Familie Schnewlin

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Wahlspruch: Ifirns milde Hand und Firuns Speer
Wappen: Auf Blau ein auffliegender silberner Schwan mit schwarzer Wehr.
Gründung: Ära der Klugen Kaiser
Oberhaupt: Firnwan Schnewlin
Verbreitung: Heldentrutz
Kurzprofil: Stolzer Adel auf der Suche nach alter Größe.

Ifirns milde Hand und Firuns Speer

So brachen sie auf und er führte sie bis zum Finsterbach. Dort blieb er stehen, während Primavera, Fessir und Ucarias durch die Furt zum anderen Ufer wateten und alsbald im Finsteren Forst verschwunden waren.Als sie einige Tage gewandert waren, kamen sie an einen weiteren Bach, den sie nicht zu überqueren vermochten. Am anderen Ufer aber lag ein gar lieblicher Birkenhag. Da sprach Primavera die Schöne: „Dort möchte ich mich niederlassen!“ Und sie verwandelte sich in ein Schwänlein und schwamm über den Bach, nahm das Land in Besitz und ließ sich dort nieder.
– Auszug aus der Familienchronik der Familie Schnewlin

Gleich drei alte Familien der heutigen Grafschaft Heldentrutz berufen ihren Ursprung auf die „Sage von den drei Fremden“: Böcklin, Fälklin und Schnewlin. Der Ursprung lässt sich auf die Zeit von 43 bis 62 n. BF datieren, die älteste bislang bekannte schriftliche Niederlegung entstand aber deutlich später und auch die erste nachweisbare Erwähnung der drei Familien findet sich erst gut drei Jahrhunderte nach dem Fall Bosparans.
Der in der Sage erwähnte Bach soll der Winterbach in der heutigen Baronie Schneehag gewesen sein. Und dort, wo sich einst Primavera die Schöne niederließ, soll der Stammsitz der Familie, Burg Firnsteyn, inmitten des dunklen Wintertanns entstanden sein. Aus dem Nebel der Vergangenheit steigen die Schnewlins mit Erhalt der Baronskrone von Schneehag unter Herzogin Henna im Jahre 300 BF auf. Die Herrschaft aller Barone von Schneehag aus der Familie ist geprägt von milder Hand gegenüber Schutzbefohlenen und Vasallen sowie einem guten Verhältnis zu den Nachbarn. Einzige Ausnahme sind die Vertreter der Familie Böcklin, welche zu dieser Zeit die Baronswürde von Nordhag innehielten. Beide Häuser verbindet bis zum heutigen Tag eine tiefe Feindschaft. Allein der Ursprung dieser Fehde, ist nicht bekannt. Böse Zungen behaupten, nicht einmal die verfeindeten Parteien selbst wüssten, warum sie sich eigentlich seit Jahrhunderten bekämpften. Doch selbst wenn das stimmen sollte, haben sich in jeder Generation Geschehnisse zwischen Schnewlins und Böcklins ereignet, die eine blutige Fehde – zumindest in den Augen der Beteiligten – rechtfertigen würden.
Die Nähe der Schnewlins zur Firunstochter Ifirn zieht sich durch die gesamte Familiengeschichte. Es ist bis heute Tradition, dass zumindest ein Kind die Weihen Ifirns oder ihres grimmen Vaters Firun erhält. Ebenfalls dieser Nähe zu den entsprechenden göttlichen Prinzipien ist es zu verdanken, dass die Schnewlins im Laufe der Jahrhunderte kaum politisch in Erscheinung getreten sind oder machtpolitische Interessen vertreten haben. Doch die Realität zwingt einen oft zu Entscheidungen, nicht jede davon ist richtig und die Sieger schreiben die Geschichte.
So kam es, dass sich die Schnewlins 867 BF gegen die Erhebung Selindes von Löwenhaupt zur Herzogin stellten. Eine Tat, die sie nicht nur die Baronskrone von Schneehag kostete, sondern auch an den Rand der Vernichtung bringen sollte. Denn im Namen der neuen Herzogin waren es die Nordhager Böcklins, welche Schneehag überrannten, Burg Firnsteyn eroberten und schleiften und dabei jeden Schnewlin töteten, den sie in die Finger bekamen. Mit diesem Tag begann der Niedergang des altehrwürdigen Hauses Schnewlin. Aus den Jahrhunderte alten Stammlanden vertrieben, blieben ihnen nur noch verstreute Ritter- und Edlengüter. Zu allem Überfluss wurden ausgerechnet die verhassten Böcklins dann noch die neuen Barone von Schneehag. Der dritte Orkensturm verursachte weitere Verluste, so dass letztlich nur noch das Edlentum Orkenwall und das Rittergut Eulenstein blieben.
Im weiteren Verlauf der Geschichte gingen beide Familien immer wieder mit unerbittlicher Härte gegeneinander vor. In den Chroniken finden sich Berichte über diverse Massaker, die aber von der jeweiligen Gegenseite stets abgestritten wurden. Wirklich stichhaltige Beweise um Schuldige auf der einen oder anderen Seite überführen zu können, ließen sich aber nie finden.