| Grafschaft: | Bärwalde |
| Herrscher: | Lyssandra von Finsterborn |
| Wappen: | Auf Silber (Weiß) 4 blaue Wellenbalken |
| Einwohner: | 2100 (nach dem aktuellen Census von 1043) |
| Baronssitz: | Urkenfurt |
| Orte: | Urkenfurt, Schwarze Au, Urken, Oberwaldig |
| Tempel: | Therbûnitenkloster "Beonslob" in der Nähe von Urkenfurt, Travia-Tempel "Haus der Vereinenden" in Urken, Travia-Tempel "Herd der Großen Mutter" in Urkenfurt, Firun-Kapelle "Ärö-Wunder" in Oberwaldig, Perainekapelle auf Burg Urkenfurt, Tsa-Kapelle "Leben und Tod" am Zusammenfluss von Fialgralwa/Finsterbach und Bingenbach |
| Garnison: | 5 bis 10 Büttel der Baronin, Landwehr |
| Landschaft: | Größtenteils Weideland, einige Wälder, manche davon wild, Auenlandschaft, Heide im Norden |
| Wege: | Alter Weg, Urkenweg, Heckentritt, Urkenstieg |
| Besonderheiten: | Bruchscharfeld (trollische Mauerreste), Lange Klamm, Blautann |
• Lehnsherr:
Lyssandra von Finsterborn
• Wappen:

Urkentrutz führt ein Wappen welches den klassischen und traditionellen Ansprüchen der Weidener Heraldik folgt. Es besticht durch sein einfaches und klares Bild und verzichtet auf zu kleinteilige Details und unnötigen Zierrat.
Die 4 blauen Wellenbalken symbolisieren die 4 fließenden Gewässer der Baronie (Finsterbach/Fialgralwa, Krumme, Bingenbach und Eberbach), die das Leben in der Baronie bestimmen und sie fruchtbar machen. Ganz bewusst hat man sich dagegen entschieden im Wappen Bezug auf den Kampf gegen den Schwarzpelz zu nehmen, nachdem der Name der Baronie schon keine andere Deutung zulässt.
• Heraldische Farben:
Silber (Weiß) und Blau
• Einwohner:
2100 (nach dem Census von 1043)
• Hauptort:
Urkenfurt mit Burg Urkenfurt und einer steinernen Brücke neben der alten Furt, (ca. 450 Einwohner)
• Sitz des Lehsnsherrn:
Burg Urkenfurt
• Weitere Städte, Dörfer und Ansiedlungen:
Schwarze Au (250 Einwohner), Urken (200), Oberwaldig (190), Hollergrund (120), Jammerried (100), Kardenbrache (95), Queckingen (90), Natternhag (85) Wurznhofen (65) und diverse Weiler: Farnbrunn (35), Stegelsche (35)
• Landschaften und Regionen:
Größtenteils Weideland, Lange Klamm, Bärnwald im Süden, der "Hexenhain" genannte Teil des Blautanns im Nordwesten, kleiner Teil des Bôrghains im Nordosten, Eberhöhen dem Bärnwald vorgelagert, Bruchscharfeld mit womöglich "trollischen Mauerresten", Bingenbacher Lohe, Eibenhain am Auerbach mit der Elfensiedlung Shiasala, die allerdings in der Baronie Pallingen liegt, Steinbrüche in der Langen Klamm, "Queckinger Heide" nordöstlich des Finsterbachs, durchzogen von der "Krumme". Ganz im Nordosten liegt ein Teil des Bôrghains innerhalb der Baroniegrenzen.
• Karte:

• Straßen und Gewässer:
Straßen: Urkenweg, Alter Weg, Heckentritt, Urkenstieg
Gewässer: Finsterbach (Fialgralwa), Krumme, Bingenbach, Eberbach, Auenbach
• Wichtige weitere Adlige und andere Personen:
Baronsfamilie und Junker der Schwarzen Au: Familie von Finsterborn, Ritterfamilie von Uhlredder, Ritterin Carissima von Binsböckl, Ritter Luthias von Spießling, Ritterin Gormla vom Blautann und Ritter Eberlieb von Wachtelfingen, Ritter Ludopoldt von Geißenbart
• Garnisonen:
Zwischen 5 und 10 Büttel der Baronin in Urkentrutz, Lanze der Ritterin, Lanzen der belehnten Ritter, Landwehr.
• Klöster, Tempel und Schreine:
Kloster "Beonslob" in der Nähe von Urkenfurt, Traviatempel "Haus der Vereinenden" in Urken, kleiner Traviatempel "Herd der Großen Mutter" in Urkenfurt, Perainekapelle auf Burg Urkenfurt mit Altären für Rondra und Tsa, Tsa-Kapelle "Leben und Tod" in der ehemaligen Marboklause am Zusammenfluss von Fialgralwa und Bingenbach, in Oberwaldig eine Firunkapelle "Äro-Wunder", in der besonders Ärö aus dem Gefolge Firuns verehrt wird, zahlreiche kleinere Schreine für Travia, Firun, Peraine, Boron und Aves in den Dörfern.
• Burgen:
Burg Urkenfurt mit Mauerring mit Türmen, Torturm, Haupthaus (Burgfried) und Nebengebäuden
• Helden und Heilige:
Einer Legende zufolge erschien der weiße Hirsch des Gottes Firun einst einem verirrten Geschwisterpaar im Wald und führte sie zu einer Jägerhütte. An der Stelle des „Ärö-Wunders“ wurde anschließend die Firun-Kapelle erbaut. Sie erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und so manches Jagdglück und sichere Heimkehr wird dem wunderbaren Wirken des weißen Hirschs zugeschrieben.
• Besondere Orte:
Bruchscharfeld ("trollische Mauerreste") in den Eberhöhen, Schwarze Au, Lange Klamm, Thêrbunitenkloster "Beonslob", Firun-Kapelle an der Stelle des "Ärö-Wunders" in Oberwaldig
• Talismane
-
Burgen, Güter, Dörfer und Weiler in der Baronie Urkentrutz
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkenturtz |
| Burgherr: | Baronin Lyssandra von Finsterborn |
| Art der Burg: | Höhenburg über dem Finsterbachtal |
| Bewohner: | Baronin Lyssandra von Finsterborn, Töchter Minerva und Eylin, Dienstritterpaar Oberon und Danja von Uhlredder |
| Tempel: | Burgkapelle, der Peraine geweiht mit Altären für Rondra und Tsa |
| Garnison: | Dienstritter: Oberon und Danje von Uhlredder und 6 Schildmaiden und Waffenknechte |
| Besonderheiten: | folgt |

Quelle: https://www.burgrekonstruktion.de
Das Lehen der Baronin mit seinen Ländereien rechts und links des Finsterbachs ist zentral in der Baronie Urkentrutz gelegen. Burg Urkenfurt ist eine Höhenburg an der ehemaligen Furt und heutigen Steinbrücke über den Fialgralwa beim gleichnamigen Ort. Das Lehen ist gekennzeichnet durch eine fruchtbare Landschaft im Zusammenflussgebiet von Finsterbach mit Bingenbach und Eberbach. Wiesen, Weiden, Felder, Auen und kleine Wäldchen prägen es. Unweit des Ortes und der Burg beginnt die Langen Klamm, mit dem Steinbruch, der zum Lehen gehört und einen Teil der Einkünfte der Baronin generiert. Der Urkentrutzer Tann versorgt die Baronin mit Bauholz.
Urkenfurt
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Herrschaft: | Baronin von Urkentrutz |
| Wappen: | |
| Einwohner: | 450 |
| Garnisonen: | Burgwachen, Lanze der Baronin, 6 Büttel der Baronin |
| Tempel: | Traviatempel "Herd der Großen Mutter", "Fialgralwa"-Schrein |
| Gasthöfe: | Weggasthof "Brückenwirt", Gasthof "Zur springenden Forelle", Schänke "Bei Zonzegg" |
| Wirtschaft: | Mühle am Fialgralwa, Flößer und Lastkahnführer, Fischer |
| Besonderheiten: | Steinbrücke, die Ortschaft liegt beidseits des Finsterbachs, der größere und ältere Teil firunseitig |
| Stimmung: | Urkenfurt ist ein beschaulicher Ort am Finsterbach, von dem viele der Bewohner direkt oder indirekt leben. |
Der Hauptort der Baronie hat etwa 450 Siedler und liegt zu beiden Seiten der Steinbrücke, die vor etwa 50 Götterläufen neben der ehemals genutzten Furt errichtet wurde. Der größere Teil des Ortes mit dem Dorfplatz, an dem sich er kleine Traviatempel befindet, liegt unterhalb des Burgberges auf dem die Burg Urkenfurt thront. Der kleinere und jüngere Siedlungsteil liegt auf der südlichen Flussseite.
An der Brücke auf Seiten der Burg liegt auch der Weggasthof "Brückenwirt". Es gibt noch einen weiteren Gasthof "Zur springenden Forelle" und die Schänke "Bei Zonzegg".
Flußaufwärts vor der Brücke ist eine Floßlände, wo vor allem im Frühjahr die Flosse vom Oberlauf des Fialgralwa anlegen und zerlegt werden. Außerdem finden sich hier auch eine Mühle und der Boronanger. Hinter der Brücke, flussabwärts befindet sich ein Anleger für die kleinen Lastboote, Plätten genannt, die Gebrauchsgüter und Lebensmittel flußabwärts bis Farnbrunn oder bis über die Baroniegrenze zum Rhodenstein transportieren.
Am Flussufer, nahe der Brücke, steht auch der "Fialgralwa"-Schrein.
Junker- unt Rittergüter

| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Horatio von Finsterborn (Bruder, Ritter und Vogt der Baronin) |
| Wappen: | geteiltes Wappen: oben Brunnen auf schwarzem Grund, unten Schwertarm auf weißem Grund |
| Einwohner: | 20 |
| Orte: | Schwarze Au, Urken |
| Tempel: | Travia-Tempel in Urken |
| Garnison: | Horatio von Finsterborn, Knappe, Waffenknechte, Lanze des Ritters |
| Landschaft: | Auwälder und Bingenbacher Lohe, Obstwiesen und Weiden |
| Wege: | Urkenweg, Urkenstieg Herzoglich Waldleuen |
| Besonderheiten: | großes Vorkommen der vierblättrigen Einbeere, die vermutlich dem Junkergut den Namen gab. |
Quelle: https://www.burgrekonstruktion.de/
Ihren Namen hat die Schwarze Au von der Auenlandschaft am Bingenbach, die von der dunklen Farbe der Rohrkolben, den schwarzen Stämmen der Trauer- und Boronsweiden an den Ufern und den Schwarzen Einbeeren, die man zuhauf finden kann, geprägt ist. Die Schwarze Au hat gute Böden, Weideland, Streuobstwiesen, die Bingenbacher Lohe mit Eichen, Erlen und Buchen entlang des Bingenbaches und Heidelandschaft in höheren Lagen Richtung Eberhöhen. Die Menschen betreiben Fischerei am Bingenbach. Die dort produzierten Marmeladen, Obstsäfte, Obstweine und Brände sind in ganz Urkentrutz und darüber hinaus bekannt und beliebt.
