blautann.