Gräflich Reichsend, Firun 1045 BF
Mit großem Schmerz hat Ritter Tannfried von Rothenbrick Graf Emmeran von Löwenhaupt über den Tod des Gräflichen Wildhüters von Rothwilden, Ritter Erlwulf von Rothenbrick in Kenntnis gesetzt. Der pflichtbewusste und treue Wildhüter starb im Alter von 55 Götterläufen bei einem Jagdunfall.
Der Herr von Rothenbrick war nach der Schlacht von Auen vom Grafen zum Gräflichen Wildhüter des Rothwilden eingesetzt worden. Der Wald, vor allem bekannt durch die Legende vom Weißen Hirschen gilt als beliebtes Jagdgebiet der Grafenfamilie. Auch der Wildhüter hat das Jagdrecht im Wald --- was ihm offenbar zum Verhängnis geworden ist.
Der genaue Hergang des Unglücks lässt sich nicht mehr ermitteln, auch ist unklar, wer bei der Jagd überhaupt dabei gewesen sein soll. Dass es sich um einen Unfall und nicht etwa um einen heimtückischen Angriff durch Schwarzpelze oder andere Neider gehandelt habe, steht inzwischen fest.
Das Familienlehen der Rothenbricks ist nun an Tannfried von Rothenbrick übergegangen, ein junger Ritter von gerade 25 Götterläufen. Das Amt des Wildhüters hat der Graf ebenfalls dem jungen Ritter übertragen.