| Titel: | Vater |
| Tempel: | Sankt Travideus' Einkehr - Traviatempel von Rhodenstein |
| Kurzprofil: | Kompetenter Traviageweihter mit reichlich Lebenserfahrung als Waffenknecht und genussfreudiger Honigliebhaber. |
| Verwendung: | Türenöffner in der Hollerheide |
NAMEN & TITEL
• Vollständiger Name
Malchus Heidstromer
• Geburtsname
dito
• Titel
Vater (Tempelvorsteher)
• Tempel
"Sankt Travideus' Einkehr" - Traviatempel in Rodenstein, Baronie Hollerheide, Grafschaft Bärwalde.
WICHTIGE DATEN
• Tsatag
12. Travia 1006 BF
• Traviabund
5. Travia 1030 BF
• Borontag
–
FAMILIENBANDE
• Ehegattin
Lindoria "Travilinja" Rodehag (Mutter des Rhodensteiner Traviatempels)
• Kinder
Mascha (*1031 BF, Travianovizin)
Travike (*1031 BF – adoptiert)
Idamil (*1032 BF, Travianovize)
Angfold (*1033 BF – adoptiert)
Vieska (*1034 BF, der Wildfang)
Trajan (*1034 BF – adoptiert)
Immengard (*1036 BF)
Waldhold (*1037 BF – adoptiert)
AUSSEHEN & AUFTRETEN
• Beschreibung
So groß und breitschultrig, wie Malchus noch immer daherkommt, sieht man ihm den Kämpfer, der er lange Jahre war, deutlich an. Zwar spannt sich die Kutte inzwischen über einem runden Bäuchlein und der dunkle Vollbart verbirgt das eine oder andere Doppelkinn, doch noch immer ist der Traviageweihte ein solider Kämpfer, wenngleich er nur in äußerster Not und wenn es gilt, Wehrlose zu schützen, zur Waffe greift. Malchus hat dunkelbraune, spannlange Locken, warme braune Augen und trägt einen regelmäßig gestutzten Vollbart. Er ist viel draußen unterwegs, wovon seine gesunde Gesichtsfarbe und die meist roten Wangen künden. Im Alltag trägt der Geweihte stets eine schlichte, gelborangene und knielange Kutte mit doppelter, goldener Gänsespange. Darunter bevorzugt er eine Hose aus ockerfarbenem Schafsleder, wie sie die Angehörgen seiner Familie von jeher gerne tragen. Im Sommer trägt er dazu ausgelatschte Sandalen, im Winter ebensolche Stiefel. Zusammengehalten wird die Kutte von einem soliden Ledergürtel, an dem allerlei Beutelchen, aber auch ein schwerer Dolche hängen, sobald Malchus den Tempel einmal verlässt.
Malchus ist ein freundlicher, den Menschen zugewandter Mann mit einiger, jenseits der Tempelmauern erworbener Lebenserfahrung. Er kennt alle Facetten des Krieges und hat die meisten davon selbst durchlitten. Gerade darum ist er in Rhodenstein bestens aufgehoben, denn er spricht die Sprache der vielen Pilger, die meist rondragefälligen Gewerken nachgehen. Er ist aber auch ein prinzipienstarker Mann und fest in den Tugenden seiner Göttin verankert. Allerdings vermeidet er den anklagend erhobenen, moralischen Zeigefinger, den viele seiner Geschwister im Glauben allzu schnell auspacken, wenn sie die Einhaltung eben dieser Tugenden einfordern. Stattdessen versucht Malchus lieber, sein Gegenüber in väterlichem oder brüderlichem Tonfall zu überzeugen und nicht zu bezwingen.
Der Traviageweihte ist ein großzügiger Mensch, sei es mit seinen Metkreationen, oder mit seiner Zeit. Denn er liebt es, mit allen Menschen, gerade aber mit den Pilgern, ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, was sie umtreibt und was in der Welt vor sich geht.