Rittergut Stegelsche
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Ontho von Uhlredder |
| Wappen: | Geteilt von Grün auf Silber, oben ein silberner Uhl mit ausgebreiteten Schwingen, unter den Schwingen und Körper stilisierte silberne Pfähle, unten in Silber fünf Lilien, drei über zwei |
| Einwohner: | Knapp über drei Dutzend |
| Orte: | Das Gut und ein paar kleine Einzelhöfe |
| Tempel: | keine |
| Garnison: | ein paar Waffenknechte/Schildmaiden |
| Landschaft: | Hügelige Landschaft mit vielen Wiesen und Weiden und ungewöhnlich vielen Feldholzinseln |
| Wege: | Keine ausgebauten Wege nur ein paar häufiger genutzte Wagenspuren. |
| Besonderheiten: | Text hierher |

Stegelsche ist das Gut von Ritter Ontho von Uhlredder. Die alteingesessene Ritterfamilie besitzt das Lehen am Rande des Bärwaldes inmitten einer hügeligen Landschaft mit Wiesen, Weiden und ein paar Äckern. Auffällig sind die vielen Feldholzinseln die die Gegend prägen. In fast allen davon befinden sich mindestens einer meistens aber mehrere Überhälter. In sehr vielen diesen Überhälter brüten Eulenvögel. Das Rittergut der Familie liegt versteckt innerhalb einer großen Feldholzinsel (auf dem Bild sind die umliegenden Bäume nicht eingezeichnet) und ist nur über einen schmalen Redder (Ein Redder ist ein Weg, der beidseitig von einer Hecke begrenzt wird) zu erreichen. Die Familie ist bekannt dafür Jagd mit Pfeil und Bogen, sowie dem Wurfspeer zu betreiben. Vor allem aber für die Falknerei mit Uhus, Eulen und Käuzen. Daher tragen sie auch den Uhl (die Eule) im Wappen. Entstanden ist die Familie vor gut 250 Jahren war aber vorher schon lange Zeit als Jagdmeister der Barone von Urkentrutz und Eulenzüchter bekannt.
Obwohl die Familie nie besonders reich war sind sämtliche Gebäude des Gutes in gutem Zustand. Neben dem zweistöckigen (plus Dachgeschoss) Hauptgebäude gibt es noch drei weitere Häuser im Inneren des Gutes. Zwei davon haben Reetdächer während das dritte kleinere, ebenso wie das Hauptgebäude mit Holzschindeln gedeckt ist. Die beiden Reetdachhäuser sind Stall, Scheune und Werkstatt und gleichzeitig Wohnhaus jeweils einer Freibauernfamilie. Das kleinere dritte Haus hat im Erdgeschoss eine kleine Werkstatt in der gejagtes Wild verarbeitet wird. Aufbrechen, aus dem Mantel hauen, zerlegen, gerben und alles weitere findet hier statt. Im Dachgeschoss wohnt eine weitere Freibauernfamilie. Im Haupthaus wohnt die Familie Uhlredder auf zwei Stockwerken. Unter dem Dach liegen ein paar Kammern von Bediensteten und Gefolge. Im steinernen Turm des Gutes finden sich die Vorratsräume des Gutes. Oben auf den steinernen Stockwerken (von denen es drei gibt) ist ein weiteres aus Fachwerk mit Holzschindeldach gesetzt worden. Hier befindet sich Falknerei für Eulenvögel der Familie Uhlredder. Sie ist der Grund warum die Familie, trotz geringer Größe und wenig Abgaben liefernden Bauern, genug Einkommen hat, um ihren Status als Ritterfamilie und der dafür notwendigen Ausrüstung aufrechtzuerhalten. Die Feldholzinsel ist sehr groß, wie ein kleiner Wald und die Bäume sind teilweise bereits sehr hoch und alt. Der Turm ist inzwischen, selbst mit draufgesetztem Fachwerkgeschoss, zu niedrig um Ausschau zu halten. Aus diesem Grund gibt es vom Fachwerkgeschoss des Turmes eine kleine Seilbrücke zu einer Plattform auf dem höchsten Überhälter der Feldholzinsel. Von dort aus kann der Türmer dann doch seiner Aufgabe nachgehen und die Umgebung beobachten. Umringt ist das Gut von einer hölzernen Palisade. Diese befindet sich allerdings in einem schlechten, fast löchrigen Zustand und ist zu kaum mehr als Markierung der Lage wo das Gut beginnt, bzw. die Feldholzinsel in der es liegt, und wo es aufhört. Lediglich ein halbes Dutzend Schritt links und rechts des Tores sind in einem wehrhaften Zustand. Ebenso wie das Tor selbst. Die Uhlredders verlassen sich heutzutage darauf, dsas die vielen Schlehen und Brombeeren, die zwischen die Bäume der Feldholzinsel wachsen, ihnen Schutz bieten. Es gibt einen äußeren Ring der direkt am hinter dem Außenrand der Insel beginnt und einen inneren Ring der direkt an die Außenseite der Palisade gepflanzt wurde. Dazu einen Streifen jeweils links und rechts des Redders, der zum Tor des Gutes führt. Sowohl im inneren als auch im äußeren Ring gibt es ein paar Stellen wo man relativ gefahrlos, wenn auch sehr langsam, durchschlüpfen kann. Diese kennen aber nur die Bewohner des Gutes. Das hegen und pflegen dieser beiden Ringe beansprucht einen großen Teil der Arbeitszeit der Bewohner des Gutes. Außerhalb der Feldholzinsel gibt es ein paar kleine Äcker hauptsächlich mit Kohl und Kartoffeln.
Im Umkreis von höchstens einer Meile befinden sich insgesamt 4 kleine Hofstellen mit Leibeigenen, die dem Ritter unterstehen und ein wenig weiteres Land bewirtschaften. Im Notfall können diese Menschen zum Gut fliehen. Jede Hofstelle hat aber auch in der nächstgelegenen Feldholzinsel eine kleine Erdmiete, die groß genug ist, damit sich die Bewohner in ihr eine ganze Weile verstecken können.
Rittergut Jammerried
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Ritter Luthias von Spießling |
| Wappen: | Text hierher |
| Einwohner: | Text hierher |
| Orte: | Oberwaldig |
| Tempel: | Firunkapelle "Ärö-Wunder", die Ärö, dem weißen Hirschs, aus dem Gefolge der Wilden Jagd gewidmet ist. |
| Garnison: | Lanze des Ritters |
| Landschaft: | s.u. |
| Wege: | Fußpfad über eine Hängebrücke über die Lange Klamm nach Pallingen |
| Besonderheiten: | Firunkapelle "Ärö-Wunder" |

Das Rittergut Jammerried liegt am Eberbach. Ritter Luthias von Spießling entstammt einer Ritterfamilie mit Ursprung in Waldleuen. Der Name des Gutes kommt vom Wind, der dort durch das Ried am Eberbach zieht und dabei "jammert". Im Lehen gibt es mehrere kleinere Wälder voller Wildschweine, Wuidsenwoid genannt, sie liegen zwischen Finsterbach, Eberbach und dem Bärnwald im Süden. Man lebt von der Jagd. Zeitler (Waldimker) und Waldwirtschaft bilden eine weitere Quelle für den Wohlstand des Rittergutes, allerdings gibt es nur wenig Weide- und Ackerland.
Ritter Luthias von Spießling ist zudem ein passionierter Angler. Er hat am Eberbach, an dem das Rittergut Jammerried liegt, einige Fischteiche angelegt.
Südlich des Rittergutes liegt im Wuidsen-Woid die Ortschaft Oberwaldig mit der Firunkapelle "Ärö-Wunder".
Rittergut Natternhag
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Gormla vom Blautann |
| Wappen: | Schräggeviert von Silber und Blau, darauf ein Tannenkreuz in gekonterten Farben |
| Einwohner: | 12 |
| Orte: | Weiler Natternhag (90) unweit des Gutes, Weiler Farnbrunn (35) |
| Tempel: | Text hierher |
| Garnison: | Lanze der Ritterin |
| Landschaft: | s.u. |
| Wege: | Karrenpfad zum Urkenweg, Fußweg nach Farnbrunn |
| Besonderheiten: | Text hierher |
Das Lehen von Gut Natternhag liegt am Rand des Blautanns, in dem die Hexen des Blautannzirkels ihre Rituale feiern. Der Gutshof befindet sich an dem kleinen Gehölz, das dem Lehen den Namen gibt - dem Natternhag. Die Landschaft bietet gutes Weideland und etwas Heide bis hin zum Urkenweg und im Norden bis zum Alten Weg. Die Blautanns stammen ursprünglich aus der Trutz. In ihrem Lehen gibt es vor allem Schafe und Ziegenwirtschaft, Imkerei und Jagd soweit man sich bis in den Blautann wagt. Ritterin Gormla vom Blautann ist eine eigenwillige Frau. Sie lebt mit einer gebürtigen Aranierin auf Gut Natternhag. Beide haben sich auf das Erhalten seltener Tierrassen verlegt hat.

