1. Die Herzöglichen Garden und der Heerbann Weidens

Die Herzogin Walpurga von Löwenhaupt ist die oberste Heerführerin Weidens und Bannerherrin des Herzogtums. Das heißt, alle Heerhaufen und Truppen ziehen in Kriegsfalle unter ihrem Banner, dem erhobenen weißen Bären in Frontalansicht auf grünem Grund - dies ist das Kriegswappen des Herzogtums, im Gegensatz dazu der seitliche Bär als Friedenswappen.
Ihr Vertreter ist der Heermeister des Bären, also der Herzogliche Marschall, der in Weiden auch Soldgraf genannt wird. Dieses Amt hat Landritter Linnart von Ruckenau inne. Der Soldgraf führt auch das Ritterregiment der Rundhelme in die Schlacht.
Derzeit unterstehen Herzogin Walpurga von Löwenhaupt folgende Gardetruppenm, damit sind in diesem Falle stehende Truppen gemeint:

—gut drei Dutzend Ritter des Bären samt deren Gefolge auf der Bärenburg
Die Ritter des Bären sind allesamt Ritter von Stand und adligem Geblüt. Nicht alle von ihnen leben ständig auf der Bärenburg, sondern einige haben Häuser in der Stadt oder kleine Landgüter in der Stadtmark, wo sie mit ihren Familien leben.
Zu den Rittern des Bären werden auch die herrschaftlichen Knappen gezählt, die am Herzogenhofe ausgebildet werden wie seinerzeit Kaiserin Rohaja und ihre Schwester Yppolita.
Der Sprecher der Ritter des Bären - also der Erste unter Gleichen und damit gerne auch der 'Erste Ritter' genannt - ist traditionell, aber nicht zwangsläufig, der Herzogliche Fechtmeister als leuchtendes Beispiel der Weidener Rittertugenden.

—3 Schwadrone Herzoglich-Weidener Lanzenreiter Rundhelme [Schwere Reiterei]
Die Rundhelme sind das älteste Ritterregiment des Mittelreichs. Der traditionsreiche Heerhaufen wurde 29 v. BF von Herzog Galdur von Horasia begründet. Eine Unterbrechung der ruhmreichen Geschichte gab es, als die letzten Rundhelme gemeinsam mit Herzogin Odila von Weiden im Jahre 601 BF im Kampf gegen die Horden des Ersten Orkensturms fielen. Erst Herzogin Adilgunde von Löwenhaupt hob erneut die Rundhelme aus, die seitdem wieder unter dem Bärenbanner der Weidener Herzöge ausziehen. Seitdem haben die Rundhelme in vielen Schlachten in Weiden und zuweilen auch darüber hinaus gekämpft und dabei großen Ruhm geerntet. Die Rundhelme setzen sich zumeist aus landlosen Rittern, Zweit- oder Drittgeborenen aus angesehenen Adelsfamilien oder Recken, die sich bei der Ausbildung in einer Akademie - vornehmlich der Balihoer Akademie Schild und Schwert - hervorgetan haben, zusammen.
Zwei Schwadrone ("Herzog Galdur" und "Sancta Odila") sind fest in Trallop stationiert und werden von der Herzogin zur Erfüllung ihrer Aufgaben ausgeschickt. Die dritte Schwadron ("Herzog Waldemar") ist über das Herzogtum verteilt. Es befindet sich je eine Lanze auf den Cron-Festen Reichsend, Dragentodt und Mandelihr und je eine in Rudein und Menzheim.
Ihr Bannerherr ist Linnart von Ruckenau, der Soldgraf Weidens.

—5 Banner Herzoglich-Weidener Pikeniere Grünröcke [Schwere Fußtruppen]
Die Grünröcke sind am ehesten das, was man als Gardetruppe bezeichnen würde. Die einstigen Pikeniere - heute tragen sie im Tagesgeschäft hauptsächlich Partisanen oder Hellebarden, die Piken werden nur dann aus den Waffenkammern geholt, wenn die Grünröcke als Ganzes kämpfen. Der Heerhaufen gliedert sich in fünf Bannern, von denen zwei in Trallop stationiert sind. Das erste Banner "Windsturm" ist auf der Bärenburg eingesetzt und dient auch als Leibgarde der Herzogenfamilie, wohingegen das zweite Banner "Finsterblitz" in der Alten Veste seinen Dienst verrichtet. Der "Finsterblitz" wird von dort auch immer als erstes in voller Stärke oder rottenweise losgeschickt falls Probleme im Herzogtum auftauchen bei denen die Herzogin mit stählerner Faust eingreifen will.
Das dritte und vierte Banner "Schallgrean" und "Angwarding" sind auf den herzoglichen Cronfesten Mandelihr und Dragentodt stationiert. Zwei Rotten vom Banner "Schallgrean" sind dabei in Rathila und zwei Rotten vom Banner "Angwarding" auf Burg Dornstein in Herzogliche Dornstein stationiert.
Das fünfte Banner "Orkenhart" steht auf der Cronfeste Reichsend, wobei 2 Rotten dieses Banners auf Burg Hohenstein stationiert sind.
Bannerherr der Grünröcke ist Kerling von Löwenhaupt, zugleich Schildgraf des Herzogtums.

