Heldentrutz

Die Heldentrutz für den eiligen Leser

Herrscher: Emmeran von Löwenhaupt
Wappen: Auf Grün ein silberner Gestechhelm
Einwohner: 12.500
Sitz des Grafen: Festung Reichsend in Reichsend
Wichtige Orte: Nordhag, Reichsend, Ulmenau
Tempel: Rondra, Travia, Peraine, Firun, Ingerimm, Phex, Boron, Praios, Efferd
Garnison: Zwei Dutzend Ritter der Wacht samt ihrem Gefolge auf Burg Reichsend und den Türmen der Finsterwacht.
Zwei Banner Heldentrutzer Bergschützen
Landschaften: Finsterkamm, Schwarzkuppen, Blautann
Wege: Norrnstieg (Greifenfurt-Radbruch-Nordhag-Lowangen), Alter Weg (Trallop-Altenfurten-Nordhag), Alte Straße (Anderath-Rhodenstein-Nordhag), Hagweg (Nordhag-Ulmenau-Weidenhag-Dergelstein), Trutzweg (Reichsend-Wolfspfort-Nordhag)
Helden: In der jungen Geschichte der eigenständigen Grafschaft gab es noch keine überragenden Helden. Daher werden hier die Lokalen Helden, die Helden Bärwaldes und natürlich die ganz Weidens verehrt.
Talismane: Erlgards Drachenschild,
Besonderheiten: Ruine der Acheburg, die Angel der Eule, Alte Klamm, Blautann, Hohe Klamm, der Leu, Trollnase

Schwer getroffen von den ständigen Angriffen der Schwarzpelze, besonders dem letzten Orkensturm liegt die Grafschaft Heldentrutz ganz im Westen der Mittnacht.

Das Leben hier ist hart und entbehrungsreich. Nicht erst seit dem letzten Orkensturm aber seit diesem fast ausschließlich sind alle Siedlungen wehrhaft und können sich wenigstens eine Zeitlang gegen eine nicht so große Horde von Schwarzpelzen behaupten. Aus diesem Grund gibt es auch nur eine kleine überschaubare Anzahl von einzelnen Gehöften und Waldbauern da ein einzelner Bauer mit seiner Familie noch viel geringere Chancen hat gegen einen Schwarpelz zu bestehen als mehrere. Die so entstandenen Weiler und wenigen Dörfer haben meistens allerdings nur eine bescheidene Größe erreicht.
So ist ein besonderer Schlag Menschen entstanden. Es ist nicht viel Platz für Schwäche und Schöngeister in der Trutz. Neben der beständigen Bedrohung durch den Ork lauern viele andere Gefahren und Entbehrungen die viele vorzeitig den Weg über das Nirgendmeer gehen lassen. Wo es in der ganzen Mittnacht schon üblich ist das ein Bauer nie unbewaffnet auf seinem Feld arbeitet, so sind die Waffen der Bauern in der Heldentrutz dazu auch immer noch sorgfältig geschärft. Derjenige der sie dann benutzt ist dazu auch noch um einiges geübter darin als vielleicht ein Bauer aus Baliho.
Doch natürlich bleibt er ein Bauer oder Handwerker und kann nur mit viel Glück einen Kampf gegen einen Schwarzpelz gewinnen. Genauso wie überall im Mittelreich ist das aber auch gar nicht seine Aufgabe sondern die des Adels. Wo es in anderen Gegenden vielleicht nur noch aus Tradition so gehandhabt wird und ein Ritter in Garetien ein Turnier als spaßigen Zeitvertreib sieht ist es in der Heldentrutz gänzlich anders aus. Hier ist es nicht aus Büchern gelernte Tradition sondern Tatsache das man seine Bauern schützen muss.

Es wird wohl keinen Adeligen in der ganzen Grafschaft geben der nicht schon einmal seine Waffe schwingen musste, meistens in Unterzahl, um einen Feind zu besiegen der seine Ländereien und Schutzbefohlenen brandschatzen und ermorden wollte oder gerade dabei war. Es ist die Natur der Sache das es so auch unter dem Adel der Grafschaft einen beständigen und großen Blutzoll gibt. Viele Geschlechter sterben schnell wieder aus, da ihre Mitglieder zu früh der Tod ereilt. Es gibt nur sehr wenige Geschlechter die sich über eine lange Zeit halten können und genug Köpfe hervorbringen um diese Verluste auf Dauer tragen zu können. Das mag auch der Grund dafür sein das es in der Heldentrutz noch früher als anderswo das Bestreben ist schnellstmöglich dafür zu Sorgen das die Familie fortbesteht.
Immer wieder gibt es dabei Familien die aufsteigen, gar bis in den Hochadel und eine Baronie ihr eigen nennen dürfen. Nirgendwo sonst ist die Chance wohl so groß das eine Familie in wenigen Generationen von einem kleinen Rittergeschlecht ohne Lehen bis zu den Herrschern über eine Baronie aufsteigt. Natürlich nicht nur durch die Tatsache das alle anderen um sie herum sterben sondern auch durch die Fähigkeiten die sie haben und die durch diese harte Auslese vorhanden sind.
Doch auch immer wieder stürzen diese Familien dann auch wieder schnell ab oder sterben gar aus. Die Familien von der Tann und Graugenwerl mögen aktuelle Beispiele sein für hohen Aufstieg und tiefen Fall.

Aktuell muss man sicherlich die Familie von Leufels und von Finsterkamm nennen die einen Anlauf genommen haben und aufgestiegen sind. Erstere dadurch das sie in kurzer Zeit von einem kleinem Rittergeschlecht zum Baron von Dergelquell geworden sind. Letztere dadurch das sie nach vielen Jahren am Rande des Abgrundes vor kurzem wieder die Baronie Nordhag für sich gewinnen konnten.

Ganze 5 Familien gibt es in der Grafschaft die ihre Geschichte und Existenz bis zur Zeit der Anfänge der Mittnacht zurückverfolgen können.
Zum einen wären da die drei Familien Böcklin, Schnewlin und Fälklin. Ursprünglich einmal durch Olat dem Bogner die Herren der ganzen Gegend haben sie es geschafft bis in die heutige Zeit zu überleben. Trotz aller Orkenstürme, Schwarzpelzangriffe und Bemühungen sich gegenseitig umzubringen. Auch wenn zur Zeit lediglich die Familie Böcklin einen Baron stellt, droht keiner der Familien das aussterben. Die Familie Schnewlin ist sogar, auch außerhalb der Grafschaft, hoch angesehen. Etwas was man über die Familien Böcklin und Fälklin, jede aus anderem Grund, nicht unbedingt sagen kann.
Wo diese drei Geschlechter eigentlich nur innerhalb der Grafschaft eine Rolle spielen sind auch die Stammsitze der Familien Hohenstein und Weißenstein in der Grafschaft vertreten. Beide Familien sind sehr alt, eng mit dem Herzogenhaus verbunden und man kann bei Ihnen schon fast von Reichsweiter Bedeutung sprechen. Zu mindestens aber in der ganzen Mittnacht und den angrenzenden Provinzen kennt jeder die Namen dieser beiden Geschlechter.