• Aventurische Informationen
Malchus entstammt der in Grauweiler alteingesessenen Familie Heidstromer, die als Zeidler in der Hollerheide und den Waldflecken der Baronie Honig und Wachs gewinnt. Die Heidstromer sind in Grauweiler und auch in Rhodenstein recht einflussreich, weil sie freie Handwerker sind, die einige Privilegien geniessen, um ihren wichtigen Beruf ausüben zu können. Als Gegenleistung beliefern sie das Baronshaus mit Honig, Honigprodukten, sowie Bienenwachs und leisten Kriegsdienst ab. So war auch Malchus, drittgeborener Sohn des Familienoberhaupts, nicht der Werdegang eines Zeidlers beschieden, sondern der eines getreuen Waffenknechts in Diensten von Tobor von Weiden-Harlburg. Von den Göttern mit allem ausgestattet, was zum Dienst an der Waffe notwendig ist: Kraft und Geschick, Körper- und Selbstbeherrschung, Mut und Robustheit, lernte Malchus ebenso schnell, wie er wuchs und an Muskelmasse zunahm. Er begleitete seinen Baron schon während seiner Ausbildung beinahe überall hin, erblickte mit eigenen Augen das Wunder der flammenden Eiche, kämpfte gegen die Orks vor Rhoden- und Distelstein und überlebte die Schlacht auf den Vallusanischen Weiden.
Wie sein Herr kehrte er von diesem letzten Erlebnis verändert zurück. Stets war der junge Mann, der hoch in der Achung der Baronsfamilie stand und sicher eines Tages Burghauptmann geworden wäre, gerne gereist. Noch lieber jedoch war er heimgekehrt. Niemals war ihm dies so bewusst gewesen, wie in den elenden Tagen von Ysilia, wo Weidener, Weidener hintergingen und abschlachteten. Es war der Gedanke, die Heimat wiedersehen und dann niemals wieder verlassen zu müssen, der Malchus davor bewahrte, wie Baron Tobor in tiefen Trübsinn zu verfallen. Tatkräftig half er bei dessen Rückkehr, sorgte sich um das Wohlergehen seines Herrn, dem von vielen Seiten Argwohn und Mißgunst entgegenschlugen und brachte ihn persönlich heim, auf den Distelstein.
Hier nun bat er um seine Entlassung aus den Diensten des Hauses Weiden-Harlburg. Sein Dienstherr nahm dies gar nicht gut auf und jagte Malchus mit harschen Worten davon. Doch dessen Sohn und Erbe, Lanzelund von Weiden-Harlburg und Streitzig, dankte dem Getreuen für seine Dienste, nachdem alle Überredungskünste nicht gefruchtet hatten, und entließ ihn mit einem wohlgefüllten Beutel Gold in eine noch ungewisse Zukunft.
Einige Zeit ließ Malchus sich auf der Suche nach einem Sinn durch Weiden treiben, dann lernte er auf einem Jahrmarkt einen travianischen Wandervogel kennen, dem er sich anschloss. Bald schon fand er Erfüllung darin, dem Geweihten zur Hand zu gehen. Allein seine Heimat, die Hollerheide, fehlte ihm. Vor allem auch, als sein "Ziehvater" Malchus in einen kleinen Traviatempel brachte, wo der inzwischen gestandene Mann sein Noviziat begann und nach einem Götterlauf auch erfolgreich beendete.
Während dieser Zeit lernte er seine spätere Gemahlin Lindoria Rodehag kennen, die in Baliho zur Traviageweihten ausgebildet worden war. Als Lindoria zur Tempelvorsteherin von Rhodenstein berufen wurde, war dies an die Bedingung geknüpft, sie möge sich einen Gemahl suchen, andernfalls müsse die Kirche dies für sie erledigen.
