Schwesternschaft: Seherin von Heute und Morgen
Zirkel: Nebelmoor-Zirkel
Tsatag: 987 BF
Borontag: TSA 1032 BF
Familienstand: Unvermählt
Nachkommen: Keine
Aufenthaltsort: Nebelmoor
Kurzprofil: Ruchlose, von Rache getriebene Hexe, die zwielichtige Schergen um sich schart und im Hintergrund die Fäden für allerlei Unbill zieht
Verwendung: Mächtige Gegenspielerin des Adels und der Weisen Frauen im nördlichen Bärwalde
Schicksal: Die Drahtzieherin des Flößeraufstands von Beonfirn wird Anfang Tsa 1032 BF von einer Schar Recken in ihrem Versteck im Tauberwald, den Ruinen von Lirobals Turm, aufgespürt. Doch es sind die Hexen des Bocksberg-Zirkels, die sie schließlich richten.


Yudrilla vom Nebelmoor (geb. 987 BF), eine 'Seherin von Heute und Morgen' mit starker Gabe für Visionen, stand als Drahtzieherin des Flößeraufstands von Beonfirn und Schänderin des Schwanentempels seit Ende Travia 1030 BF in Acht und Bann und wurde von den Bärwaldener Rittern, der Inquisition wie auch von den Hexen des Bocksberg-Zirkel gejagt. Anfang Tsa 1032 BF wurde Yudrila von einer Schar wackerer Recken in ihrem Versteck im Tauberwald, den Ruinen von Lirobals Turm, aufgespürt. Doch es waren die Hexen des Bocksberg-Zirkels, die sie schließlich richteten.

Die 1,70 Schritt große Frau in den 40ern hatte dunkelbraunes, langes, glattes Haar, das ihr rundliches Gesicht mit den eisblauen Augen umfloss und meist ein Brandmal auf der rechten Wange verdeckte, mit dem sie ein Inquisitor zeichnete. Yudrilla trug stets schwarze Gewänder, die ihre düster-melancholische Erscheinung unterstrichen. Oft wurde sie von Visionen heimgesucht und redete in verwirrenden Gleichnissen. Ihr launisch-verspieltes, rachsüchtiges Wesen machte sie zu einer unberechenbaren und gefährlichen Gegnerin. Sie galt als die mächtigste der Nebelmoorhexen und wurde von den zwielichtigen Gestalten des Nebelmoors sowie Anhängern des Rattenkindes verehrt und gefürchtet. Yudrilla lebte versteckt im Moor und scheute die Menschen, außer es beliebte ihr, mit ihnen 'zu spielen'. Ihr besonderes Interesse galt dem sagenumwobenen Zauberer Lirobal dem Finsteren, der seinerzeit von seinem Turm im Tauberwald aus das Land in Angst und Schrecken versetzte. Ihr Vertrauter war eine Rabenkrähe namens Liro.

Yudrilla war die Tochter der Hexe Ygiss und des alten Wirts Groball, der bis 992 BF am Tag der Weißen Maid die Beonfirner Kinder mit allerlei Spielzeug und Leckereien beschenkte und daher als 'Ifirnsmann' bekannt war. Doch Groball verfiel Ygiss’ bösen Einflüsterungen und strebte nach immer mehr Reichtum, den er durch zunehmend lästerliche Blutrituale zu erreichen suchte. Erst am 30. Firun 992 BF stellten Abenteurer Ygiss und Groball, doch konnten sie nicht das Blutbad verhindern, dem mehrere entführte Kinder und eine 'Weise Frau' namens Caya (die Mutter der Hexe "Aurelia" Kadiya Rodeborn) zum Opfer fielen. Für diese Schandtat an ihrem Feiertag strafte die halbgöttliche Ifirn Yudrillas Eltern, indem sie sie in eine düstere Eiswelt (eine Mini-Globule) verbannte.

Der Erziehung der kleinen Yudrilla nahmen sich ihre 'Tanten', die Krähenschwestern, an. Von Suryanna lernte Yudrilla die Wahrsagerei und das geschickte Manipulieren der Menschen, Sirgunda zu Olat lehrte sie viele dunkle Geheimnisse des Nebelmoores und Smeralda, die älteste der drei Schwestern, machte sie mit den mächtigen Blutritualen vertraut, deren Kenntnis die Nebelmoorhexen seit den Zeiten Ebilatas bewahren.

Yudrilla galt neben dem Raubritter Falber Eichenstein zu Wulfenhain als Drahtzieherin hinter dem Flößeraufstand von Beonfirn 1030 BF.