Griseldis von Pallingen

Titel: Baroness von Bärwalde, Ritterin des Hains
Lehen: Edlengut Fichtenhain in Mittenberge
Tsatag: 10. HES 1010 BF
Familienstand: Ledig
Nachkommen: Keine
Kurzprofil: Charismatische, aber undisziplinierte und sture Ritterin; romantisch verklärte, belesene Sagenliebhaberin; Erbin von Gräfin Walderia
Verwendung: Die Erbin Gräfin Walderias von Löwenhaupt kann zum einen als Auftraggeberin auftreten, die die Helden ein im Nebelmoor verschollenes Artefakt suchen, das Geheimnis einer alten Schriftrolle ergründen oder der Legende eines Tagesheiligen nachgehen lässt. Zum anderen können sie und die Ritter des Hains als Begegnung oder Hilfe der Helden in Bärwalde (z.B. im Bärnwald) in Erscheinung treten.

 

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Griseldis von Pallingen

• Titel
Baroness von Bärwalde
Ritterin des Hains

• Anrede
Folgt

• Persönliches Wappen
Auf Silber ein rotes, sitzendes Feenhörnchen auf einem Schildbord mit Goldhermelin.

LEHEN & ÄMTER

• Lehen & Besitztümer
Edlengut Fichtenhain

• Ämter
Ritterin des Hains, Erbin der Grafschaft Bärwalde

• Wappen des Lehens
Folgt

• Stand
Hochadel

WICHTIGE DATEN

• Tsatag
10. Hesinde 1010 BF

• Belehnung
Folgt

• Traviatag
Folgt

• Borontag
Folgt

FAMILIENBANDE

• Ehegatte
Folgt

• Kinder
Folgt

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Griseldis stammt aus dem alten Adelsgeschlecht derer von Pallingen, das früher die Grafen Bärwaldes stellte.

• Familienwappen
Folgt

• Eltern
Jadwina von Pallingen und
Angrist von X

• Geschwister
Ein jüngerer Bruder: Kunrad von Pallingen.

• Wichtige lebende Verwandte
Onkel Alderich von Pallingen, Junker von Ährenstätt (Gräflich Pallingen), Bruder Kunrad von Pallingen, Großonkel Reichswappenkönig Neuwreych (Gerwulf von Pallingen; "Die reisende Kaiserin", S. 37)

• Bedeutende Ahnen
Algrid von Pallingen, die frühere Baronin von Pallingen, die 466 BF von Herzogin Selinde von Weidenau zur Gräfin von Bärwalde erhoben wurde.
Gräfin Erlgard von Bärwalde (762-794 BF) aus dem Geschlecht derer von Pallingen war eine berühmte Kämpferin, Drachentöterin und Freundin der Zwerge; vermählte sich 777 BF mit Rondradan von Löwenhaupt, Baron von Fuchshag, und begründete somit die Herrschaft der Löwenhaupts über Bärwalde und später Weiden.

AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
Die von Gräfin Walderia von Löwenhaupt als Tochter angenommene Ritterin ist 170 Halbfinger groß, drahtig, hat glattes, dunkelbraunes, langes Haar, grüne Augen und einen hellen Teint. Bevorzugt trägt die junge Titelerbin die klassische Weidener Kettenrüstung unter einem Wappenrock, darüber einen edlen Reitermantel, gehalten von einer Fibel in Form eines silbernen Schwans. Der Wappenrock zeigt das Wappen der Grafschaft Bärwalde.