Malchus, der davon hörte und ohnehin heimlich für die große, kräftige Frau mit der harten Schale und dem weichen Kern schwärmte, bot ihr nicht nur an, sie aus dieser unangenehmen Zwangslage zu befreien, sondern vor allem, ihr auf ewig ein guter Ehemann und Partner zu sein. So kam es, dass Malchus schon kurz nach seiner Weihe zum Vater des Traviatempels von Rhodenstein geweiht wurde und für diese Rückkehr in die Heimat - Rhodenstein ist zwar nicht Grauweiler, liegt aber immerhin in Hollerheide - unendlich dankbar ist. Travia und Tsa segneten die beiden Eheleute bald schon mit ihrem ersten Kind, dem zügig ein adoptiertes folgte, womit die Rodehager eine Tradition begründeten und inzwischen auf eine achtköpfige Kinderschar blicken.
• Stärken
Dank seiner Lebenserfahrung findet er schnell einen Draht zu den Menschen, insbesondere zu den zahlreichen rondrianischen Pilgern, in deren Leben er sich sehr gut einfühlen kann. Er ist ein freundlicher Mensch, der die Gabe hat, selbst klare Ansagen und Tadel auf eine Weise zu formulieren, die das Gegenüber nicht herabsetzt oder kränkt.
• Schwächen
Vergisst über angenehme Gesellschaft und einen guten Schluck hin und wieder seine Pflicht. Außerdem neigt er zu Ungeduld, wenn ihm etwas zu langsam geht. Er packt dann selbst mit an und zwar nicht selten, ohne genau zu wissen, worum es eigentlich geht.
• Kurzcharakteristik
Patenter Traviageweihter mit bewegtem Hintergrund, der seine Pflichten als Geweihter ernst nimmt und den Gläubigen mit viel Verständnis sowie Wärme begegnet.
HINTERGRÜNDE
• Gottheit
Travia
• Besonderheit
Malchus stammt aus einer Familie von Zeidlern und so ist es kein Wunder, dass er alles liebt was aus oder mit Honig hergestellt wird. Schon kurz nach seinem Einzug fanden sich einige Honigkörbe im Garten des Traviatempels und in den Sommermonden summt und brummt es dort, dass es eine wahre Pracht ist. Der Geweihte stellt leidenschaftlich gern Met her, den er bisweilen - ebenso begeistert - mit Schnaps versetzt, welchen er von den zahlreichen in Rhodenstein verkehrenden Pilgern bekommt. Einmal vollbrachte Malchus das Kunststück, sich bei der "Qualitätsprüfung" seines Mets selbst unter den Tisch zu trinken, was in Dorf Rhodenstein und darüber hinaus eine sehr beliebte Geschichte ist, die ihm bei allen - abgesehen von seiner Gemahlin - große Sympathien eingebracht hat.
• Meisterinfos
Hinter vorgehaltener Hand, aber durchaus hörbar, wird Malchus in Rhodenstein, ja in der ganzen Hollerheide bisweilen "Specht" genannt, weil ihn seine Gemahlin nach einer durchzechnten Nacht in einer denkwürdigen Wutrede einmal wohlvernehmlich einen "uneinsichtigen Schluckspecht" nannte. Über alle Standeschranken hinweg lieben die Hollerheider diese Geschichte und der Spitzname ist eher ein Ausdruck ihrer Zuneigung, denn von Spott. So versteht es auch Malchus, der ihn recht gerne hört, aber peinlich daruf achtet, dass er seiner Frau nicht zu Ohren kommt, fürchtet er doch weitere lautstarke Ermahnungen zur Mäßigung (und das nicht zu Unrecht).
Ab und an leidet der Geweihte unter Fernweh und darf dieses stillen, indem er auf einem der höheren Türme des Rhodensteins einen gediegenen Humpen Met mit dem Burgsass trinkt, dabei in die Ferne blickt und sich an Orte träumt, von denen er in Büchern gelesen oder von weitgereisten Pilgern gehört hat.
BRIEFSPIEL
• Verwendung
Türenöffner in der Hollerheide: Malchus kennt in der Baronie alles und jeden und hat auch darüber hinaus gute Verbindungen in Weiden. Er kann Kontakte herstellen, an geeignete Lehrmeister verweisen und die eine oder andere Lebensweiheit mit auf dem Weg geben.
• Spieler
NSC