Walderia von Löwenhaupt

Titel: Gräfin von Bärwalde
Lehen: Grafschaft Bärwalde
Tsatag: 1. Rondra 956 BF
Familienstand: Unvermählt
Nachkommen: Eine angenommene Tochter
Kurzprofil: Altersweise, tüchtige und gerechte Gräfin mit tragischer Liebesvergangenheit; fromme, belesene Geschichtenliebhaberin und Sagensammlerin; in der Staats- und Kriegskunst bewanderte Ratgeberin
Verwendung: Die Gräfin verlässt nur noch selten ihr Arbeitszimmer auf Olats Feste. Sie weiß kundigen Rat zu Sagen und Legenden, insbesondere über die Tagesheiligen, zu Heraldik, Kriegskunst und zum Leben der Orks zu geben. Sie kann Helden beauftragen, Lieder oder Sagen über Heilige nachzuforschen oder rätselhaften Vorkommnissen im Nebelmoor oder anderswo in der Grafschaft nachzugehen.


• Name

Walderia von Löwenhaupt

• Titel
Gräfin von Bärwalde

• Wappen
Grafschaftswappen: auf Gold ein aufgerichteter schwarzer Luchs;
Persönliches Wappen: derer von Löwenhaupt

• Lehen
Grafschaft Bärwalde

• Kurzbeschreibung des Lehens
Der gräfliche Hofstaat residiert auf Olats Feste, einer Wasserburg am Ufer des Neunaugensees bei der Mündung des Finsterbachs. Der Ort Olat gehört zur Baronie Mittenberge.

• Geburtsjahr
1. Rondra 956 BF

• Familienstand
Unvermählt; nahm im Hesinde 1037 BF die junge Ritterin des Hains {ln:Griseldis von Pallingen} als Tochter und künftige Erbin an

• Hauptgottheit
Firun, Rondra

• Beschreibung
Hochgewachsen, aber vom Alter gebeugt und auf einen Stock gestützt, hat die Erscheinung der Bärwalder Gräfin nicht mehr viel gemein mit der einst vor Tatendrang strotzenden, aufrechten und wohlgestalten Weidener Prinzessin, die dem Schwertkönig Raidri Conchobair in jungen Jahren in Liebe verfiel. Dennoch spiegeln die wachen, graublauen Augen der über 80-Jährigen immer noch ihren scharfen Verstand wider. Manchen erinnern ihre Gesichtszüge, wenngleich ungemein feiner, an den unvergessenen Waldemar den Bären, ihren Bruder. Die Gräfin achtet nach wie vor stets auf eine korrekte, gepflegte und standesgemäße Erscheinung. Das graue, lange Haar trägt sie zum Zopf gebunden, Schmuck trägt sie standesgemäß, aber dezent. Dicke pelzbewehrte, edel bestickte Gewänder sollen die Kälte abwehren, die in der zugigen Grafenfeste am Rande des Nebelmoors überall lauert. Als Gräfin Bärwaldes führt sie den "Bärentöter", Olats mächtiges Schwert.

• Aventurische Informationen
Walderia von Löwenhaupt gilt als eine der dienstältesten Gräfinnen des Mittelreichs, denn die Bärwalder Krone trägt sie bereits seit beinahe 60 Jahren. Als Herrscherin und frühere Kanzlerin Weidens gab sie sich stets selbstbewusst, streng und gerecht, wurde jedoch im Alter milder und umsichtiger. Aufgrund ihrer wohlüberlegten, klugen Entscheidungen wird die kompetente Diplomatin und analytische Denkerin nach wie vor allerseits sehr geschätzt. Auch wenn sie selbst nicht mehr durch die Lande reiten kann, lässt sie ihre Ritter des Hains gräfliches Recht und Ordnung wahren und ihre Ritter von Olats Wacht die Grenze zum feindseligen Nebelmoor im Auge behalten. Ihre Vögte und Barone bringen der Gräfin Hochachtung und Loyalität entgegen. Ihre eiserne Selbstdisziplin und ihr klarer Wille sind vielen ein Vorbild. Dank ihres profunden Wissens der Kriegskunst steht sie im guten Kontakt zum Rhodenstein und stellt ihren Hof in alter Tradition unter Firuns und Rondras Segen.

