Krone und Lehn

„Im Namen der Gütigen Eidmutter schwöre ich meine Lehnspflichten mit allen meinen Kräften zu erfüllen. Im Namen der Donnernden schwöre ich, dass ich Euch folgen werde, wann immer Ihr mich rechtens zu den Waffen ruft. Im Namen der Schlangengleichen schwöre ich, Euch mit meinem Rat zu dienen, wann immer Ihr dessen bedürfen mögt...

Mein Leben und meine Fähigkeiten sollen dem Wohle der Mittnacht dienen. Mögen die heiligen und ewigen Zwölfe, die Hohen Frouwen Rondra und Travia voran, über diesen, meinen Schwur wachen, bis ich den Ruf an Mythraels vernehme...“

- aus einem Weidener Lehnseid, neuzeitlich

An der Spitze der Weidener Lehenspyramide stehen die Herzöge aus dem Hause Löwenhaupt. Diese schulden einzig und alleine den Garether Kaisern Gehorsam und Gefolgschaft und verfügen über eine ansehnliche Hausmacht. Letzteres ist unter anderem auch der Ochsenbluter Urkunde geschuldet, die 1028 BF unterzeichnet wurde und den Provinzherren viele ihrer alten Rechte zurück gab.

Unter der Herzogin finden sich die Grafen der vier Weidener Grafschaften Bärwalde, Baliho, Heldentrutz und Sichelwacht. Graf/Gräfin ist ein erblicher Titel, der entweder von den Herzögen Weidens oder dem Souverän des Mittelreiches vergeben werden kann. Innerhalb der jeweiligen Grafschaften finden sich stets auch einige herzogliche Eigengüter, deren Landvögte unter der Herrschaft der Herzögin stehen und die Grafen als "Lehnsherren" übergehen. Das gilt auch für die wenigen kaiserlichen Alodien.

In jeder Grafschaft finden sich finden sich zwischen 7-16 Baronien. Baron/Baronin ist ein erblicher Titel und wird meist vom Grafen, in selteneren Fällen auch von der Herzogin vergeben. In Weiden ist es durchaus üblich den Baronen beim Regieren ihrer Ländereien große Autonomie zu gewähren.

Unter den Baronen stellen die Angehörigen des Niederadels die unterste Stufe der Lehnspyramide dar. Hierbei gilt es zwischen Junkern, Edlen und Rittern zu unterscheiden. Junker/Junkerin ist ein erblicher Titel, der meist von den Baronen, aber von den Grafen und ganz selten von der Herzogin verliehen wird. Edler/Edle, sowie Ritter/Ritterin sind nicht-erbliche Titel, die meist verdienten Streitern verliehen werden. Hierbei ist es jedoch nicht unüblich und in Weiden meist Usus, den jeweiligen erbberechtigten Nachkommen eines Edlen oder einer Ritterin im Amt zu bestätigen. Die Güter der Niederadeligen können in ihrer Größe differieren. Während einige Güter gerade einmal zwei Dutzend Eigenhörige umfassen, bedecken andere Güter bis zu einem Drittel der Baronie.
Eine Sonderrolle spielen dabei noch die Rittergüter Weidens. Als Zentrum des Rittertums und allgemein als Krone des erreichbaren angesehen hat sich in Weiden eine sehr große Anzahl von Rittergütern gebildet. Bereits zu Zeiten Herzog Waldemar des Bären gab es in Weiden gut und gerne 500 solcher Güter zu denen noch all die Junker und Edlen, die natürlich auch meistens Ritter sind, kommen. Die meisten dieser Güter sind dabei klassische Weidener Art. Keineswegs Burgen sondern eher kleine, wehrhafte Gutshöfe die sich nur unwesentlich von denen reicher Freibauern unterscheiden. Ein solches Rittergut besteht zumeist aus einem Gutshaus und, je nach Größe und Reichtum, weiteren Gebäuden wie Stall, Schuppen oder Gesindehaus. Dem rauhen Land Rechnung getragen sind die allermeisten Rittergüter dabei von einer wehrhaften Palisade umgeben. Zusätzlich haben viele noch einen kleinen Wehrturm, meistens am Gutshaus angebaut. Zu dem Rittergut gehört stets ein Stück Land von wenigen Äckern Fläche das der Ritter und seine Familie bewirtschaftet und die Grundlage dafür bildet sich seinen Stand zu leisten. Wobei freilich alleine diesen zu erhalten sehr teuer ist und nicht wenige Ritter selbst auf dem Feld stehen müssen.
Gelegentlich hat sich um das Gut auch ein Weiler gebildet.

In den Bärenlanden ist es üblich Titel und Ländereien durch Primogenitur an das älteste erbberechtigte Kind zu übertragen. Seltener kann es auch vorkommen, dass der Erblasser auf die Realteilung zurück greift und die Titel auf seine Erben verteilt. Gibt es gar keinen Erben und wurde vom Verstorbenen auch kein Nachfolger festgelegt, dann fällt das Lehen durch Lehensheimfall an den Lehnsherren zurück, dem es dann frei steht die Ländereien erneut zu vergeben.