• Aventurische Informationen
Griseldis' Eltern, Angrist und Jadwina von Pallingen, waren Ritter aus Gräflich Pallingen. Sie starben beim Weidener Heerzug gen Ysilia, als sie im Ingerimm 1021 BF auf dem Sichelstieg einem Angriff des Drachen Lessankan zum Opfer fielen. Das junge Mädchen und sein Bruder Kunrad wuchsen danach bei ihrem Onkel, Junker Alderich von Pallingen zu Ährenstätt, auf. Griseldis galt von jeher als Wildfang und war wenig an den Tugenden einer Pagin interessiert, die ihr Onkel ihr vermitteln wollte. Lieber trieb sie sich mit Rabauken herum, unter denen sie sich mit ihrem frechen Mundwerk und Cleverness behauptete. Die Götter wollten es, dass Gräfin Walderia während einer Reise durch ihr Lehen Gefallen an Griseldis fand. Das intelligente, nassforsche Mädchen verblüffte die weise Herrscherin mit einem so treffenden Zitat, dass ihre Neugier geweckt war. So holte sie Griseldis als Knappin 1026 BF an den Grafenhof, damit sie die nötige „Erziehung“ erhielte.
Das ist nur zum Teil gelungen: Griseldis ist bis heute ungeduldig und undiszipliniert. Viele ritterliche Tugenden sind bei ihr unterdurchschnittlich oder nur mittelmäßig ausgeprägt. Sie zu einer hervorragenden Bogenschützin und Reiterin auszubilden, ist ihren Lehrherrn auch nur deshalb gelungen, weil sie an beidem von Anfang an großes Interesse hatte.
Was Griseldis besonders mit der Gräfin verbindet, ist das Interesse an Sagen über Helden und Heilige. Auch sonst erkennt sich Walderia in Griseldis in vielem wieder, weil sie ihr als junge, unerfahrene Frau sehr ähnlich war und ist ihr mütterlich zugeneigt wie einer Tochter, die sie nie hatte. 1031 BF erhielt Griseldis die Schwertleite und diente fortan als Ritterin des Hains auf Olats Feste. Im Ingerimm 1034 BF stellte sie dort Führungsstärke unter Beweis: Bei einem Überfall der Orks auf den Ort Ognin am Rande des Nebelmoors gerieten einige Ritter des Hains in einen Hinterhalt, bei dem der Erste Ritter Rutger von Eichenau schwer verletzt zu Boden ging. Ausgerechnet die junge Griseldis verhinderte danach mit Entschlossenheit und Tatkraft das Schlimmste und führte den Gegenschlag zum Erfolg. Seither genießt sie bei den gräflichen Rittern hohen Respekt.
Beim Bognerfest zu Olat Anfang Rondra 1037 BF wurde der Wille der Gräfin offenkundig, dass sie die Ritterin an Kindes statt annehmen wollte und Griseldis unter Beibehaltung des Namens „von Pallingen“ die Grafenkrone erben sollte. Ihr Vorhaben hatte die Gräfin im Geheimen – ohne Griseldis‘ Kenntnis – vorbereitet und mit der Herzogenfamilie wie auch mit der Traviakirche abgeklärt. Im Zuge eines firungefälligen Turniers zu Olat nahm Gräfin Walderia am 10. Hesinde 1037 BF Griseldis schließlich als Tochter und Titelerbin an.

• Stärken
Zu Griseldis‘ Stärken zählt, dass sie willensstark, schlagfertig, belesen und hilfsbereit ist. Sie überzeugt andere eher durch ihre charismatische, zugewandte Art als durch besonnene Worte. Einfachen Leuten begegnet sie ohne Standesdünkel. Griseldis verlässt sich bei Entscheidungen und im Umgang mit Menschen mehr auf ihr Bauchgefühl als auf rationale Überlegungen – Zögern und Zaudern sind daher nicht das Ihre. Sie ist eine Frau der Tat. Allerdings bildet sie sich manchmal zu schnell ein Urteil und entscheidet dann am eigentlichen Problem vorbei.

• Schwächen
Griseldis ist oft ungeduldig und nachlässig. Sie folgt dem, worauf sie gerade Lust hat, und ist meistens nicht bereit, Unangenehmes auszuhalten. In höfischer Gesellschaft fühlt sie sich eher unwohl und verhält sich dadurch nicht immer der Etikette entsprechend – zecht zum Beispiel gern, verträgt es aber nicht, und verzieht beim Anblick von Fisch angewidert das Gesicht. Mit aufbrausenden Menschen, wie Graf Emmeran oder Gräfin Ardariel gerät sie schnell aneinander, ebenso wie mit Personen, die sie „erziehen“ oder belehren wollen.