Rittergut Hollergrund
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Ritterin Carissima von Binsböckel |
| Wappen: | Text hierher |
| Einwohner: | s.u. |
| Orte: | Hollergrund (120), Weiler Queckingen (90) |
| Tempel: | Travia-Kapelle |
| Garnison: | Lanze der Ritterin |
| Landschaft: | s.u. |
| Wege: | Urkenweg, , Heckentritt: Karrenweg zwischen Urkenweg, Kardenbrache und Queckingen |
| Besonderheiten: | Zentrum der Textilherstellung der Region |

Hollergrund ist ein Gut mit viel Heideland und Imkerei nördlich des Hauptortes Urkenfurt. Familie Binsböckel aus Baliho ist die zweitgrößte Familie Weidens, der Urkentrutzer Zweig mit Carissima von Binsböckel ist jedoch eher unbedeutend und wenig einflussreich. Trockene, wenig fruchtbare Böden bieten etwas Weideland für Schafe und Ziegen. Die Bauern ernten auf dem kargen Grund nur wenig Getreide, etwas Emmer und Einkorn, jedoch nicht mehr als sie selbst verbrauchen. Auf den trockenen Heideböden gedeiht neben Wacholder und anderen Kräutern auch der Lein und Hanf recht gut. In den Weilern Hollergrund und Queckingen sind die Unfreien mit dem Ernten, Trocknen, Kardieren und Spinnen des Flachses und Hanfes beschäftigt. Die meisten von ihnen besitzen auch einen einfachen Webstuhl und weben Stoffe und Borten. Neben der Textilwirtschaft sind vor allem das Brennen von Wacholderschnaps und das Sammeln und Trocknen von Kräutern für das Auskommen der Bewohner des Lehens zuständig.
Rittergut Kardenbrache
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Baronie: | Urkentrutz |
| Gutsherr: | Ritter Eberlieb von Wachtelfingen |
| Wappen: | Text hierher |
| Einwohner: | 95 |
| Orte: | Kardenbrache |
| Tempel: | Text hierher |
| Garnison: | Lanze des Ritters |
| Landschaft: | Eibenhain |
| Wege: | einfacher Karrenweg zum Heckentritt: dem Karrenweg zwischen Urkenweg und Queckingen, Fußweg entlang der Krumme nach Süden und Norden |
| Besonderheiten: | Text hierher |

Das Gut von Ritter Eberlieb von Wachtelfingen mit dem dazugehörigen Weiler Kardenbrache ist das Lehen der Familie, die eher zurückgezogen lebt, sich weniger für Politik und mehr für das Landadeligenleben und die Textilverarbeitung interessiert. Sie bewohnen einen schmalen Streifen entlang der Krumme. Hauptsächlich besteht das Wirtschaftsland aus Heide, wenigen Äckern (Emmer und Einkorn, Gemüse und Kartoffeln) im Tal der Krumme und Wald (Ausläufer des Eibenhains). Fischerei wird an der Krumme betrieben. Haupteinnahmequelle ist die Verarbeitung von Flachs und Hanf zu Textilien. Der Lein und auch der Hanf wachsen auf den trockenen Heideböden nördlich des Fialgralwas recht ordentlich. Im Weiler Kardenbrache sind die Unfreien mit der Ernte, Kardierung und der Verarbeitung der Textilfasern beschäftigt. Das Spinnen und Färben der Stoffe mit einfachen Naturmaterialien wird als alte Tradition in den meisten Familien als Freizeitbeschäftigung ausgeführt. Alle Haushalte besitzen einen einfachen Webstuhl und weben Hanf und Flachs zu einfachen Stoffen oder Borten.
Dienstrittergut "Eibengrund"
Das Gut liegt unweit der Baroniegrenze am Waldrand des Eibenhains. Es besteht aus einem kleinen Gutshaus im Stil eines Jagdhauses mit viel Holz, ein paar Wirtschaftsgebäuden und einem Stall.
Die Landschaft bietet gute Weide- und Ackerböden. Im Eibenhain kann man jagen. Am nahegelegenen Auenbach finden sich ein paar Fischteiche in denen Forellen, Saiblinge und Karpfen gezüchtet werden. Es gibt kein Dorf in der Nähe, aber ein paar einfache Gehöfte, Eigenhörige, sowie das Rittergut und den Weiler Kardenbrache in einem halben Tagesritt Entfernung. In der benachbarten Baronie Gräflich Pallingen befindet sich das Gut Wiesenrath in wenigen Meilen Entfernung.

Dienstrittergut „Dachsrath“
Das Gut mit dem Weggasthof "Straubenbaisl" liegt an der Baroniegrenze zur Baronie Herzoglich Waldleuen. Es dient als Wachtposten an der Grafschaftsgrenze Bärwalde/Heldentrutz. Der Gutshof ist mit einem Turm und einer Palisade gesichert. Neben dem Weggasthof gibt es in Dachsrath eine Schmiede und eine Stellmacherei für havarierte Durchreisende. Zum Gut gehören Weideland und ein kleiner Acker, auf dem Gemüse für den Eigenbedarf von Rittergut und Weggasthof angebaut werden kann. Auf den Weiden grasen Schafe und Ziegen. Man hält ein paar Schweine.

Bildquelle für alle Zeichnungen der Güter und Burgen: https://www.burgrekonstruktion.de/
Dörfer
Dorf Schwarze Au
Das Dorf liegt unweit des Junkergutes am Urkenweg in Richtung Bingenbrück in Kaiserlich Blaubinge. Schwarze Au hat ca. 250 Einwohner, die meisten sind Eigenhörige des Junkers von Finsterborn. Ein paar freie Bauern und Handwerker komplettieren die Dorfgemeinschaft. Die Dorfschänke heißt „Zur Schwarzen Au“. Sie bietet eine Auswahl traditioneller Gerichte mit den lokalen Spezialitäten.
Das Dorf Urken
Die drittgrößte Siedlung der Baronie bietet etwa 200 Einwohnern Platz. Die meisten Gebäude sind einfache Fachwerkgebäude. Der kleine unscheinbare Traviatempel "Haus der Vereinenden" liegt etwas zurückversetzt hinter dem Dorfbrunnen, um den herum sich eine Art kleiner Dorfplatz gebildet hat. Eine Schneiderin, ein Schreiner, ein Korbflechter, ein Töpferehepaar und ein Knochenschnitzer bieten in diesem Dorf ihre Dienste und ihre Waren an. Das Wirtshaus „Urkenstolz“ gehört einem Urkentrutzer, der für seine Heimatliebe berühmt ist. Zu fortgeschrittener Stunde, und meist angefeuert durch einige Stamperl Hochprozentiges, gibt Dankwart Semmelweiß mit laut schmetternder Stimme gerne patriotische Lieder zum Besten.
Oberwaldig
Die anlässlich des "Ärö-Wunders" vor einigen hundert Götterläufen gegründete Kapelle entwickelte sich schnell zum Pilgerziel. Das heutige Dorf Oberwaldig mit seinen etwa 190 Einwohnern ist durch die Ansiedlung zahlreicher Pilger entstanden. Die Kapelle ist in einem Blockhaus untergebracht, das einer Jagdhütte ähnelt. Sie ist dem weißen Hirsch des Gottes Firun geweiht, der Wächter über Tiere, Pflanzen und Gestein ist. Er begleitet den Alten vom Berge bei der Wilden Jagd und steht für waidmännische Tugenden. Auch die meisten Häuser sind aus dem Holz des Oberwaldiger Forstes gezimmerte Blockhäuser oder einfache Hütten. So auch das "Gasthaus zum Hirschen".
Queckingen
Dorf am Karrenweg "Heckentritt", der die Baronie Hollerheide mit Urkentrutz verbindet. Queckingen liegt rechts des Flüsschens Krumme und des dahinter liegenden Bôrghains und nur wenige Meilen südlich des Alten Weges. Die etwa 90 Einwohner leben hauptsächlich von der Verarbeitung von Leinen und Flachs. Dazu kommen die Schäfer, die in der Heide ihre Ziegen und Schafe weiden. In den meisten Bauernhäusern und Katen wird der "Queckinger Rachenputzer", ein kräftiger Wacholderschnaps gebrannt. Diesen bekommt man auch im "Dorfkrug" nach einem deftigen Eintopf kredenzt. Der Dorfschulze heißt Heido Rentlinger.
Hollergrund
Die Siedlung Hollergrund, die sich rund um das gleichnamige Rittergut gebildet hat, ist ein typisches Straßendorf. Die einfachen Fachwerkhäuser der etwa 120 Einwohner, die hauptsächlich von der Herstellung und Weiterverarbeitung von Stoffen leben, stehen rechts und links der Verbindung des Heckentritts mit dem Urkenweg. In zweiter Reihe und im Umland Hollergrunds sind die Hütten der Schäfer verteilt. In der Dorfschenke "Zum Gagelbrauer" bekommt man neben dem würzigen Kräuterbier aus Hafer und lokalen Kräutern auch manchmal ein Zicklein oder einen Lammbraten serviert.
Jammerried
Die Jammerrieder sind genügsame Menschen, die von den Erzeugnissen der Natur leben. Dorf und gleichnamiges Gut liegen am Eberbach. Man nutzt das "im Wind jammernde Ried" zum Decken der Dächer und für die Korb- und Stuhlflechterei. Ansonsten weiß man das fruchtbare Weide- und Ackerland für die Landwirtschaft zu nutzen und treibt Schweine zur Mast in die Eberbacher Holze genannten Waldinseln.
Kardenbrache
Im Weiler Kardenbrache sind die Unfreien mit der Ernte, Kardierung und der Verarbeitung der Textilfasern beschäftigt. Das Spinnen und Färben der Stoffe mit einfachen Naturmaterialien wird als alte Tradition in den meisten Familien als Freizeitbeschäftigung ausgeführt. Fast alle Haushalte besitzen einen einfachen Webstuhl und weben Hanf und Flachs zu einfachen Stoffen oder Borten. Einkehren kann man im "Kardenbacher Krügle".
Wurznhofen
An der Wegkreuzung des Urkenwegs mit dem Alten Weg, der zum Rhodenstein führt, hat sich rund um den Gasthof "Zum Obstler" ein Dorf entwickelt. Man lebt von der Landwirtschaft, die auch den Weggasthof versorgt. Der ein oder andere bietet Anwohner bistet den Reisenden auf dem Alten Weg seine Dienstleistungen (Stellmacher, Sattler, Seiler, Barbier) an.
Weiler
Stegelsche
Das Lehen liegt am Rande des Bärwaldes inmitten einer hügeligen Landschaft mit Wiesen, Weiden und ein paar Äckern. Auffällig sind die vielen Feldholzinseln die die Gegend prägen. In fast allen davon befinden sich mindestens einer, meistens aber mehrere Überhälter. In sehr vielen dieser einzeln stehenden, großen Bäumen brüten Eulenvögel. Das Rittergut der Familie liegt versteckt innerhalb einer großen Feldholzinsel und ist nur über einen schmalen Redder (Ein Redder ist ein Weg, der beidseitig von einer Hecke begrenzt wird) zu erreichen.