Im Gegensatz zu ihrem älteren Bruder, Herzog Waldemar, galt Walderia jedoch stets eher als eine Frau der Feder denn des Schwerts. Gelehrsam und belesen widmet sie sich mit Vorliebe den Sagen um Helden und Heilige und ist eine über Weiden hinaus bekannte Koryphäe im Kompilieren von Gebetsbänden der "Gebete an die Tagesheiligen". Vor allem der diesbezüglichen Sanges- und Dichtkunst ist sie äußerst zugetan. Vergnügt lauscht sie nicht nur dem Harfenspiel ihres Hofsängers, Meister Eisewyn, sondern auch fahrende Barden und Erzähler sind gern gesehene Gäste. Dem Haus Aldifreids des Sängers in Trallop und dem Balsaither Sängerkreis "Feenklang" gilt ihr besonderes Wohlwollen. Zu ihren selbst gewählten Aufgaben zählen darüber hinaus das Amt der Bärwalder Siegelmeisterin und das Kartographieren.

Walderia wurde auf eigenen Wunsch hin von ihrem Onkel, Herzog Wallfried IV., 980 BF mit der Grafschaft belehnt und arbeitete wie besessen an einem Wiederaufschwung des Lehens. Mit ihrem erstaunlichen Tatendrang versuchte sie aber in Wirklichkeit, ihren schweren Liebeskummer zu verwinden, den ihr der Schwertkönig Raidri Conchobair bereitet hatte. Er war es, der die Prinzessin 980 BF in der Sichelwacht aus der Gefangenschaft von Goblins unter Führung der Kunga Suula gerettet hatte. Doch nach einer kurzen, leidenschaftlichen Liebschaft verließ Raidri die Prinzessin, was ihr das Herz brach und Zeit ihres Lebens so arg zusetzte, dass sie ab und an in melancholische Schwermut verfiel. Niemals wieder wollte sie einen Mann zum Gemahl nehmen und Kinder zeugen.

Walderias Herrschaft erwies sich als Segen für die Grafschaft, die sie mit Tatkraft und diplomatischem Geschick wehrhafter und sicherer als jemals zuvor machte. Als besonnene Strategin und Feldherrin führte sie frühere Schlachten mit großem Erfolg. Ihrem Bruder Waldemar und danach ihrer Nichte, Herzogin Walpurga, diente die Gräfin lange als Kanzlerin der Weidener Lande, trat dann aber das Amt aus Altersgründen an den Haus- und Hofmeister der Bärenburg, Eberwulf von Weißenstein, ab.

Im Winter 1014 BF wurde auf Geheiß König Brins die {ln:Heldentrutz} aus der Grafschaft Bärwalde herausgelöst und zur Markgrafschaft erhoben. Ihrer Nichte Walpurga, der neuen Markgräfin, stand Walderia mit Rat und Tat zur Seite. Auch nach dem Tode des Bären und während der Zweiten Weidener Unruhen war sie der Herzogin eine wichtige Stütze. Seit der Wiedereinführung der direkten Heeresfolge 1028 BF war Walderia die Bannerherrin der Bärnwacht und verfügte somit über den Bärwaldener Heerbann. Die dazugehörigen Aufgaben übertrug sie zunächst an den Schildgrafen Kerling von Löwenhaupt und schließlich an den Heermeister des Hains, Ritter Ansgar Blaubinge von Blauenstein. Weitblick bewies sie auch, als sie zum Schutz der Bärwalder Grenzen im Rondra 1031 BF {ln:Olats Wacht} begründete: Mehrere Wachttürme setzen die Heldentrutzer Finsterwacht am Rande des Nebelmoors von Beonfirn aus bis Olat fort.

