Die Wächterinnen von Eliwagzâl
Morag Aschfäller und Gweness Schneidewind von Waldenmoor von der Westküste Aventuriens stammende Kriegerinnen, die dem Ruf Rondras nach Weiden folgten. Sie begründeten in Menzheim den Rondratempel, in dem sie sich auch bestatten ließen. Damals war Feuerbestattung unüblich und die beiden Schwestern ließen sich mumifizieren. Sie trugen die Breit- und Schwesterschwerter ‘Aschfäller’ und ‘Schneidewind’, kostbare Klingen, die noch immer auf den Sarkophagen liegen. Morag und Gwenness waren ungestüme Frauen, die vor allem die Sturm- und Gewitterbringende Rondra verehrten. Gemeinsam waren sie schier unüberwindlich und in Legenden heißt es, ihre Schwerter hätten im Gleichklang gesungen, wenn die beiden Schwestern Rücken an Rücken fochten.
Sie fielen durch eine List und – wie könnte es anders sein – weil ein Mann im Spiel war, der eine der Schwestern umgarnte, woraufhin die Zweiheit aufgelöst und ihre Unbesiegbarkeit gebrochen war.
Die Schwestern fochten ihren letzten Kampf getrennt voneinander, doch am selben Tag (1. Tsa). Im Tode wurden sie wieder vereint und in Menzheim geht die Mär, sie würden den Tempel noch im Tode als rachsüchtige Geister bewachen. Die beiden Schwestern werden im Süden Balihos als Tagesheilige der Rondra verehrt und zeigen sich bisweilen an ihrem Todestag.
Tatsächlich bewachen die beiden Tempelgründerinnen das Göttinnenhaus auch nach ihrem Tode. Bei Bedrohung manifestieren sie sich als Spuk, wie zuletzt anno 1031 BF, als die Machenschaften des Halbelfen Ancarion in Weiden für Unruhe sorgen (Weiden-Con 2009)
Die beiden Geistschwestern sind dann von durchscheinender Erscheinung, tragen unter archaischen Rüstungen altertümliche Kleidung sowie allerlei Schmuck mit den Abbildungen männlicher Löwen sowie geisterhafte Klingen, die denen auf den Sarkophagen ähneln. Beide haben üppige Löwenmähnen, die ihre Köpfe wild umwehen, gerade, als schreiten die beiden Geister durch einen Sturm, den außer ihnen niemand wahrnimmt.