Neben dem zweistöckigen Hauptgebäude des Rittergutes gibt es noch drei weitere Häuser im Inneren des Gutsareals. Im Umkreis von höchstens einer Meile befinden sich insgesamt 4 kleine Hofstellen mit Leibeigenen, die dem Ritter unterstehen und ein wenig weiteres Land bewirtschaften. Im Notfall können diese Menschen zum Gut fliehen. Jede Hofstelle hat aber auch in der nächstgelegenen Feldholzinsel eine kleine Erdmiete, die groß genug ist, damit sich die Bewohner in ihr eine ganze Weile verstecken können.
Natternhag
Rund um das Gut der Ritterin Gormla vom Blautann haben nicht nur einige Eigenhörige ihre einfachen Hütten, Ställe und Weideflächen, sondern auch eine Handvoll Eigenhörige, die sich dem Gedanken der Ritterin verschrieben haben, außergewöhnliche, selten gewordenen Tierrassen eine Heimat zu bieten, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Die Landschaft im Umkreis des Gutes ist geprägt von saftigen Wiesen und Weideland.
Landschaften, Vegetation und besondere Orte
Urkentrutz wird von drei Landschaftsräumen dominiert: einer ausgedehnten Auenlandschaft im Umland des Finsterbachs und seiner Zuflüsse, einer kargen Heidelandschaft nördlich und nordöstlich des Finsterbachs und mehrerer inselartiger Waldgebiete.
Der Fialgralwa ist die Lebensader der Baronie. Er und seine Zuflüsse machen die Weiden und Ackerflächen fruchtbar. Vorherrschend ist ein Mischwald aus Eichen, Buchen, Eschen, Ulmen, Ahorn, Tannen, Fichten und Lärchen. Gerade in den Auwäldern gibt es eine reiche Vielfalt an Sträuchern wie Haselnuss, Schlehen, Weißdorn, Holler, Kornellkirsche und vielen anderen Sträuchern, die sich auch als Nahrungslieferanten anbieten. Dazu ist der Wald- und Wiesenboden in den feuchten Auwaldgebieten Heimat vieler Kräuter und Blumen. Eine Besonderheit an der Vegetation der Baronie sind die reichen Vorkommen an Vierblättriger Einbeere, die der Schwarzen Au entlang des Bingenbachs ihren Namen gibt und sogar zur Herstellung von Marmelade verwendet wird.
Zu den landschaftlichen Besonderheiten der Baronie zählen das Flusstal des Fialgralwa mit der felsigen und zur Steingewinnung genutzten Langen Klamm, die Ausläufer des Blautanns und des Bärnwalds, die sich bis nach Urkentrutz hinein erstrecken und das sogenannte Bruchscharfeld in den Eberhöhen mit Felsformationen denen man nachsagt sie seien trollischer Herkunft.
Wälder
| Ausdehnung: | Grenzbereich der Grafschaften Bärwalde und Heldentrutz |
| Anrainerbaronien: | Urkentrutz in Bärwalde, Waldleuen und Schneehag in der Heldentrutz |
| Art des Waldes: | Mischwald (vor allem Ahorn, Buchen, Blutulmen, Fichten, Lärchen, Schwarztannen) |
| Besonderheiten: | Uralter, sagenumwobener Forst |
Zur Baronie Urkentrutz gehört der kleinste Anteil des etwa 25 Meilen durchmessenden Urwalds, der zu den Grafschaften Heldentrutz und Bärwalde gehört. Der Name rührt von den hier dominierenden Blautannen her. Das Unterholz ist so dicht, dass abseits der Wege kaum ein Durchkommen ist. Einziger wirklich benutzbarer Weg ist dabei der mitten durch den Wald führende, in der "Alten Klamm" liegende "Alte Weg" aus Baliho. Dieser ist aber durch das Wirken des Waldes inzwischen fast vollständig ungenutzt. Südlich der Straße ist das Betreten des Waldes quasi mit Selbstmord gleichzusetzen. Nicht zuletzt sorgt der Drache Islaaran dafür, dass kaum jemand nach dem Betreten wieder gesehen wird.
Der Hort des alten Höhlendrachen Islaaran soll im Blautann liegen. Er beansprucht den ganzen Wald und noch Land darüber hinaus als sein Revier. Während er im Wald südlich der "Alten Klamm" nahezu jeden Eindringling angreift, ist es nördlich der Klamm etwas ungewöhnlicher. Hier soll auch der Weidenhain der Eulenkönigin Oropheïa liegen. Allein die Hexen sollen sich im Wald ungehindert bewegen können. Seit langem ist hier einer der größten und mächtigsten Hexen-Zirkel heimisch, ehemals unter der Führung der weisen Luzelin vom Blauen Tann. Ulgirda, Tochter der Erde, lebt in einer Holzhütte im Blautann, nicht weit von Natternhag.
| Ausdehnung: | westlich des Urkenwegs, südlich des Fialgralwas |
| Anrainerbaronien: | komplett in Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Lohwald (Eichen, Buchen, Eschen, Hasel, Sträucher) |
| Besonderheiten: | Lichter Wald geeignet für die Schweinemast, Lohrindengewinnung |
Der lichte, am Bingenbach gelegene Lohwald ist vornehmlich ein Eichen- und Hainbuchenwald, aber es kommen auch Eschen und Ulmen vor. In der Krautschicht herrschen das Wald-Bingelkraut, der Hohle Lerchensporn und Giersch vor. Dazwischen finden sich viele seltenere Arten wie die Vierblättrige Schwarze Einbeere oder der Gefleckte Aronstab. In einigen Teilen gibt es eine dichte, artenreiche Strauchschicht mit Schlehe, Weißdorn, Haselnuss, Pfaffenhütchen und Seidelbast.
Die verschiedenen Pflanzenarten locken zahlreiche Schmetterlingsarten an. Unter ihnen dominieren die Nachtfalter wie der Liguster-Schwärmer und die Rosen-Eule. Holzpilze wie der Flache Lackporling nutzen das reiche Totholzangebot.
Wirtschaftliche Nutzung: Zum einen wird dort Lohrinde gewonnen. Dabei handelt es sich um die Rinde junger Eichen, die man zum Gerben von Tierhäuten benötigt. Zudem nutzten die umliegenden Güter den Wald als Weide für ihre Haustiere, vor allem Schweine, selten Rinder. Die abgefallenen Blätter am Waldboden dienten ihnen als Einstreu für die Viehställe. Daneben dient die Lohe der Holzgewinnung und dem Sammeln von Reisig und Feuerholz.
Oberwaldiger Forst
| Ausdehnung: | östlich des Eberbachs, südlich des Fialgralwas und der Langen Klamm |
| Anrainerbaronien: | komplett in Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Mischwald (Eichen, Buchen, Eschen, Föhren, Tannen, Fichten) |
| Besonderheiten: | klassischer Nutz- und Jagdwald |
Der Oberwaldiger Forst besteht aus einem größeren, namengebenden Waldstück und zwei weiteren, kleineren Wäldchen, dem Ärö-Hain und dem Eschenholz. Alle drei Wälder sind Mischwälder, die reich an Niederwild sind.
Eibenhain
| Ausdehnung: | Nördlich des Fialgralwas auf beiden Seiten der Baroniegrenze Urkentrutz/Pallingen |
| Anrainerbaronien: | Baronie Urkentrutz (1/3), Baronie Herzoglich Pallingen (2/3) |
| Art des Waldes: | lichter Mischwald |
| Besonderheiten: | Der Auenbach entspringt im Pallinger Teil des Waldes und mündet dann in Urkentrutz in den Fialgralwa. Die Elfensiedlung Shiasala ist der Wohnort der elfischen Sippe der Einhornrufer. |
In diesem lichten Mischwald, den sich die Baronien Herzoglich Pallingen und Urkentrutz teilen, entspringt der Auenbach. Am diesem befindet sich die Elfensiedlung Shiasala, der Wohnort der elfischen Sippe der Einhornrufer. Sie liegt im Pallinger Teil des Eibenhains. Die Urkentrutzer Bewohner der Güter "Eibengrund" und "Kardenbrache" halten respektvoll Abstand zu den Elfen.
Natternhag
| Ausdehnung: | Nördlich des Fialgralwa, östlich des Blautanns |
| Anrainerbaronien: | komplett in Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Mischwald mit reichem Farnbewuchs |
| Besonderheiten: | ein besonderes Vorkommen von Nattern in diesem Wäldchen am Finsterbach |
Der kleine, tiefgrüne und feuchte Mischwald ist bekannt für sein Vorkommen an den ungiftigen und unscheinbaren Urkentrutzer Waldnattern. Die Legende sagt, dass einst eine Weise Frau aus der Schwesternschaft des Wissens in diesem Ausläufer des Blautanns lebte und die Nattern züchtete.
