Titel: Baron
Lehen: Baronie Ingerimms Steg
Tsatag: 3. PHE 1021 BF
Familienstand: Waise
Nachkommen: Noch keine
Kurzprofil: Als einsames Kind, das sich von seiner Familie verraten und verkauft fühlte, sucht Geron heute seinen Platz in der Welt und hadert dabei vor allem mit sich selbst, da er seine eigenen hohen Ansprüche oftmals nicht erfüllen kann. Dabei ist er ein ausgesprochen kluger Kopf mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden und Einfühlungsvermögen.
Verwendung: Da Geron den Menschen in seinem Umfeld nicht wirklich vertraut, wird er bisweilen auf die Hilfe von bezahlten Abenteurern zurückgreifen. Daneben kann er in der hinterwäldlerischen Sichelwacht eine unerwartete Quelle für Wissen unterschiedlichster Art sein.

 

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Geron von Tresslingen 

• Geburtsname
Geron III. Weitenberg von Drôlenhorst-Rabenmund

• Titel
Baron von Ingerimms Steg
Junker von Drôlenhorst
Ritter der Sichel

• Anrede
Euer Hochgeboren

• Lehen
Baronie Ingerimms Steg (Wei-III-10)

• Persönliches Wappen
Das Tresslinger Familienwappen: Goldene Deichsel auf grünem Grund

• Bedeutung des Wappens
Das Stammlehen derer von Tresslingen lag bis zum Entstehen der Wüstenei in Ingerimms Steg am Ufer des Mironsees, unweit von Dragenfeld, dem Hauptort der Baronie, und existiert heute nicht mehr. Seinerzeit war der Weiler bekannt für seine hochwertigen Drechselarbeiten, worauf sich auch sein Name bezog (Tressler ist ein altes Wort für Drechsler). Das Wappen der Familie entstand aus der Abbildung eines Flachmeißels, einem typischen Drechselwerkzeug, aus dessen Form sich über die Zeit das Heroldsbild der Deichsel entwickelte. 

LEHEN & ÄMTER

• Lehen & Besitztümer
Geron ist Erbe der Barone von Ingerimms Steg, einem arg gebeutelten Lehn in der Grafschaft Sichelwacht. Die Baronie liegt in der Drachenpforte, dem urwüchsigen Taleinschnitt zwischen Roter Sichel auf der einen und Schwarzer Sichel und Drachensteinen auf der anderen Seite. Zum Großteil ist das Lehn durch die Weidener Wüstenei unbewohnbar. In den vergangenen Jahren haben die Vögte, die an seiner statt regierten, ihr möglichstes getan, um die Situation zu verbessern – mit durchwachsenem Erfolg. Seit 1026 BF profitiert die Baronie jedoch vom fertiggestellten Sieben-Baronien-Weg, der Weiden mit dem Bornland verbindet und für einen steten Durchgangsverkehr sorgt. Neben Forstwirtschaft wird ein wenig Eisenerz in den Ausläufern der Roten Sichel gefördert. Ansonsten ist Landwirtschaft nur an wenigen Stellen möglich und reicht gerade so um die rund 300 Einwohner der Baronie zu ernähren. 

• Ämter
keine

WICHTIGE DATEN
3. Phex 1021 BF

• Belehnung
1046 BF

• Traviatag


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• Borontag
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FAMILIENBANDE

• Eltern
Fenn Weitenberg von Drôlenhorst (994 bis 1033 BF / Wegen Verrats am Mittelreich hingerichtet) und
Thyria von Rabenmund (998 bis 1028 BF / In der "Schlacht der Drei Kaiser" gefallen)

• Geschwister
Feron Fran von Rallerfeste (Halbbruder aus der ersten Ehe der Mutter, kein Kontakt)

• Ehegatte
keiner

• Kinder
keine

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Geron ist der letzte Nachkomme des Hauses Drôlenhorst, einem relativ jungen Adelsgeschlecht, das erst 935 BF durch Kaiser Perval geadelt und mit der Baronie Ingerimms Steg belehnt wurde, da der bisherige Baron Emmeran von Tresslingen in Ungnade gefallen war. Der neue Baron Jarlak Weitenberg benannte seine Linie nun nach dem Herrschersitz Burg Drôlenhorst und ließ seinen Vorgänger samt Familie kurzerhand verschwinden. Nur Waidrun von Tresslingen, die Tochter Emmerans, ließ er leben und verheiratete sie mit seinem Sohn, so dass Geron sich heute auch auf die ursprüngliche Baronsfamilie berufen kann (was er tut). Mütterlicherseits ist Geron mit dem Haus Rabenmund verbunden.

• Familienwappen
Goldene Deichsel auf grünem Grund (s.o.)