Im Zuge des Olater Bognerfests im Rondra 1037 BF wurde der Wille der Gräfin offenkundig, dass sie Griseldis von Pallingen, eine junge Ritterin des Hains aus altem Adel, an Kindes statt annehmen wollte und diese unter Beibehaltung des Namens "von Pallingen" die Grafenkrone erben sollte. Ihr geheimes Vorhaben hatte die Gräfin mit der Herzogenfamilie und der Traviakirche abgeklärt. Ein vereitelter Giftanschlag auf die Gräfin und ein gefälschtes Testament zeigten, dass ein einflussreicher Feind andere Pläne verfolgte. Als mutmaßliche Drahtzieherin wurde Rahjane von Löwenhaupt, Walderias betagte Schwester, dingfest gemacht. Dem ebenfalls unter Verdacht stehendem gräflichen Vogt zu Pallingen, Geiserich von Haffstein, konnte dagegen nichts nachgewiesen werden.

• Besonderheiten
Walderia verbringt viel Zeit in ihrem wohlig beheizten Lese- und Arbeitszimmer, in dessen Büchertruhen mancher Schatz ruht. Immer wieder lässt sie sich für ihre Recherchen Bücher aus den Archiven des Rhodensteins oder der Bibliothek der Klugen Undra bringen oder lädt Gelehrte und Geweihte zum Gespräch ein. Besonders interessiert ist sie an Sagen und Legenden (Heiligenkult, Geschichten rund ums Nebelmoor), der Heraldik (Symbolik der Heiligen), Kriegskunst und dem Leben der Orks (Kampftaktiken und Orkhexerei). Ab davon lässt sich die Gräfin fast immer beim gräflichen Abendmahl von Barden oder Erzählern unterhalten, des Öfteren mit melancholischen Liebesweisen.

Walderia fordert von ihren Vasallen Verhalten gemäß der ritterlichen Tugenden. Entsprechend wählt sie auch ihre gräflichen Ritter aus. Die Ernennung zu einem Ritter des Hains bedeutet eine hohe Ehre für den Recken und seine Familie, so dass es nicht verwunderlich ist, unter ihnen mehrere Zweit- und Drittgeborene aus hoch angesehenen Adelsgeschlechtern zu finden. Darüber hinaus stellte die Gräfin immer wieder Recken von einfachem Stand in ihren Dienst, als Auszeichnung für besondere Taten.
Die Gräfin selbst hat ebenfalls die Schwertleite erhalten. Ihre Knappenschaft verbrachte sie am tobrischen Hof bei Herzog Odo Frankward von Ehrenstein. Er war ein exzellenter Geschichtenerzähler, weckte ihr Interesse für Sagen und Legenden und brachte ihr den Glauben an Firun nahe.

Die Gräfin steht den Elfen in ihrem Land sehr wohlwollend gegenüber und schätzt deren kulturelles Erbe, das in Weiden besonders in Bärwalde zu spüren ist. Entsprechend pflegt sie gute Kontakte zu den Sprechern der hiesigen Sippen und spricht auch selbst fließend Isdira.

• Meisterinformationen
Seit vielen Jahren verfiel Walderia immer wieder in Schwermut, in Erinnerung an den Schwertkönig Raidri Conchobair, in den sie sich als junge Frau unsterblich verliebte, der ihre Liebe aber nicht erwiderte.

Der feige Giftanschlag auf Walderias Leben im Rondra 1037 BF wurde zwar offiziell auf die vermeintlichen Machenschaften ihrer Schwester Rahjane von Löwenhaupt zurückgeführt. Der wahre Drahtzieher war aber ihr gräflicher Vogt zu Pallingen, Geiserich von Haffstein, den sie seit vielen Jahren als treu ergebenen und geschäftstüchtigen Gefolgsmann kennt. In Wirklichkeit ist er den Einflüsterungen des Namenlosen schon vor längerem erlegen. Die geheimen Pläne Walderias, eine junge Ritterin als Erbin anzunehmen, gedachte er dadurch zu durchkreuzen, mit Hilfe eines gefälschten Testaments seine eigene Großnichte auf den Grafenthron zu setzen. Damit sollten die bisher zwar wohlhabenden, aber eher unbedeutenden Haffsteins an Macht gewinnen und Geiserich der neuen Gräfin als Berater zur Seite stehen.