Urkentrutzer Tann
| Ausdehnung: | südlich des Fialgralwas nahe des Hauptortes Urkenfurt |
| Anrainerbaronien: | komplett in Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Nutzwald mit hohem Nadelwaldanteil (Tannen, Fichten, Lärchen) |
| Besonderheiten: | Der Urkentrutzer Tann ist ein typischer Nutzwald. Hier gewinnen die Barone von Urkentrutz ihr Bauholz. |
Wuidsenwoid
| Ausdehnung: | südlich des Fialgralwas und entlang des Eberbachs |
| Anrainerbaronien: | komplett in Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Mischwald (Tannen, Fichten, Lärchen, Buchen, Eichen) |
| Besonderheiten: | Einzelne Waldinseln, Waldgebiete, viele Wildschweine |
Bôrghain
| Ausdehnung: | Zentrales Bärwalde; etwa 30 Meilen an der längsten Stelle und 15 Meilen an der breitesten. Nur ein kleiner Teil des Waldgebietes liegt in Urkentrutz. |
| Anrainerbaronien: | Moosgrund, Pallingen, Hollerheide, Urkentrutz |
| Art des Waldes: | Lichter Mischwald mit alten Bäumen und reichem Wildbestand, vor allem an Rotwild. Der freundliche, sonnengrüne Wald wird vornehmlich aus Waldkiefern gebildet, in dem sich aber auch viele Buchen, Eichen und Birken finden. Immer wieder trifft man auf sandige Hügel, kleinere Moorseen und verkrautete Flächen, bevor der Wald langsam in die Lenzwiesen in Hollergrund und die Queckinger Heide in Urkentrutz übergeht. |
| Besonderheiten: | Es geht die Sage um, dass in dem Wald ein kapitaler weißer Hirsch lebt, der weithin nur der Fahle genannt wird. Man sagt, dass er sich in jeder Generation ein einziges Mal mit der besten Jägerin oder dem kundigsten Waidmann seiner Zeit messen würde. Und wenngleich so mancher den Fahlen gesichtet haben will, so gibt es nur eine Handvoll Lebender, die auf die Pirsch nach ihm gegangen sind und dem Tier tatsächlich leibhaftig gegenüber gestanden haben. |
Flüsse und Bäche
Der Finsterbach (Fialgralwa)
| Quelle & Mündung: | Bärnwald & Neunaugensee | |
| Anrainerbaronien: | Pallingen, Urkentrutz, Hollerheide und Brachfelde in Bärwalde, Reichsend, Schneehag und Waldleuen in der Heldentrutz | |
| Neben-/Zuflüsse: |
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| Brücken: | Brücken bei Beonfirn und Urkenfurt, Alte Furt bei Altenfurten | |
| Häfen: | Anleger in Urkenfurt für Lastkähne (Plätten) und Floßlände der Finsterbachflößer | |
| Besonderheiten: | Grenzfluss zwischen der Heldentrutz und Bärwalde, Fialgralwa-Schale, Lange Klamm, Mühle bei Urkenfurt |
Der Finsterbach, von den Einheimischen respektvoll "Fialgralwa" genannt, ist die Lebensader der Baronie. In Herzoglich Pallingen liegt die Quelle des reißenden Flusses, der sich in das anstehende Gestein eine tiefe Schlucht, die Lange Klamm, gegraben hat. Zahllose Strudel und Gumpen bildend durchströmt der Fialgralwa die Lange Klamm, um sich dann kurz vor Urkenfurt von seinem steinernen Korsett befreit und von diversen Bächen gespeist, auszubreiten. Die Anwohner des Finsterbaches verehren in "Fialgralwa" ein numinoses Naturwesen, dem man in Urkenfurt einen Schrein zur respektvollen Verehrung geschaffen hat. Diese Verehrung ist durchaus zwiespältig: zum einen liebt man seinen Fluss, von und mit dem man lebt, mit all seinen fruchtbaren Eigenschaften, zum anderen aber fürchtet man seine zerstörerische Seite, die sich vor allem im Frühjahr und nach ausgiebigen Regenschauern zeigt. Die Frühjahrsschwemme nutzen die Urkentrutzer für die sogenannte "Frühlingstrift". Dabei wird das Wasser des Auenbachs und des Oberlaufs des Fialgralwa aufgestaut und die im Winter geschlagenen Stämme aus dem Bärnwald und dem Eibenhain werden im Schwall flussabwärts getriftet. An der Einmündung des Auenbachs in den Finsterbach ist eine Flößerstation der Urkentrutzer Finsterbachflößer. Dort werden die Stämme aus dem Wasser geholt und zu Flößen gebunden. Mit Waren beladen erreichen sie dann die Floßlände in Urkenfurt.
Die Krumme
Die Krumme entspringt im Ifirnstann in der Baronie Hollerheide. Ihren Namen hat sie von ihrem kurvenreichen Verlauf in Richtung Süden. Bei Lehde überwindet sie die Baroniegrenze nach Urkentrutz und schlängelt sich dort weiter in einem Tal durch die Heidelandschaft. Die Orte Queckingen und Kardenbrache liegen an der Krumme, die auf ihrem gesamten Verlauf vom Heckentritt, einem Weg, der in der Hollerheide noch ein leidlich nutzbarer Karrenweg ist, in Urkentrutz aber weniger frequentiert wird und deshalb schmaler und schlechter gepflegt ist. Ab Queckingen wird der Heckentritt zum Trampelpfad, der letztlich, vor der Mündung der Krumme in den Finsterbach, auf den Karrenweg nach Pallingen trifft.
Im Mündungsbereich muss die Krumme eine Geländestufe überwinden. Das tut sie in einem "Krumme Klamm" genannten Felseinschnitt durch den sich das Wasser in kleineren und größeren Kaskaden mit türkisfarbenen Gumpen seinen Weg zum Finsterbach sucht.
Der Bingenbach
Die Quelle des Bingenbachs liegt in der Baronie Kaiserlich Blaubinge. Dort entspringt er im Dûrenwald und windet sich dann in zahllosen Kurven Richtung Norden, ein Stück an der Grenze zur Baronie Waldleuen entlang. Beim Binger Wald erreicht er die Baronie Urkentrutz. Entlang des Bingenbaches breitet sich im südlichen Urkentrutz die Schwarze Au aus, ein Auwaldgebiet mit einem großen Vorkommen an Vierblättriger Einbeere und Schilfgras mit schwarzen Rohrkolben. Westlich von Urkenfurt mündet der Bingenbach in den Fialgralwa. Beim Dorf Schwarze Au steht eine Mühle.
Der Eberbach
Auch der Eberbach entspringt südlich des Fialgralwas im Bärnwald. Die Quelle liegt in der Pfalzgrafschaft Bibergau. In der Nähe der vermutlich namengebenden Eberhöhen wechselt der Bach in die Baronie Urkentrutz. Er durchströmt den waldreichen Südosten von Urkentrutz und mündet am Ende der Langen Klamm bei Urkenfurt in den Finsterbach. Am Unterlauf des Baches steht eine Mühle, die vor allem die Bewohner von des Hauptortes mit Mehl versorgt.
Der Auenbach
Die Quelle des Auenbaches liegt in der Baronie Gräflich Pallingen. An seinem Oberlauf im Bereich des Eibenhains siedeln Elfen der Einhornrufer-Sippe. Dort wo der fischreiche Auenbach die Baroniegrenze nach Urkentrutz überschreitet beginnt man ihn für die Fischzucht zu nutzen. Der Auenbach mündet am Beginn der Langen Klamm in den Finsterbach.
Besondere Orte in Urkentrutz
Die Lange Klamm
Der reißende Finsterbach hat sich in seinem Oberlauf (ab der Einmündung des Auerbachs) tief in das anstehende Gestein eingeschnitten und eine felsige Klamm gebildet. In dieser windet sich der muntere Fialgralwa in Strudeln und Gumpen zwischen den felsigen Ufern dem Hauptort der Baronie Urkentrutz entgegen. Im Verlauf der Langen Klamm gibt es mehrere Steinbrüche in denen Gneis und Schiefer als Baumaterial gewonnen und auf Flössen gen Urkenfurt transportiert wird. Der schmale Pfad, der sich am Steilhang der Langen Klamm entlangschlängelt, wird nicht selten bei Regen unterspült. Murenabgänge sind gerade in den regenreichen Monden an der Tagesordnung.
Kurz vor dem Ende der Langen Klamm mündet die Krumme mit einem "Krumme Klamm" genannten Felseinschnitt, bei dem das Wasser der Krumme in Kaskaden über mehrere Geländestufen das Flussniveau erreicht, in den Fialgralwa.
Das Bruchscharfeld
Auf einer der Erhebungen der Eberhöhen, die die Grenze zwischen den Baronien Urkentrutz und Herzoglich Blaubinge bilden, liegen eigentümliche Felsformationen von denen man sagt, sie seien trollsche Mauerreste. Die monumentalen Mauertrümmer zeugen vom baumeisterlichen Können und der besonderen Beziehung der Bergschrate zu Fels und Stein. Sagen und Legenden ragen sich um die Mauerreste, doch wird wohl niemand in der Lage sein, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Schild und Schwert in Urkentrutz
Die Landwehr
Die Urkentrutzer Landwehr ist ganz noch den Geboten der feudalen Waffenfolge organisiert, die ein Banner pro Baronie und ein Regiment pro Grafschaft vorsieht. Der Waffendienst, die Heerfahrt, ist zeitlich auf acht Wochen im Jahr begrenzt, muss jedoch nicht am Stück abgeleistet werden, sondern kann auch für mehrere kürzere Kriegszüge benutzt werden. Je nach Größe und Zahl der Freien haben diese Banner vollkommen unterschiedliche Größe und bestehen nur formell aus 50 Streitern. Wie es die Schildordnung vorsieht führt jedes Mitglied des Banners mindestens einen Kriegsflegel oder eine Sturmsense sowie eine Seitenwaffe: Dolch oder Hirschfänger.
Waffentreue
In jedem Dorf, Weiler und auf jedem Hof müssen sämtliche Waffentreue niedergeschrieben und gezählt werden. Zuständig dafür ist der Adelige, dem das Dorf untersteht. Ein jeder Waffentreue hat unabhängig von Vermögen und Ansehen mindestens einen Kriegsflegel oder Sturmsense sowie eine Seitenwaffe zu besitzen.
Wer mehr als zehn Acker Land besitzt, der hat mindestens in Leder gerüstet zu Herrschau zu erscheinen. Wer mehr als zwanzig Acker Land besitzt, der hat zusätzlich der Rüstung noch einen Helm als Rüstungsteil mitzuführen. Wer gar mehr als dreißig Acker Land besitzt, dessen Rüstung muss mindestens ein Teil aus Metall haben.
Ein jeder Waffentreue muss ich im Umgang mit Kriegsflegel oder Sturmsense sowie seiner Seitenwaffe üben. Dies wird vom Lehnsherren nach eigenem Beschluss überprüft.
Heerbann
Wenn der Baron/die Baronin die Freien zum Kleinen Heerbann ruft, werden in jedem Dorf, Weiler oder Hof die Ausziehenden per Los bestimmt. Einer von dreien muss seinem Lehnsherren mit der Waffe in der Hand dienen. Die anderen beiden müssen die Verpflegung des Ausziehenden bereitstellen und darüber wachen, dass der Familie des Ausgezogenen kein Leid geschieht.
Wenn der Baron/die Baronin die Freien zum Großen Heerbann ruft, muss jede Familie von Freien einen Waffentreuen stellen und seine Familie ihn selbst versorgen.
Nur der Baron/die Baronin darf zum Großen oder Kleinen Herrbann aufrufen und die Freien zum Kampf verpflichten. Die Aftervasallen dürfen dies nicht und müssen für das Ausfechten persönlicher Händel auf ihr Gefolge oder Soldknechte zurückgreifen. Er kann dies jederzeit aus eigenem Anlass tun oder als Waffenpflicht wenn Graf, Herzogin oder gar Kaiserin ihn dazu aufruft.
Jede/r Unfreie, den der Baron/die Baronin, ohne das von Kaiserin, Herzogin oder einem Kirchenfürsten die Landnot ausgerufen wurde, bewaffnet und auf eine Heerfahrt mitnimmt, ist von da an kein Unfreier mehr.
