Die Ritter des Alten Weges

Der Ritterorden des Alten Weges (auch Feenritter genannt) wurde vor gut 1.500 Götterläufen gegründet, als die Fee Pandlaril dem ersten König von Baliho, Isegrein den Alten, den Zweihänder Windsturm übergab. Da dies auch als Taufe des Rittertums verstanden wird, sind die Ritter des Alten Weges der wohl bei weitem älteste Ritterorden Aventuriens. Dabei bestand der Bund jedoch nicht durchgehend. Gegründet von Isegrein dem Alten, wurde die Gemeinschaft, mit der Ausweitung des Rondraglaubens in Weiden immer unwichtiger und geriet schließlich in Vergessenheit. Zwar fanden sich immer wieder sogenannte ´Recken der Fee´, die die Traditionen weiter trugen, doch war ihre Zahl und ihr Ansehen innerhalb der Weidener Adels- und Ritterschaft marginal.

Erst ab 1023 BF ist ihre Zahl wieder am Steigen, was auch damit zusammenhängt, dass es die Fee selbst war, die es von den Menschen für ihre Hilfe einforderte. Die Ritter des Alten Weges zeichnen sich durch ihre erzkonservativen Ansichten zum Rittertum aus - sie würden es stets vorziehen, die alten Wege zu beschreiten und damit unterzugehen, als sich und die ihren auf neuen Wegen selbst zu verraten.

Als Wappen der Gemeinschaft gilt der blaue Wassertropfen auf Silber. Doch einzig der Silberritterin steht es zu diesen Blason zu führen. Die Ritterinnen und Ritter der Fee tragen für gewöhnlich ihre persönlichen Wappen, ergänzt um den blauen Wassertropfen der Ritterschaft.

Prinzipien der Ritterschaft des Alten Weges
Die Mitglieder des Ordens hängen urkonservativen Ansichten zum Rittertum an: der Ritter ist jenen Turm und Schild, die nicht selbst für sich und die ihren kämpfen können. Sie schwören Tapferkeit und Wahrheit die Treue. Ehre ist ihnen Pflicht. Mitglieder des Ordens erkennen die Zwölfe und ihre Macht an, doch steht für sie Pandlaril, der sie Treue und Loyalität bis zum Tode schwören, über allem. Neben der Liebe zur Fee, sind die Feenritter auch in tiefer Liebe zu den Weidener Landen verbunden. Dabei wird man auch nicht davor zurückschrecken, gegen Weidener Adelige vorzugehen, die dem Land schaden wollen. Sie sind in ihrem Tun gänzlich der Fee und dem Weidener Land verpflichtet.

Der Weg in die Gemeinschaft
Wie einst auch Isegrein der Alte von der Fee Pandlaril geprüft wurde, nachdem er den Wasserdrachen Furdra erschlug, sollen auch die Ritter des Alten Weges geprüft werden. Dabei ist es unerheblich ob man die Knappschaft bei einem Feenritter abgeleistet hat oder nicht. Die Prüfung erfolgt meist durch eine Queste, aufgetragen in einer Vision oder durch die Silberritterin.

Besagte Botin der Fee ist es auch, die jene Ritter und Ritterinnen zum Duell im Schatten der Fallinger Linde fordert, die den Ruf der Fee vernommen haben. Beweisen sich die Recken als würdig, so soll eine Queste entscheiden ob sie in die Gemeinschaft aufgenommen werden.

Der Ruf der Fee, der fahrende Ritterinnen und Ritter ereilen kann, ist dabei ein unbestimmter Drang, der die Person hin zur Fallinger Linde führt und umso intensiver wird, je näher man dem Ziel kommt.

Die Silberritterin
Die unbekannte Ritterin tritt stets mit blütenweißen Wappenrock und silberner Rüstung (inklusive Topfhelm, den sie nie abzunehmen scheint) auf. Ihr Antlitz kennen nur Ordensmitlieder, weshalb sich sehr viele Mythen um sie ranken. Diese reichen von der Annahme, die Silberritterin sei selbst ein Feenwesen, bis hin sie sei Pandlaril höchstselbst. Ihre Aufgaben sind die Prüfung von Anwärtern, die den Ruf der Fee vernommen haben, oder auch Erinnerungen an jene Adelige zu überbringen, die gelobt haben eines ihrer Kinder in die Obhut eines Feenritters zu schicken.