Baliho

Baliho für den eiligen Leser

Herrscher: Gräfin Ardariel Nordfalk von Moosgrund
Wappen: Auf Rot ein silbernes Wagenrad
Einwohner: 70.000
Sitz des Grafen: Burg Räuharsch in der Stadtmark Baliho
Wichtige Orte: Altnorden, Anderath, Auen, Baliho, Espen, Menzheim, Rudein
Tempel: Praios, Rondra, Efferd, Travia, Boron, Hesinde, Firun, Phex, Peraine, Ingerimm, Rahja
Garnison: Zwei Dutzend Ritter der Au (Gräfliche Ritter), zwei Lanzen Grenzreiter, eine Schwadron Auenreiter, ein Banner Espener Bogner in Espen
Landschaften: Menzheimer Au, Pandlarilsauen, Ebene von Vana, Schwarze Sichel
Wege: Reichsstraße II (Trallop - Baliho - (Wehrheim) - Gareth), Menzelsbogen (Menhzeim - Kaiserliche Pfalz Donnerschalck), Kornstraße (zwische R II und Auen); Fluss Pandlaril zwischen Baliho und Trallop
Helden: Isegrein der Alte (sagenhafter König im Norden), Golderheld (mystischer Stammvater der Familie Binsböckel), Avon Nordfalk von Moosgrund (ehedem Burggraf von Baliho)
Talismane: Pandlarilstränen der Grafenkrone (eisige Tränen)
Besonderheiten: Blauer Turm, Fallinger Linde, Golderhelds Steige, Rahjas Heilige Herde, Sokramors Klaue

GEOGRAPHISCHES

Die Grafschaft Baliho ist der älteste besiedelte Teil des Herzogtums, denn hier gründete Isegrein der Wanderer vor mehr als 1.500 Jahren das Königreich Baliho. Folgerichtig sind seine Grenzen nur teilweise natürlichen Ursprungs, die meisten folgen zwar Landmarken wie Flüssen und Bergen, wurden im Laufe der wechselvollen Geschichte aber an, von Menschen gemachte Wege und Marken angepasst. So trennt die Reichsstraße II Baliho im Westen von Bärwalde, ehe das Grünwasser (isd.: Awadir = Waldfluss) diese Aufgabe übernimmt. Im Norden ist es zunächst das Braunwasser (isd. Morlasîl = schnell grabender Fluss) die Grenze zwischen Baliho und Sichelwacht , ehe diesie im dicht bewaldeten Vorsichelland und dem angrenzenden Hochgebirge von alten und von ihren Baronen eifersüchtig bewachten Grenzsteine markiert wird. Unstrittig und weithin sichtbar bildet die Schwarze Sichel im Osten die Grenze von Grafschaft und Herzogtum zugleich. Im Süden hingegen folgt die Grenzlinie ganz einer von Menschenhand gemachten Ordnung, die in den Jahren, da sich jenseits davon die umkämpfte Wildermark erstreckte, mit eiserner Hand verteidigt wurde.

Die Grafschaft Baliho hat mehrere Gesichter. Die bekannten Weidegründe sind nur eine Facette in einer Region, die mehreren prägenden Einflüssen unterliegt. Dennoch beginnen wir just mit den Landschaften, die die Grafschaft reich und über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Zum einen wäre das die Menzheimer Au, die sich – wie der Name schon sagt – rund um das Landstädtchen Menzheim in der gleichnamigen Baronie, sowie teilweise über die Baronien Gräflich Espen, Teichenberg und die Stadtmark Baliho erstreckt. Der Name Au ist hier ein wenig irreführend, denn einen namhaften Fluss und mithin eine klassische Auenlandschaft gibt es in der Menzheimer Au nicht. Stattdessen ist sie von sanften Hügeln durchzogen und bestanden von zahlreichen kleinen und größeren Wäldern, die meist uralte Überbleibsel des alten Mittwaldes sind, der sich in Altvorderer Zeit hier erstreckt hat. Allerlei Bäche und Bächlein durchziehen die fruchtbare Landschaft, die vornehmlich aus Weiden und Ackerland besteht.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Ebene von Vana, die jedoch weit flacher daherkommt. Nur kleinere Wäldchen durchbrechen hier die fruchtbare Ebene, in der sich fette Weiden mit ertragreichen Äckern und Hainen aus Obst- und Walnußbäumen abwechseln. Die Ebene von Vana ist eine liebliche Landschaft, deren Name dem Elfischen entliehen ist. Die reichen Baronien Parainenstein und Bollinger Heide liegen ganz oder zum größten Teil in ihr.
Zusammen bilden Menzheimer Au und Ebene von Vana das wohlhabende und wirtschaftlich bedeutsame Herz der Grafschaft. Die Menschen leben zahlreich hier und sie siedeln in kleinen Städtchen wie Menzheim und Auen, vornehmlich aber in zahllosen Dörfern, Weilern oder Gusthöfen, die sich wie ein Flickenteppich übers Land legen. Verglichen mit anderen Landstrichen Weidens ist das Leben hier sicher und bequem. Verglichen mit anderen Landstrichen des Reiches ist es jedoch nicht gänzlich ohne Gefahr, denn mysteriöse Orte und ungezähmte Natur liegen nahe und weder Ork, Goblin noch marodierende Söldner, schaurige Spukgestalten, launische Feenwesen noch unberechenbare Elfen sind den Menschen hier fremd. Das Leben außerhalb der eigenen vier Wände hält noch immer ein gewisses Maß an Gefahr bereit und so sind die Menschen hier, allem Wohlstand zum Trotz, wehrhaft und wachsam.