Wer sich beim Kleinen Heerbann freiwillig meldet, der darf zwei Personen bestimmen, die seine Verpflegung übernehmen und seine Familie beschützen.
Ersatzgeld
Wer Ersatzgeld leisten will und weniger als zehn Acker Land besitzt, muss ein Goldstück zahlen. Wer mehr als zehn Acker Land besitzt, muss zwei Goldstücke zahlen. Wer mehr als zwanzig Acker Land besitzt, muss vier Goldstücke zahlen. Wer mehr als dreißig Acker Land besitzt, muss acht Goldstücke zahlen.
Wer nicht zum Waffendienst erscheint, keinen freiwilligen Ersatzsmann und auch kein Ersatzgeld zahlt, der wird den Zorn des Herrn Praios, überbracht vom Lehnsherrn, zu spüren bekommen.
Wer einen Gefangenen macht und für diesen Lösegeld erhält, muss den dritten Teil an den Heerführer geben. Wer da mit Erlaubnis des Heerführers Requirierung betreibt muss ebenfalls den dritten Teil der Beute an den Heerführer geben.
Grenzwachen
Neben der Landwehr gibt es in Urkentrutz noch die Grenzwachen. Dies sind erfahrene Waffenknechte und Schildmaiden, sowie Bogenschützen unter der Führung eines Dienstritters. An den vier Hauptübergängen in die Nachbarbaronien bzw. auch an der Grafschaftsgrenze zur Heldentrutz gibt es Grenzgüter bzw. Wachttürme mit einer entsprechenden Besatzung. Aufgabe dieser Grenzwachen ist die Grenzsicherung, das Kundschaften und Spähen und die Organisation der Kontrolle der Straßen und Baronieübergänge. Sie sollen im Umkreis der Güter und entlang der Grenzen für Recht und Ordnung sorgen und Ausschau nach größeren Bedrohungen halten. Der Baron/Baronin sorgt für eine angemessene Ausstattung der Grenzwachen.
Burgwachen
Die Burgwachen auf Burg Urkenfurt sind nicht nur für die Sicherheit des Barons/der Baronin zuständig. Im Falle eines Heerbannes stellen sie auch die Lanze des Barons/der Baronin. Alle tragen als Bewaffnung einen runden, metallverstärkten Holzschild, Speer, Streitkolben und Eberfänger. In der Lanze des Barons/der Baronin sind immer mindestens drei Bogenschützen. Gerüstet ist jeder mit einer verstärkten Lederrüstung und darüber dem Wappenrock in den Farben der Baronie.
Tempel und Götterverehrung in Urkentrutz
Klöster
Erst 1044 BF gründete der Thêrbunitenorden in der Nähe von Urkenfurt eine neue Tochterzelle. Der Grund, ein ehemaliger Gutshof, war der Perainekirche vermacht worden. Baronin Lyssandra von Finsterborn unterstützte das Vorhaben, organisierte die Umbauarbeiten, und bald schon zogen die Geweihten, die ihr Wirken dem Weidener Tagesheiligen Beon von Havena verschrieben haben, ein. Gründungsfest war vom 1. bis 5. Peraine 1044. Der Gebäudekomplex umfasst Tempel, Apotheke, Bibliothek, Küche, Speisesaal und die Privaträume der Geweihten. In Planung ist ein Sichhaus.
Hüter der Saat ist Vater Erlmund Rossegger, Heilerin der Gebenden Schwester Gwiniwen Hirschauer. Drei Akoluthen unterstützen die Geweihten. Jedes Jahr findet am 5. Peraonie, dem Tag des Heiligen Beon, eine Prozession von der Burgkapelle in Urkenfurt, die der Göttin Peraine geweiht ist, zum Kloster Beonslob statt, wo ein großer Götterdienst mit anschließendem Fest gefeiert wird.
Tempel
Travia-Tempel "Haus der Vereinenden" in Urken
Der kleine unscheinbare Tempel liegt etwas zurückversetzt hinter dem Dorfbrunnen, um den herum sich eine Art kleiner Dorfplatz gebildet hat. Er ist niedrig und aus Fachwerk, genauso wie die umstehenden Gebäude. Neben dem Tempel befinden sich in dem angrenzenden Wohnhaus des Hohen Paares die Küche, der Speisesaal und der Schlaftrakt, der auch für Gäste zwei Kammern bereithält.
Das Hohe Paar: Travistan und Mädelieb. Beide sind schon recht betagt.
Travia-Tempel "Herd der Großen Mutter" in Urkenfurt
Der kleine, etwas heruntergekommene Tempel in Fachwerkbauweise wird in unregelmäßigen Abständen von einem wandernden Traviageweihten besucht, der dann einen Götterdienst hält.
Kapellen
Firunkapelle "Ärö-Wunder" in Oberwaldig
Die anlässlich des "Ärö-Wunders" gegründete Kapelle entwickelte sich schnell zum Pilgerziel. Das heutige Dorf Oberwaldig ist durch die Ansiedlung zahlreicher Pilger entstanden. Die Kapelle ist in einem Blockhaus untergebracht, das einer Jagdhütte ähnelt. Natürlich ist inzwischen nicht mehr viel original an der Kapelle. Sie musste schon mehrfach erneuert werden. Geweiht ist sie "Ärö", dem weißen Hirsch des Gottes Firun, der Wächter über Tiere, Pflanzen und Gestein ist. Er begleitet den Alten vom Berge bei der Wilden Jagd und steht für waidmännische Tugenden.
Tsa-Kapelle "Leben und Tod" in der ehemaligen Marboklause am Zusammenfluss von Fialgralwa und Bingenbach
Als die kleine Klause der Tochter Borons und der Heiligen Etilia von dem Eremiten, der sie einst errichtete, verlassen wurde verfiel sie zusehens. Dann jedoch entdeckte die Tsa-Geweihte "Tsafira" die Kapelle und beschloss, dem verfallenen Gebäude neues Leben einzuhauchen und es umzuwidmen. Sie beklebte es mit tausenden, kleinen Steinchen, Muscheln und Schneckenhäusern. Das Altarbild ist aus bunten Kacheln gefertigt und zeigt eine Eidechse. Die Geweihte ist allerdings nicht dauerhaft in der kleinen Kapelle anzutreffen.
Travia-Kapelle beim Gut Hollergrund
Auf dem Gut Hollergrund der Ritterfamilie Binsböckel steht die unscheinbare kleine Kapelle. Sie ist meist nur der Familie und geladenen Besuchern des Gutes zugängig. Nur an den hohen Festtagen der Travia dürfen die Ortsansässigen die Kapelle besuchen.
Burgkapelle auf Burg Urkenfurt
Die ursprünglich der Göttin Peraine geweihte Kapelle mit der hübschen Statue der Gebenden Göttin auf der Baronsburg hat durch Baronin Lyssandra von Finsterborn zwei weitere Altäre bekommen: einen für Rondra und einen für Tsa - die Familiengötter der Familie von Finsterborn.
Schreine
Boronschrein auf dem Boronanger von Urkenfurt
Nach dem tragischen Ende der Baronsfamilie von Hartenau, ließ die neue Baronin auf dem Boronanger einen Schrein für den Totengott errichten und dort, sowie an der Burgkapelle, ein Epitaph in Gedenken an die schrecklichen Ereignisse im Boron 1043 BF anbringen lassen. Der Boronanger ist in Form eines Gebrochenen Rades angelegt. Die Wege entsprechen den Speichen des Halbrades auf den Totenacker. Die Grabfelder rechts und links enthalten einfache hölzerne Stelen mit Boronsrädern. Auf den beiden weiteren, durch die Wege getrennten Feldern, stehen hingegen steinerne Grabmale. Manche davon windschief und verwittert. Im mittleren Segment des Totenackers steht seit 1044 BF ein kleiner, schlichter Boronschrein, der am 1. Boron geweiht wurde.
Fialgralwa-Schrein in Urkenfurt
Die Errichtung des Schreins geschah anlässlich der schweren Überschwemmungen im Phex 1043. Damals haben heftige und langandauernde Niederschläge den Finsterbach derartig ansteigen lassen, dass er über die Ufer trat. Baumstämme blieben an den Brückenpfeilern der Brücke in Urkenfrut hängen und führten dazu, dass der gesamte Uferbereich weggeschwemmt wurde. Mehrere Hütten und Häuser wurden mitgerissen. Vier Menschen starben und die Aufräumarbeiten zogen sich lang hin. Damals war die einhellige Meinung der Dorfbewohner, dass Fialgralwa, eine Entität, der man ähnliche Macht zuspricht wie der Fee Pandlaril, in ihrem Groll über die Urkentrutzer das Unglück herbeigeführt hat. Um sie zu besänftigen und auch zukünftig einen Ort für Bitt- und Dankgebete zu haben, errichteten die Dorfbewohner in Eigenarbeit den kleinen Schrein.
Sagen und Legenden
Die Legende des Äro-Wunders von Oberwaldig
"Es ist wohl schon ein paar Hundert Götterläufe her, dass sich am Rande des Bärnwaldes, auf dem Gebiet, das zur heutigen Baronie Urkentrutz gehört, ein Wunder ereignete. Damals wohnten nur gar wenige Menschen in diesem dunklen und dichten Waldgebiet. Eines dieser Ehepaare, das sich als Holzfäller durchschlug, hatte eine Lichtung aus dem dichten Wald geschlagen und dort eine Hütte gebaut, wo sich heute die Siedlung Oberwaldig befindet. Bald wurden beide Eltern von einer Tochter und nur einen Götterlauf später wurde ihnen ein Sohn geboren.
Und so begab es sich, dass die Kinder, als sie ungefähr 10 Götterläufe alt waren, zum Beeren suchen in den Herbstwald geschickt wurden, während die Eltern mit Baumfällarbeiten beschäftigt waren. An diesem Tag im Boron fiel schon sehr früh der Nebel über den Wald. Die Kinder verirrten sich und wanderten bis sie vollkommen erschöpft waren durch den dichten Tann. Inzwischen war es finster geworden. Fröstelnd kuschelten sie sich aneinander und drückten sich an eine Buche mit tief herabreichenden Ästen, die ihnen ein wenig Schutz zu bieten schien.
Da passierte das Wunder. Plötzlich schien die Dunkelheit lichter zu werden. Nur wenige Schritte vor ihnen stand ein großer weißer Hirsch mit einem mächtigen Geweih. Der Hirsch schien von innen heraus zu leuchten und die Finsternis um sich herum aufzuhellen. Wie um den Kindern Mut zu machen, sich ihm zu nähern, senkte er sanft den Kopf und schnaubte leicht.