• Wichtige lebende Verwandte
Keine nahen Verwandten. Über mehrere Ecke ist er mütterlicherseits mit dem tobrischen Herzogenhaus und den in der Rommilyser Mark herrschenden Rabenmunds verbunden.

• Bedeutende Ahnen
Erzelhardt von Graufenbein-Drôlenhorst, Baron von Rotenforst (983 BF – 1036 BF)
Haldan von Drôlenhorst, berüchtigter Raubritter (989 BF – 1027 BF)


AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
Geron ist eher von unscheinbarer Statur. Zwar hat die körperlich anstrengende Ausbildung zum Ritter den einstmals zierlichen Jungen durchaus sehnig und ausdauernd werden lassen, von einem rondrianisch beeindruckenden Erscheinungsbild ist er jedoch weit entfernt. Nichtsdestotrotz hat der melancholische Blick aus seinen strahlend blauen Augen in Kombination mit einem scheuen Lächeln auf seinen sanften Zügen schon so mancher Saltheler Hofdame das Herz schneller schlagen lassen – eine Wirkung, der sich Geron allerdings nicht wirklich bewusst ist. Sein braunes, welliges Haar trägt er halblang und offen, Oberlippe und Kinn werden von einem spärlichen Bart geziert. 

• Aventurische Informationen
Der einzige Sohn Fenns von Drôlenhorst verbrachte den größten Teil seiner Kindheit in Trallop, wo seine darpatische Mutter Thyria von Rabenmund als Gesandte wirkte. Mit seinem berühmten Vater hatte der Junge nur wenig zu tun, da der wegen verschiedener Ämter beim kaiserlichen Heer viel auf Reisen war und zudem auch kein großes Interesse an der Erziehung des Kindes zeigte. 

So kommt es, dass Geron zwar ein inniges Verhältnis zu seiner Mutter, aber nahezu keines zu seinem Vater hatte. Der Tod Thyrias in der Dreikaiserschlacht 1028 BF auf Seiten der Answinisten traf ihn deshalb umso härter. Dass Fenn ihn kurze Zeit später in die Obhut der Travia-Kirche gab und wenig später die Vormundschaft an Markgraf Ralmir von Zornbrecht-Hauberach abtrat, zerrüttete das Verhältnis zu seinem Vater bloß weiter. Daran hat sich auch nach dem Tod Fenns nichts geändert.

Seine Pagen- und Knappenzeit auf Burg Aarkopf lief für Geron nicht wirklich besser. Graf Bunsenhold brachte für den Jungen kaum Interesse auf und als Sohn gleich zweier Reichsverräter begegnete ihm der Großteil des Hofs zumeist mit Gleichgültigkeit, Herablassung oder gar Verachtung. Erschwerend kam hinzu, dass sich der nachdenkliche und in sich gekehrte Geron mit den eher rustikalen Anforderungen an einen Weidener Ritter äußerst schwertat und kaum Begabung für den Umgang mit den hierzulande obligatorischen Mordwerkzeugen zeigte.

Die einzige positive Bezugsperson, die sich in dieser Zeit um Geron bemühte, war Gringolf von Högelstein. Wann immer der abenteuerlustige Erste Ritter der Sichel auf dem Aarkopf weilte, nahm er sich des schüchternen Jungen an und unterrichtete ihn in den ritterlichen Kampfkünsten, was allerdings auch nichts daran änderte, dass dessen Knappenschaft letztlich weitaus länger andauerte als üblich. So unterschiedlich die beiden jungen Männer in Bezug auf Kampf- und Geisteskraft auch waren, verband sie doch ein ausgeprägtes Ehrverständnis und vor allem die Liebe zu Heldensagen und rondrianischen Legenden.
Zu den glücklichsten Erfahrungen jener Tage gehören für Geron die Stunden, in denen der Högelsteiner ihm zunächst geduldig Schrittstellung, Klingenhaltung und Schlagfolge nahebrachte und er ihm im Gegenzug bildhaft von den Großtaten der Heroen vergangener Epochen erzählte, über die er in den verstaubten Archiven der Burg gelesen hatte.

Der Höhepunkt seines bisherigen Lebens stellte dann aber eine Pilgerfahrt nach Donnerbach an der Seite Gringolfs im Rahja 1044 BF dar. Die Reise hielt zahlreiche abenteuerliche Herausforderungen für Geron bereit, deren Bestehen – bezeugt durch den Ersten Ritter der Sichel – endlich zur ersehnten Schwertleite führte.