Weit stärker von den Launen der Natur geprägt sind die Pandlarilsauen im Westen der Grafschaft. Sie nehmen ihren Anfang an den Ufern des Grünwassers, das sich erst vor den Toren der Stadt Baliho mit dem Rotwasser zum Pandlaril vereinigt. Entlang des Grünwassers ist die Auenlandschaft dann auch vornehmlich von den Ausläufern des Bärnwaldes geprägt und weist einen waldartigen Charakter auf. Die wenigen Seitenarme des Flüsschens durchziehen uraltes Waldland, das sie stellenweise zu einem undurchdringlichen Urwald formen, dessen Grund sumpfig und dessen Bäume von Farnen, Moosen und Schlingpflanzen überwuchert sind. Menschen verirren sich nur selten hierher, denn es heißt, Pandlarils Gefolge liebe die Auen des Awadir.
Nördlich von Baliho nehmen dann die tatsächlichen Pandlarilsauen ihren Anfang und in diesen lässt sich die ordnende Hand des Menschen allenthalben erkennen. Alljährlich werden alte Treidelpfade gesichert und wo das Hochwasser sie zerstört hat, neue angelegt. Dörfer und einzelne Güter liegen – meist in Gestalt von Pfahlbauhäusern – an den nun zahlreichen Alt- und Nebenarmen des Flusses und wirtschaften mit dem, was sie ihm abtrotzen können. Vornehmlich ist dies Fisch, mancherorts werden aber auch schmackhafte Flusskrebse gezüchtet und an wenigen Stellen sogar Flussperlen. Und natürlich verläuft die wichtige Reichsstraße II in Sichtweise des Flusses. Doch auch an diese muss nach besonders heftigen Pandlarilshochwässern regelmäßig Hand angelegt werden. Denn die Pandlarilsauen sind eine urwüchsige Landschaft, die der Mensch immer nur teil und zeitweise zu zähmen vermag. Nach jedem Hochwasser wandelt sie ihr Gesicht und es gibt Bereiche, die sich dem Menschen gar ganz entziehen. Uralte Bäume wie trügerischer Grund prägen das Gesicht solcher Landstriche, denen häufig eine mystische Bedeutung anhängt und sie sich doch in Sichtweite der ganz und gar vom Menschen beherrschten Stadt Baliho befinden können. Die Stadtmark Baliho ist von dieser Landschaft geprägt und noch stärker die Baronie Padlaril, deren Wappen – als Sinnbild des Flusses – eine Drachenschlange im Wappen trägt.

Im allgemeinen weit weniger mit der Grafschaft Baliho assoziiert und dennoch untrennbar mit ihr verbunden ist die Schwarze Sichel und vor allem das Sichelvorland. Schon unweit der Stadt Baliho schieben sich die ersten Hügel des Vorgebirges aus dem fetten Weidegrund und formen in den Baronien Gräflich Espen, Rotenwasser und teilweise auch in Kornfelden das schroff und hoch aufragende Vorgebirge namens Sokramurs Klaue. Zwischen diesem Vorgebirge und der eigentlichen Schwarzen Sichel erstrecken sich Bergwälder, Täler und schroffe Gipfel. Das Leben hier ist hart und gefährlich. Die Menschen der Baronien Böckelsdorf und Kornfelden müssen der Natur alles, was die zum Leben brauchen in mühsamer Arbeit abtrotzen und stehen ihren Standesgenossen in der Sichelwacht darum bisweilen weit näher, als denen im Süden und Westen der eigenen Grafschaft.
Etwas allmählicher geht die liebliche Landschaft der Ebene von Vana im Süden in die Schwarze Sichel über und bereitet den Reisenden mit der ausgedehnten Bollinger Heide in der gleichnamigen Baronie förmlich auf die im Anschluss wildere Landschaft vor. Tiefe Wälder rahmen das Hochgebirge ein und die Menschen in Kornfelden, Rotenwasser, Kaiserlich Sichelgau und Gräflich Zippeldinge leben vornehmlich von dem, was sie dem Wald abtrotzen. Dörfer sind hier selten, Wehrtürme – häufig uralten Datums – und bisweilen auch kleine Burgen eine Lebensnotwendigkeit, denn Feinde sind hier allgegenwärtig. Besonders deutlich wird dies in Gräflich Zippeldinge, der Baronie im äußersten Süden der Grafschaft. Hier sahen sich die Menschen sogar gezwungen, weite Teile des Landes den dort so zahlreichen und kampfstarken Goblins zu überlassen. Doch Goblins sind nicht die einzige Bedrohung, denn jenseits der Gipfel liegen die Verlorenen Lande mit ihren teilweise unaussprechliche Gefahren, die immer wieder in die Grafschaft eindringen. Besonders stark geschieht dies auf Höhe der Baronie Böckelsdorf, die teilweise gar von transysilischen Truppen besetzt ist.
Dennoch ist die Schwarze Sichel auch für die Grafschaft, ja das ganze Herzogtum von großer Bedeutung, denn es gibt einige bekannte und weniger bekannte Pässe hinüber nach Torbrien. Und so tun sich allen voran die Balihoer Adligen ungemein schwer damit, dass es ihnen bislang nicht gelungen ist, ihre Herrschaft in diesem Gebirge zu festigen. Dies vor allem auch, weil in Kaiserlich Sichelgau die Kriegsfeste der Kaiserin des Mittelreichs steht. Eine Ehre, der man sich in Weiden und vor allem Baliho nur allzu bewusst ist.

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