• Kurzcharakteristik
Charismatische, undisziplinierte, romantisch veranlagte Ritterin des Hains; belesene Sagenliebhaberin; designierte Erbin der Gräfin Walderia

HERAUSRAGENDE WERTE

• Eigenschaften
MU, CH, FF;
NG

• Vor- und Nachteile
Begabung für Bogen, Linkshänder;
Angst vor Feuer, Arkanophobie, Feind: Geiserich von Haffstein, Vogt zu Pallingen, Unfähigkeit Zechen

• Herausragende Talente
Bogen, Reiten, Tanzen, Sagen & Legenden, Sprachen: Bosparano und Isdira, Lesen/Schreiben: Kusliker Zeichen, Bosparano)

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Ifirn, Firun, Peraine, Rondra

• Besonderheiten
Griseldis ist nicht nur an Sagen, Legenden, den Tagesheiligen und Heraldik interessiert, sondern auch an Geographie und alten Karten. Für trockene Kriegschroniken und Abhandlungen von gelehrter Hand fehlt ihr dagegen die Geduld. Eine weitere Besonderheit ist ihre romantische Veranlagung: Griseldis lässt sich von abenteuerlichen Erzählungen, großartigen Spektakeln, Minnesang und ritterlichen Turnieren schnell begeistern. Dann vergisst sie alles um sich herum – auch standesgemäßes und pflichtbewusstes Verhalten.
Nach der Tradition ihrer Familie verehrt Griseldis vor allem Ifirn und Firun, hält aber auch guten Kontakt zum Rhodenstein und zur Perainekirche. Ihr ist es wichtig, den Zwölfgötterglauben bei einfachen Leuten zu stärken und Aberglauben, wie er von Hexen geschürt wird, zu bekämpfen. Im Gegensatz zur Gräfin meidet sie den Kontakt mit Naturmagiern, aus Furcht vor deren „unkontrollierbarer“ Kraft. Im Kampf zeichnet sich Griseldis durch Wendigkeit und Ideenreichtum aus und nicht durch Kraft und Angriffsstärke.

• Meisterinfos
Griseldis wurde geweissagt, dass sie den verschollenen Schwanenthron, ein Insignium der früheren Bärwalder Grafen, wiederfinden würde. Daher forscht sie so oft wie möglich in Archiven und alten Folianten nach oder sucht das Gespräch mit Ifirn- und Firungeweihten, Legendenerzählern und anderen, die ihr bei ihrem Anliegen hilfreich sein könnten.
Eine besondere Beziehung hat sie zu dem Barden Wolfhart von Creyenach, der ihr Herz mit seinen Fabeln bezaubert. Der Gräfin ist der kleinadelige Bänkelsänger jedoch ob seines zweifelhaften Rufs ein Dorn im Auge, was immer wieder Anlass für Streit gibt.

BEZIEHUNGEN

• Freunde & Verbündete
Gräfin Walderia von Löwenhaupt, Ritter des Hains, diverse Adlige in Bärwalde, Ifirngeweihte in Bärwalde, Bruder Eisbart, Walbirg von Löwenhaupt

• Feinde & Konkurrenten
Allgemein: Feinde der Gräfin. Speziell: Der gräflicher Vogt Geiserich von Haffstein zu Pallingen und seine Schwester, die Edle Undra von Haffstein zu Schratruh. Beide sind alte Feinde der Familie von Pallingen. Der Vogt wurde bezichtigt, 1037 BF ein Attentat auf Gräfin Walderia angestiftet und ihr Testament zu Ungunsten von Griseldis gefälscht zu haben. Griseldis ist fest von seiner Schuld überzeugt und würde ihn lieber heute als morgen seines Amtes entheben. Walderia teilt diese Einschätzung aber nicht.

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterbunden & sonstigen Gemeinschaften
Ritterin des Hains

BRIEFSPIEL

• Verwendung
Folgt

• Spieler
NSC

• Beziehungen
... zum Bärwaldener Grafenhof: immens
... zur Baerwaldener Ifirnkirche: ansehnlich
... zum Weidener Adel: gering, aber wachsend

• Finanzkraft
Seit Neuestem hinlänglich

• Eindruck gefällig?
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