Als frischgebackener Ritter ging Geron im Anschluss auf Empfehlung des Grafen eine Weile auf Reisen – um sich die Hörner abzustoßen, bevor er sein Amt als Baron antreten würde. Dabei führte ihn sein Weg vor allem in die Rommilyser Mark, da er sich die Heimat seiner geliebten Mutter ansehen wollte. Hier überwinterte er am Hof der Markgräfin Swantje von Rabenmund, die ihn als entfernten Verwandten willkommen hieß und wo sein Herz für die ebenso gebildete wie attraktive Linai von Halberg-Kyndoch entflammte. Die Stadtvögtin von Rommyils und enge Freundin Swantjes erwiderte die Gefühle des acht Jahre jüngeren und eher unscheinbaren Weideners jedoch nicht, ja, nahm ihn sogar kaum wahr. 

Eine der ersten Handlungen, die Geron als neuer Baron von Ingerimms Steg vornahm, war die Änderung seines Adelsnamens in Tresslingen, dem Namen seiner Ur-Großmutter. Eine späte Rache an seinem Vater für all die erfahrene Ablehnung, denn damit endete die Linie derer von Drôlenhorst faktisch.

• Stärken
Geron ist ein ungewöhnlich helles Köpfchen mit einer sehr schnellen Auffassungsgabe. Rätsel und Mysterien faszinieren ihn und im Gegensatz zu den meisten seiner Standesgenossen liebt er es, in alten Schriftrollen und Büchern zu schmökern, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Dadurch hat er sich bereits einen bemerkenswerten, zum Teil recht abseitigen, Wissensschatz erarbeitet, was aber kaum jemand in seinem Umfeld zu würdigen weiß. Zudem verfügt er über einen hohen Grad an Einfühlungsvermögen und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Durch die Erzählungen über die Umtriebe seines verhassten Vaters und die Erfahrungen in der Schlangengrube des Saltheler Hofes, hat er außerdem eine tiefe Abneigung gegen jede Art von Intrigenspiel und Falschheit entwickelt.

• Schwächen
Durch die Ablehnung, die Geron Zeit seines Lebens erfahren musste, wird er häufig von starken Selbstzweifeln geplagt, die er zuweilen überkompensiert, indem er Entscheidungen gegen jeden gutgemeinten Rat und wider besseres Wissen unbedingt durchdrücken will. Aus demselben Grund fällt es ihm auch sehr schwer, Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen. Am meisten aber hadert er damit, dass er aufgrund seiner Unzulänglichkeiten als Krieger kaum jemals dem Ideal des heldenhaft ritterlichen Kämpfers nahekommen wird, dem er doch so sehr nacheifert. All das führt dazu, dass in ihm ein gewisser Jähzorn brodelt, der zwar selten, dann aber dann nachdrücklich zum Vorschein kommt.

HERAUSRAGENDE WERTE

• Eigenschaften 
Klugheit

• Vor- und Nachteile
Prinzipientreue (Ehrenhaftigkeit), Unfähigkeit für Nahkampf, Jähzorn, Gebildet, Gutaussehend

• Fertigkeiten
Sagen/Legenden, Geschichtswissen, Götter/Kulte, Heraldik, Lesen/Schreiben

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Rondra, Travia

• Besonderheiten
folgt

• Meisterinfos
folgt

BEZIEHUNGEN

• Freunde & Verbündete 
Die einzige Person, die Geron wirklich und ohne Vorbehalt als Freund ansieht, ist Gringolf von Högelstein. 

Mit seinen jüngeren Leidensgenossen Meinhardt von Binsböckel, Baronett der Nachbarbaronie Uhdenwald, und Falkmara von Rauheneck, Abkömmling der Rotenforster Herrscherfamilie, die zurzeit beide noch immer in „Obhut“ des Grafen weilen und ihren Knappenschaft absolvieren, verbindet ihn die gemeinsam durchgestandene Zeit auf dem Aarkopf, wodurch er mittlerweile durchaus so etwas wie geschwisterliche Gefühle für sie empfindet.

Daneben hat der Ingerimms Steger Ritter Coran ui Branghain ein Blick auf seinen jungen Baron und versucht, ihn nach Kräften zu unterstützen, was Geron jedoch noch nicht wirklich erkennt.

• Feinde & Konkurrenten
Noch keine, was sich aber ändern kann, wenn er beweist, dass er seine Prinzipien ernst nimmt.

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterbunden & sonstigen Gemeinschaften
Ritter der Sichel

BRIEFSPIEL

• Verwendung
Da Geron den Menschen in seinem Umfeld nicht wirklich vertraut, wird er für knifflige Angelegenheiten bisweilen auf die Hilfe von bezahlten Abenteurern zurückgreifen. Daneben kann er in der hinterwäldlerischen Sichelwacht eine unerwartete Quelle für Wissen unterschiedlichster Art sein.

• Beziehungen
kaum nennenswerte

• Finanzkraft
hinlänglich