—2 Schlachtreihen Herzoglich-Weidener Spießlinge Sichelgarde [Leichte Fußtruppen]
Dieser Heerhaufen wurde im Phex 1022 BF nach dem verheerenden Ysilia-Feldzug und den sich daran anschließenden Zweiten Weidener Unruhen aufgestellt. Die Sichelgarde ist für die Durchsetzung der Ordnung in der Grafschaft Sichelwacht, den Schutz des Sichelstiegs und das Geleit von Zügen in das freie Tobrien verantwortlich. Das Gros des Heerhaufens ist in Salthel und auf dem Sichelstieg untergebracht; kleinere Lager sind aber in der ganzen Sichelwacht verteilt und ein größeres Feldlager befindet sich an der tobrischen Feste Kleinwardstein. Heermeisterin der Sichel und zugleich Bannerherrin der Spießlinge ist Erdlinde von Hollerieth.

—Weidener Finsterwacht Im Ingerimm 1026 BF nach Beschluss durch Reichsregentin Emer ni Bennain durch Herzogin Walpurga von Weiden wieder neu gegründetes Wachtbündnis. Die Finsterwacht hat viele ereignisreiche Götterläufe seit seiner Neugründung gesehen. Zur Zeit besteht sie aus kaum einem halben Dutzend Rittern sowie gut doppelt so vielen Knappen und deren Gefolge. Der größte Teil der Finsterwachttürme ist mit Heldentrutzer Bergschützen besetzt.
Bannerherr: Wachtgraf und Cronrat Halgan von Hirschenborn

—2 Rotten Brückengräfliche Söldlinge an der Langen Brücke in der Herzogenstadt Trallop. Ihr Banner zeigt ein silbernes Neunauge auf Blau über einer Brücke.
Bannerherrin: Edle Rauhilde von Schmiedegrimm, Herzogliche Brückengräfin

—7 Rotten Scharwächter der Herzogenstadt Trallop
Die Scharwächter, andernorts Stadtgarde genannt, der Herzogenstadt fechten unter dem Banner mit dem Wappen der Stadt Trallop. Eine Rotte stellt die Nachts durch die Gassen ziehenden Nachtwächter. Je eine Rotte stellt die Torwächter an den beiden Außentoren der Stadt. Die restlichen 4 Rotten sind verteilt auf die vier Stadtteile von Trallop.
Bannerherr: Stadtmeister Tannfried von Binsböckel zu Trallop, Herzoglicher Zinsgraf

Herzoglicher Geschossmeister: Garalm Sohn des Gillim befehligt eine zwei Dutzend Mann starke Geschützmannschaft auf Ingramms Löwenturm mit mehreren wieder in Stand gesetzten Rotzen und Aalen.

—4 Banner Zunftschützen der Stadt Trallop. Jedes Stadtviertel von Trallop rekrutiert aus seinen Einwohnern ein Banner Schützen. Jedem Banner ist ein fester Teil der Mauern Trallops zugewiesen, welches sie zu besetzen haben. Die Größe der Banner variert dabei je nach Einwohnerzahl der Viertel. Ein wechselnder Stamm aus Männern und Frauen übt sich dabei regelmäßig und stellt quasi die erste Reihe der Schützen. Sie haben ihre Waffen zu Hause und können so schnell die Mauern besetzen. Dies ist nötig da Trallop über immens lange Mauerabschnitte verfügt und es so kaum möglich wäre schnell einen bestimmten Abschnitt zu besetzen. Diejenigen Zunftschützen die nicht gerade zum Stamm gehören, aber ihre Stadt natürlich auch verteidigen wollen, begeben sich im Ernstfall dann zunächst zum Zunfthaus bekommen dort eingelagerte Waffen ausgehändigt und folgen dann der ersten Reihe.
Kommandiert werden die Schützen von Schützengräfin Cassandra von Brachfelde

—etwa 20 Ritter der Bärenpratze
Die Bärenpratze ist kein eigenständiger Heerhaufen, sondern wird bei Bedarf aus den Rundhelmen zusammengestellt. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Zinsgraf die Rundreise durch die Herzoglichen Allodien unternimmt, um die Steuern einzutreiben.
Bannerherr: Zinsgraf Tannfried von Binsböckel

Insgesamt gilt es zu bemerken, dass die Rundhelme immer unter dem Bärenbanner ziehen, die Grünröcke aber unter den Banner der Löwenhaupts, weswegen ihr Bannerherr immer aus dieser Familie stammt und als Schildgraf Weidens auch für die Verteidigung aller provinzherrlichen Güter verantwortlich ist.