Als die Kinder ihre Angst abgelegt und die Scheu überwunden hatten, standen sie auf. Sich fest an den Händen haltend traten sie näher. Der Hirsch blieb zunächst stehen, dann setzte er sich langsam in Bewegung. Nach wenigen Schritten blieb er erneut stehen und sah sich um, ob die Kinder ihm folgten. Erst als er wahrnahm, dass sie ihm folgten, setzte er seinen Weg fort. Langsam und sich immer wieder umblickend führte er die Kinder bis zu der Lichtung auf der die Eltern ihre Hütte errichtet hatten. Diese hatten schon in heller Aufregung nach den Kindern gesucht. Der Anblick des Hirsches, der ihre Kinder sicher nach Hause geleitete, ließ das Holzfällerpaar in Ehrfurcht erstarren.
Schließlich aber drehte sich der weiße Hirsch um und verschwand wieder zurück in den Wald. Und während die Mutter ihre Kinder in die Arme schloss, ging der Vater dem Hirsch nach. Dort wo die Hufe des Hirschs den Boden berührt hatten, war die Erde von Reif bedeckt. Da erkannte der brave Mann, dass der Hirsch niemand geringerer als Ärö, einer der Begleiter des Gottes Firun und somit ein Teil der Wilden Jagd des Alten vom Berge war.
Zum Dank für die Errettung ihrer Kinder bauten die beiden Holzfäller von eigener Hand eine Kapelle für Firun und seinen treuen Begleiter, den weißen Hirsch Ärö. Eine geschnitzte Statue des Hirschs in Lebensgröße bildet das Zentrum der Kapelle, die sich alsbald großer Beliebtheit erfreute. So entstand nach und nach die Siedlung Oberwaldig rund um das Heiligtum des Weißen Hirschs."
Trollische Mauerreste im Bruchscharfeld?
Das Bruchscharfeld ist eine besondere Landschaft ganz im Süden der Baronie Urkentrutz, die an die Eberhöhen und somit an die Baronie Kaiserlich Blaubinge grenzt. Diese geologisch interessante Gesteinsformation, die durch parallele, faltige Brüche im felsigen Untergrund entstanden ist, sieht nicht nur eigentümlich aus, es ranken sich auch zahlreiche Legenden um sie.
Manche sagen, die bizarren Felsen seien eigentlich die Ruinen einer Trollsiedlung. Doch erwiesen ist das nicht. Das Bruchscharfeld bleibt aber gerade der vielen Ungewissheiten wegen ein beliebtes Ziel von Entdeckern, Abenteuern oder Hesindegeweihten.

Bildquelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Falte_(Geologie)
Tradition und Brauchtum
Die Baronie ist stark von Obstanbau, Ackerbau und Weidewirtschaft geprägt. Dazu tritt nördlich des Fialgralwa in der Heidelandschaft der Flachs- und Hanfanbau für die Stoffherstellung. Aussaat- und Erntefeste mit Tanz, Speis und Trank gliedern die Götterläufe.
So wundert es auch kaum, dass neben der Sturmleuin in erster Linie die Göttin Peraine verehrt wird. Zu ihr bittet man beim Aussaatfest um milde, frostfreie Nächte und einen von heftigen Unwettern und Hagelschlag verschonten Sommer. Bei den Erntefesten im Norden von Urkentrutz: Hollergrund, Queckingen, Kardenbrache feiert man im Rondra, im Süden werden im Travia die prächtigsten Erträge von Obstgärten und Äckern mit der Gebenden geteilt.
Feste im Götterlauf
1.-5. Peraine: Beonsfest
Seit der Gründung des Thêrbunitenklosters "Beonslob" in der Nähe von Urkenfurt ist das wichtigste Fest der Baronie das von zwei Göttinnendiensten eingerahmte Beonsfest. Beginnend mit dem Peraine-Göttinnendienst am 1. Peraine findet über fünf Tage ein Jahrmarkt in Urkenfurt statt. Neben Ständen und Verkaufswagen für das leibliche Wohl und Kunsthandwerk aus der Baronie ist auch für Unterhaltung (Musik, Tanz, Spiele und Wettkämpfe) gesorgt. Es gibt sogar ein Kinderprogramm mit Märchen- und Legenerzähler, Puppenspiel, Karussell und Strohburg.
Die Tage vom 2. bis 4. Peraine sind dem gemeinschaftlichen Frondienst gewidmet. Die Stände bleiben allerdings aufgebaut und nach getaner Arbeit dürfen die Urkenfurter sich vergnügen.
Den Abschluss des fünftägigen Festes bildet am 5. Peraine (dem Beonstag) eine Prozession von der Burgkapelle in Urkenfurt zum Kloster Beonslob, wo der dem Tagesheiligen Beon von Havena gewidmete Götterdienst und die am Nachmittag veranstalteten beongefälligen "Spiele": das "Beonsturney" und das "Beonsrüben rollen" stattfinden.
Beim "Beonsturney" treten immer zwei Gegner gegeneinander an. Sie versuchen mit einem Beonsstab, dem reich geschnitzten Wanderstab der Geweihten, eine Rübe auf einem abgesteckten Spielfeld in die für diesen Spieler markierte Ecke zu bugsieren. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen und großem Jubel versuchen die Ortsansässigen ihr Können unter Beweis zu stellen. Als Sieger gilt wer zuerst 10 „Ecken“ für sich zählen kann.
Das "Beonsrüben rollen" ist ein Manschaftswettbewerb bei dem zwei Mannschaften von jeweils 3 Spielern gegeneinander antreten. Die eine rollte drei rote Rüben, die andere drei weiße eine Bahn entlang, an der Markierungen mit bestimmter Wertigkeit angebracht waren. Das Ergebnis der drei Würfe wurde addiert und so der Sieger ermittelt.
Bei beiden Wettbewerben gibt es einen Turniermodus, bei dem über mehrere Runden ein Sieger ermittelt wird.
Aussaatfest
Aussaatfeste finden in allen Regionen der Baronie statt. Im Norden sind es vor allem der Flachs und der Hanf, aber auch Emmer und Einkorn, die auf den wenigen Äckern gesät werden. In den kleinen Bauerngärten werden Gemüse angebaut. Im Süden der Baronie sät man die klassischen Ackergemüse und Getreide wie Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste und Emmer aus.
Textilmarkt in Hollergrund
Am 10. Rahja findet traditionell der Hollergrunder Textilmarkt statt. Nach der Aussaat und noch rechtzeitig vor der Ernte von Hanf und Flachs stellen die fleißigen Kardierer, Spinner und Weber der Orte Hollergrund, Queckingen und Kardenbrache ihre Hanffaser- und Leinenstoffe, sowie die Produkte aus der Bortenweberei zum Verkauf. Höhepunkt des Marktes ist das Fest am Abend bei dem die "Linnenmaid" gekürt wird. Diese bekommt dann einen aus Hanfblättern und den hübschen blauen Leinblüten geflochtenen Kranz aufgesetzt und darf den ersten Tanz anführen.
Erntefeste
Je nach landwirtschaftlicher Prägung finden die Erntefeste zu unterschiedlichen Zeiten statt:
15. Rondra: Garbenpuppenfest in Hollergrund
Nachdem die letzte Ernte von Flachs und Hanf eingebracht ist wird am 15. Rondra ein Erntefest gefeiert. Auf jedem Feld wurde eine Garben, ein Bündel aus Flachs- oder Hanfstängeln, stehen gelassen. Dieses wird am Festtag zu einer Puppe gestaltet, mit Armen und einem Kopf. Man zieht dieser Garbenpuppe ein Kleid aus "Hollergrunder Linnen" an und schmückt den Kopf (in der Regel eine Rübe) mit einem Ährenkranz aus Emmer. Dann findet ein ausgelassenes Fest mit Musik und Tanz, Speis und Trank statt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden auf den Feldern die Garbenpuppen verbrannt, was äußerst stimmungsvoll ist.
15. Travia: Erntefest in der Schwarzen Au
Nach Abschluss der Obst- und Feldfrüchteernte feiert man überall im Süden der Baronie das Erntefest. Das größte Erntefest wird in der Schwarzen Au gefeiert. Dort werden kulinarische Genüsse aus den geernteten Früchten der Au auf alle erdenklichen Weisen verarbeitet und gemeinsam verzehrt.
5. Boron: Urkenfest
In der Ortschaft Urken findet am 5. Boron ein Gedenkfest an alle in den zahlreichen Schlachten wider die Orks gefallenen Kämpfer statt. Neben einem Rondra-Götterdienst, zu dem eigens ein Geweihter vom Rhodenstein anreist, findet eine Begehung der Gräber auf dem Boronanger des Dorfes statt. Eine Spezialität des Festes, wie auch aller Begräbnisfeierlichkeiten, ist ein schmales Brot aus Dinkel oder Emmer, das mit Kümmel und Salz bestreut wird und "Seele" genannt wird.
Tracht
Die Tracht der Urkentrutzer unterscheidet sich kaum von der anderer Weidener. Man bevorzugt praktische Kleidung: Bruche und Tuinka. Je nach Jahreszeit und Witterung sind die Tuniken aus Wolle, Hanf oder Leinen. Die Garne und Stoffe dazu kommen zumeiste aus der Heidelandschaft im Nordosten der Baronie: aus Hollergrund, Kardenbrache und Queckingen. Das typische an den Urkentrutzer Tracht sind die Streifen und Karomuster. Im Winter werden nicht selten mehrere Lagen übereinander getragen. Frauen tragen dann langärmelige Untergewänder und kurzärmelige oder ärmellose wollene Übertuniken. Röcke werden zu besonderen Fest- und Feiertagen angelegt und mit schönen Borten geschmückt. Kopftücher und Hauben bedecken bei der Arbeit die geflochtenen oder hochgesteckten Haare. Wenn es regnet oder schneit trägt man Filzkappen oder Gugeln und greift zu Wollumhängen oder dem Balihoer Wachsmantel.
Brauchtum
Die Feste im Götterlauf, aber auch die privaten Festlichkeiten der bäuerlichen Bevölkerung wie Hochzeiten, Initiationsfeste, Geburten und Tod werden in der Regel nicht nur im Kreise der Familie begangen. Vor allem bei Hochzeitsfeiern wird groß gefeiert mit Schmaus, Musik und Tanz.
