| Voller Name: | Arx Madargentea (bosp. Kunstwort: Mondsilberner Schutzort) |
| Art: | Hesindetempel |
| Ort: | Stadt Moorgrund |
| Tempelvorsteher: | Hoher Lehrmeister Parinor Goldquell |
| Geweihte: | 5 geweihte Draconiter, 2 Novizen (dazu 1 arkaner Draconiter und 2 Bedienstete) |
| Besonderheiten: | Der Hort wurde auf einer Kraftlinie (dem mächtigen Hexenband) errichtet. Sein Zentrum bildet eine Hesindestatuette aus den Magierkriegen, deren Funktion bis heute nicht entschlüsselt ist. |
Bedeutung
Der Arx Madargentea (bosp.: Mondsilberner Schutzort) ist der südlichste Hort der Kongregation Nordlande und somit ein Tochterhort des Telki Elutarkis zu Festum. Kirchenpolitisch bildet er als Hesindetempel die Brücke zwischen den Zirkeln Binahs und Argelions.
Unmittelbar nach der Entstehung der Wüstenei und mit Bekanntwerden der Vorgänge um den Sphärenschänder, wurde von hier aus das Wirken des Sacer Ordo Draconis in Weiden koordiniert.
Der kleine Hort Moosgrund bleibt wegen seiner geheimnisvollen Statue, dem Hexenband (und weil er durch die Magisterin der Magister persönlich eingerichtet wurde) einer der prominentesten Tempel und Horte der Region und ist ein häufig angelaufenes Pilgerziel von Eingeweihten.
Umgebung und Gebäude
„Wehrhaft würde ich das Gebäude nun nicht gerade nennen. Ja, es mag der Frouwe Hesinde heilig sein, aber ob die Schwarzpelze das auch anerkennen werden, kann wohl auch nur jene Göttin beantworten.”
—Ferling Bärngrimm von Donnersfold, Ritter der Göttin im Moosgrunder Rondratempel Leuinstolz.
Verlässt man den Burghügel der Feste Moosgrund, den Rieshügel, auf der südlichen Seite, so fällt ein kleiner Tempel auf, der bis fast in den Pandlaril gebaut wurde und der sehr liebfeldisch anmutet.
Dennoch passt er gut in die Gegend, denn das hexagonale Gebäude, welches von einem kleinen Turm in der Mitte gekrönt wird, ist aus dem dunklen Sandstein der Gegend gebaut und hat sich in den letzten Jahren mit einer dicken, grünen Schicht des unvermeidlichen Nordlandmooses überzogen, welches durch die eingestreuten Blüten des Goldenen Maidenhaars immer wieder von goldgelben Punkten unterbrochen wird.
Nur die lang gezogenen Fenster des Tempels blitzen in der Sonne sowie die goldene Verbrämung des Schlangenbanners, welches an seinem höchsten Punkte im Wind weht.
Daneben erhebt sich ein recht neues Fachwerkhaus im typischen Weidender Spitzgiebelstil, das nach den Wirren des Dritten Orkensturms errichtet wurde und nun alle Dinge des täglichen Lebens der Draconiter beherbergt.
Der Tempel
1 - Rundgang
Der Moosgrunder Hesindetempel wird von einem Rundgang umgeben, der sich auf sechs, mit einem Schuppenmuster verzierte Säulen stützt und der durch ein Kreuzgratgewölbe überbaut ist, dessen Streben als Schlangen ausgeführt sind.
2 - Die Vorhalle
Durch eine zweiflüglige Türe, die mit kunstvollen, fein geschmiedeten Eisenbändern in Form von Ulmenästen verstärkt ist, gelangt der Besucher in die Vorhalle, die direkt in die kreisrunde Tempelhalle führt.
Die Wände der Vorhalle sind mit zwei großen Gobelins verhängt, von denen der eine Hesinde mit dem Menschenschüler zeigt und der andere den Drachen Naclador vor dem Tempel der Wahrheit. Diese Gobelins sind Geschenke des vormaligen Barons von Moosgrund, Avon Nordfalk, und seiner Gemahlin. Zwei Türen führen in den eher säkularen Teil des Tempels, der die Amtsräume und die Bibliothek beherbergt. Die Rechte zum Amtszimmer des Präzeptoren zeigt den Erzheiligen Argelion und die Linke, die zu einem Arbeitszimmer führt, zeigt den Erzheiligen Cereborn. Zwei lebensgroße, fein bemalte Holzstatuen aus der Werkstatt des Brachfelder Meisterschnitzers Torben Traviatreu, die neben dem Portal aufgestellt sind, stellen die Erzheilige Canyzeth und die Heilige Ancilla dar.