• Stärken
Vorteile: Gebildet, Guter Ruf, Gutes Gedächtnis, Ausdauernd, Zäher Hund

• Schwächen
neigt zu Melancholie aufgrund verfemter Liebe;
Nachteile: Prinzipientreue (ritterlicher Ehrenkodex), Neugier, Höhenangst

• Hauszugehörigkeit und wichtige lebende Verwandte
- Herzogin Walpurga von Löwenhaupt (Nichte)
- Graf Emmeran von Löwenhaupt (Neffe)
- Adilgunde von Löwenhaupt (Mutter)
- Rahjane von Löwenhaupt (Schwester)
- Walthard von Löwenhaupt (Bruder)
- Arlan von Löwenhaupt (Großneffe)
- Walbirg von Löwenhaupt (Großnichte)
- {ln:Griseldis von Pallingen} (von Walderia 1037 BF als Erbin angenommen, künftige Gräfin)

• Herausragende Ahnen
- Herzog Waldemar von Löwenhaupt (Bruder)
- Herzog Wallfried IV. von Löwenhaupt (Onkel, Graf von Bärwalde, dem Walderia nachfolgte)
- Rondradan von Löwenhaupt, Gemahl der legendären Gräfin Erlgard von Bärwalde
- Graf Angrist von Löwenhaupt (Sohn von Rondradan und Erlgard, erster Graf Bärwaldes aus dem Geschlecht von Löwenhaupt, lebte 780-855 BF)

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften, politischen und/oder sonstigen Gruppen
Herzogenfamilie von Löwenhaupt
Bärnwacht (Bannerherrin)

• Freunde & Verbündete
- Kornrath Aldûf von Hohenstein, Pfalzgraf von Bibergau
- Eberwulf von Weißenstein, Kanzler Weidens
- Wachtgraf Halgan von Hirschenborn
- Liutpercht von Dûrenwald-Elfenstein, Landvögtin von Herzoglich Dornstein
- diverse Rondrageweihte, u.a. Norre Rothbrandt von Bjaldorn, Burgsass des Rhodensteins (bis 1037 BF); Abtmarschall Brin Lirondiyan von Rhodenstein
- Bruder Eisbart

• Feinde & Konkurrenten
- ihre Schwester Rahjane von Löwenhaupt und die Familie von Geltring-Weiden
- Geiserich von Haffstein, Vogt zu Pallingen (siehe Meisterinformation)
- Graf Bunsenhold von Wolkenstein und Wettershag (von der Gräfin wenig gelittener Graf der Sichelwacht)

• Kurzcharakteristik
altersweise, tüchtige und gerechte Gräfin mit tragischer Liebesvergangenheit; fromme, belesene Geschichtenliebhaberin und Sagensammlerin; in der Staats- und Kriegskunst bewanderte Ratgeberin

• Herausragende Eigenschaften
KL, CH, FF
Sonderfertigkeiten: Nandusgefälliges Wissen, Geländekunde (Sumpf, Wald)

• Herausragende Talente
Götter und Kulte, Sagen und Legenden, Heraldik, Staatskunst, Kriegskunst, Selbstbeherrschung, Etikette, Überzeugen, Wildnisleben, Reiten, Bogen, Schwerter
Sprachen: Garethi (MS), Bosparano, Isdira
Lesen/Schreiben (Kusliker Zeichen, Bosparano, Isdira, Asdharia)

• Beziehungen
… Adlige in Weiden: sehr groß
… Kirchen in Weiden: ansehnlich
… Barden in Weiden: sehr groß

• Finanzkraft
groß