Zu den beliebten Tänzen zählt neben dem in Weiden üblichen Kettentanz, der liebevoll "Stampftanz" genannt wird, die Urkentrutzer Variante des Kloppenhauers, einem immer wilder werdenden Tanz mit diversen Figuren. In Urkentrutz wird der Kloppenhauer von gestampften und geklatschten Teilen unterbrochen, in denen die Männer und die Frauen abwechselnd ihr Können zeigten. Der „Galopp“ genannte schnellste Teil des Tanzes sorgt üblicherweise für einige Strauchler und ungewollter Abgänge, so dass letztlich nur noch ein Paar übrigbleibt.
Urkentrutzer Spezialitäten
Textilien
In der nördlich des Fialgralwa gelegenen Heidelandschaft gedeihen Leinen und Hanf. Auf der Heide weiden Schafe und Ziegen. In den Ortschaften Hollergrund, Queckingen und Kardenbrache fertigt man von einfachen Hanf- und Leinenstoffen für den Gebrauch auf dem Hof und im Haushalt, über einfarbige Stoffe, die mit Pflanzenfarben gefärbt worden waren, bis zu aufwändiger gewebten Stoffen mit Streifen- oder Karomustern alles was es an Textil gibt an. Die bekannten Stoffprodukte schmückten sich mit dem Namen „Hollergrunder Linnen“ oder „Queckinger Kram“. Woll- und Lodenstoffen werden für Kleider und Mäntel hergestellt. Auch die Grundprodukte wie Garne und Webzubehör werden in den Orten gefertigt. Die Ortschaft Kardenbrache ist für ihre farbenfrohen Borten bekannt.
Hochprozentiges
Allseits bekannt und beliebt ist der „Queckinger Rachenputzer“, ein Wacholderschnaps aus dem Dorf Queckingen. Im gesamten Süden der Baronie wird Obstwein und Obstschnaps gebrannt. Fast überall bekommt man den "Urkentrutzer Birnerla", einen Birnengeist aus Trollbirnen und Holzbirnen. In Urkenfurt und Umgebung wird das "Urkenfurter Kriecherl" sehr geschätzt, ein Pflaumenbrand aus den winzigen "Kriechen" genannten einheimischen Pflaumen und in der Schwarzen Au gibt es den "Zisserle" genannten Schnaps aus der Kornelkirsche.
Nahrungsmittel
Fisch
Die Flüsse und Bäche von Urkentrutz sind reich an Fischen. So mancher Anreiner hat Fischteiche angelegt, um diese in ausreichender Menge für den Tisch bereitzuhalten. Beliebt sind neben Forellen, Sabling, Hecht, Rotaugen und Kretzer.
Fleisch
Der Bingenbacher Räucherschinken hat in der gesamten Baronie einen herausragenden Ruf. In der Bingenbacher Lohe, die Reich an Eichen und Buchen ist, werden die Schweine der Baronin und der Freibauern des Umlandes zur Eichel- und Bucheckernmast getrieben. Mit Salz und Kräutern eingerieben räuchert man den Schinken der Tiere in beinahe jedem Haus. In der Heidelandschaft zwischen Hollergrund, Queckingen und Kardenbrache weidet man ganzjährig Schafe und Ziegen, deren Fleisch sich dann auch ab und an auf dem Speiseplan findet.
Honig
Traditionell gibt es vor allem im Süden der Baronie viel Obstblütenhonig. Aber auch die bewaldeten Regionen liefern den süßen Immensaft: Waldhonig aus Farnbrunn und Oberwaldig. Und selbst in der trockenen Heide des Nordens sammeln die Imker Heidehonig.
Marmeladen und Fruchtmus
Der an Obstwiesen reiche Süden der Baronie liefert das Obst für Marmeladen und Fruchtmus, Fruchtweine und Obstschnaps. Beliebt sind Trollbirnenmarmelade, Marmeladen aus Thosapfel- und Holzbirnen, Kornelkirschen und Sauerkirschen, Hagebutten, Kronsbeeren, Ribisel, Erd-, Brom- und Himbeeren. Dazu Pflaumen- und Kriechenmus Die wichtigste Urkentrutzer Spezialität aber ist die "Einbeerenmarmelade" aus der Schwarzen Au.
Getreide
Die Baronie verfügt vor allem südlich des Fialgrawa über fruchtbare Böden. Doch auch nördlich des Finsterbachs baut man Getreide an. Dort herrschen die anspruchslose Gerste und Roggen vor, sowie Emmer und Einkorn. Hirse und Weizen baut man, ebenso wie Hafer, eher auf den fruchtbareren Böden an.
Ackerfrüchte
In Urkentrutz wird größtenteils Dreifelderwirtschaft betrieben. neben dem genannten Getreide baut man Bohnen, Erbsen und Linsen an. Im Norden neben Hanf und Lein auch Mohn.
Handwerk
Textilien
In der nördlich des Fialgralwa gelegenen Heidelandschaft gedeihen Leinen und Hanf. Auf der Heide weiden Schafe und Ziegen. In den Ortschaften Hollergrund, Queckingen und Kardenbrache fertigt man von einfachen Hanf- und Leinenstoffen für den Gebrauch auf dem Hof und im Haushalt, über einfarbige Stoffe, die mit Pflanzenfarben gefärbt worden waren, bis zu aufwändiger gewebten Stoffen mit Streifen- oder Karomustern alles was es an Textil gibt an. Die bekannten Stoffprodukte schmückten sich mit dem Namen „Hollergrunder Linnen“ oder „Queckinger Kram“. Woll- und Lodenstoffen werden für Kleider und Mäntel hergestellt. Auch die Grundprodukte wie Garne und Webzubehör werden in den Orten gefertigt. Die Ortschaft Kardenbrache ist für ihre farbenfrohen Borten bekannt.
Korb- und Binsenflechterei
Überall entlang der Flüsse und Bäche gibt es Korbflechter, die aus den Weiden und Binsen, die in den Flussauen wuchsen allerlei Gebrauchsgüter, Körbe, Truhen und sogar Bezüge und Geflechte für Liegen, Hocker und Stühle herstellen.
Schnitzhandwerk
Wurzelholzschnitzereien aus Oberwaldig.
Friedemut Wolfenskehl aus Oberwaldig, ist der bekannteste Künstler der Baronie. Seine Handwerkskunst ist äußerst beliebt.
In den waldreichen Gebieten im Süden von Urkentrutz gibt es diverse Holzschnitzer, die sich weniger der Kunst als der Herstellung von Gebrauchsgütern verschrieben haben. Sie fertigen Schüsseln, Teller und Brotzeitbretter, Messergriffe und Kochlöffel.
Aus dem Horn von Hirsch und Rehbock oder den Knochen des Weideviehs werden Kämme und Haarnadeln gefertigt.
Schmiedekunst
Die großen Siedlungen Urkenfurt, Urken und Schwarze Au verfügen über einen Grobschmied. Ansonsten gibt es regional auch hier und da einen Kupferschmied (Hollergrund) und einen herumziehenden Kesselflicker.
Töpferkunst
In der Nähe der Bäche und Flüsse finden sich einige Töpfer, die ihre Gebrauchsware anbieten. Bekannt und beliebt sind das edle Jammerrieder Steinzeug, Schüsseln aus rötlichem Ton, die nur auf der Innenseite eine Glasur tragen, die "Kardenbracher" genannten Kannen des hiesigen Töpfers Gundhart Mailart, deren heller Ton mit einer durchscheinenden Glasur recht elegant wirkt und die "Geschmauchten Töpf´" aus der Schwarzen Au. Diese Tonwaren haben eine schwarzgraue, leicht schimmernde Oberfläche, die man erreicht, wenn man beim Brand grüne Zweige in den Ofen gibt und gleichzeitig die Luftzufuhr drosselt.
Lohgerber
Rund um die Bingenbacher Lohe wird Lohrinde gewonnen und damit Leder gegerbt. Bei der Gerberlohe handelt es sich um eine Lösung die aus der Rinde junger Eichen unter Zugabe von Eicheln und Eichenholz in einem aufwändigen Prozess gewinnt. Diese Eichenlohe wird zum Gerben von Tierhäuten benutzt.
Handel
Urkentrutz wird nicht selten von Reisenden durchquert. Pilger zum Rhodenstein durchziehen die Baronie auf dem Urkenweg ebenso wie Reisende, die zwischen Herzoglich Waldleuen und Pallingen unterwegs sind.
Märkte gibt es nur wenige. Einzig ein paar Jahrmärkte werden abgehalten, wie der Beonsmarkt in der Nähe von Urkenfurt anlässlich des Beonsfestes Anfang Peraine und der Hollergrunder Textilmarkt im Rahja. Dabei bieten allerdings fast ausschließlich Urkentrutzer Bauern und Handwerker ihre Waren feil.
Die Grundversorgung wird in Urkenfurt, Urken, der Schwarzen Au und Hollergrund durch einen Krämer gedeckt. Die entlegeneren Dörfer und Güter werden ab und an von Kiepenkerlen aufgesucht.
Regionaler und überregionaler Handel findet zudem auf dem Fialgralwa, dem Finsterbach, statt. Mit der Frühlingstrift werden im Winter geschlagene Stämme aus dem Bärnwald und dem Eibenhain gen Urkenfurt geschwemmt. Am Zusammenfluss von Auenbach und Finsterbach befindet sich eine Flößerstation der Urkentrutzer Flößervereinigung. Die angeschwemmten Stämme werden hier zu Flößen gebunden, mit diversem Gut beladen (Beispielsweise Steine aus den Steinbrüchen der Langen Klamm) und weiter bis Urkenfurt geflößt.
Kleine Lastboote (Plätten genannt) verbinden neben der Brücke bei Urkenfurt die beiden Flussufer miteinander und transportieren in der Nähe von Siedlungen Menschen, Tiere und auch die Gebrauchsgüter und Nahrungsmittel, die für den täglichen Bedarf vonnöten sind, von einem Ufer zum anderen.
In Urkenfurt befindet sich neben der Floßlände auf der flussaufwärts gelegenen Brückenseite auch ein Anleger für Plätten flussabwärts. Die Urkentrutzer Schiffergilde verlädt dort Gebrauchsgüter und Nahrungsmittel für den Weitertransport in Richtung Farnbrunn und darüber hinaus durch den Blautann bis zum Rhodenstein. Da jede Anrainerbaronie am Finsterbach über ihre eigene Schiffergilde verfügt, übernehmen am Rhodenstein die Hollerheider Schiffer den Weitertransport der Güter, die flußabwärts bis nach Brachfelde und sogar Olat transportiert werden sollen.