3 - Das Heiligtum
Der Felsen mit der Mondsilberstatuette der Herrin Hesinde bildet das Zentrum des Tempels und ist zugleich der Hochaltar des Tempels. Über dem Felsen erhebt sich eine acht Schritt hohe Spitzkuppel, die auf allen sechs Seiten von Fenstern durchbrochen wird. Am Tag fällt durch drei Bergkristallfenster das Tageslicht direkt auf die Statuette, die das Licht in vielfarbigen Strahlen in den Raum reflektiert. Zu Füßen des Felsen ist eine kleine Schlangengrube angelegt, in der sich die sechs Smaragdnattern des Tempels tummeln. Rechts und links neben der Statuette sind kleinere Opferaltäre (als Triptychen ausgeführt) aufgestellt. Und dahinter befindet sich die wohl versteckte Falltüre, die den Zugang zu den Moosgrunder Bleikammern bildet.
Zugang zur Bleikammer
Der Zugang zur Moosgrunder Bleikammer ist sowohl durch zwergische Mechanik aus den Finsterkammbingen Bergkönig Garbalons, als auch durch einige ungewöhnliche Zaubersprüche geschützt. Beides zeigt, dass Präzeptor Parinor sowohl gute Kontakte hat, als auch, dass er seine Aufgaben außerordentlich ernst nimmt.
Bleikammer
Die Bleikammer ist eigentlich eine Folge von Kavernen unter dem Burgfelsen. Nur wenig ließ der Präzeptor hier verändern, so dass die natürliche Form der Höhlen weitestgehend gewahrt blieb. Zwei große Gwen Petryl-Steine erhellen den eigentümlichen Raum mit seinen glatten und schimmernden Wänden. Und trotz der Nähe zum Fluss ist die Luft trocken und kühl. So reihen sich hier einige Regale und Schränkchen an den Wänden entlang und stehen einige Truhen und Vitrinen in der Mitte des Raumes, sowie ein Schreibpult, auf dem eine Inventarsliste und einiges an gelehrtem Handwerkszeug zu finden ist. Teile der Bleikammern von Ancillaruh sowie Schätze aus dem Nachtschattensturm haben hier ihre neue Ruhestätte gefunden – und harren teilweise noch einer genaueren Anaylse.
4 - Das Amtszimmer Präzeptor Goldquells
Im Gegensatz zu Parinors ausschweifender Redseligkeit ist dieser Raum stets aufgeräumt und präsentabel. Auf diversen Regalen stehen kleinere Statuetten und Artefakte herum, die belegen, dass Goldquell ein überragender Kenner der Mythologien der Völker Aventuriens ist.
5 - Die Bibliothek
Die Bibliothek zu Moosgrund begann mit zwei Büchern, den Annalen des Götteralters und dem Buch der Weisheit, doch haben Parinor und seine Draconiter mittlerweile etliche Folianten zusammengetragen und das Regal umfasst drei komplette Wände bis unter die Decke. Die Bibliothek hat keine Türen, sondern ist durch die beiden Arbeitszimmer frei zugänglich, so dass man unter einem Rundbogen, den die Regale mit vollziehen, mitten hinein tritt in die gelehrsame Stube. Dass die Bibliothek zugleich auch das Skriptorium ist, scheint hier niemanden zu stören, eher im Gegenteil. So finden sich hier auch viele Utensilien zum Schreiben und Illuminieren von Büchern sowie für das Restaurieren alter Schriftstücke.
6 - Arbeitszimmer
Der Raum wird zumeist von der Propräzeptorin und den Novizen genutzt, die hier des Häufigeren beim Lernen anzutreffen sind. So wirkt der Raum etwas verspielt und gemütlich, eher wie die Kajüte eines Schiffes, voll gestellt mit Dingen, die den Geweihten wertvoll sind und ist eine wahre Fundgrube für den Völkerkundler.
Das Cottidianum
Das Wohn- und Arbeitshaus, dessen schwere Holztüre mit einem soliden Messingklopfer in Form eines Ourobouros versehen ist, wird von den Draconitern Cottidianum, das Alltägliche, genannt. Das zweistöckige, helle und recht geräumige Haus beinhaltet mehrere einfache Schlafzimmer, die entsprechend des Geschmacks der Bewohner eingerichtet sind, eine große Küche, den Gemeinschaftsraum (man könnte sagen die gute Stube) mit einem großen Kamin und vielen Kerzenleuchtern, Gästequartiere, Lagerräume sowie zwei kleine Werkstätten, die in einem angebauten Schuppen untergebracht sind. Eine davon ist ganz aus Stein errichtet und enthält ein solide ausgestattetes Alchimistenlabor.