Grafschaft: Sichelwacht
  Baronie: Drachenstein
  Gutsherr: Ritter Alrik Dietwulf von Wesserfels
  Wappen: Ein gold-rot geteilter Schild ein silberner aufrecht stehender Drache
  Einwohner: 120
  Orte: Dorf Stiegpforte
  Tempel: keine; zukünftig Ifirn-Schrein / Phex-Schrein
  Garnison: eine Lanze des Ritters
  Befestigung: Wehrgehöft mit Palisade
  Landschaft: Drachenpforte, Stiegpfortenforst (Teil des Altenforsts)
  Wege: Das Gut liegt am Sieben-Baronien-Weg (auch Sieben-Baronien-Stieg, Goblinpfad sowie Goblinstieg genannt - Fuhrweg zwischen Salthel und Irberod)
  Besonderheiten: In den vergangenen Jahren wurde eine beachtliche Palisade um das Dorf herum errichtet, weil es eine der wenigen verbliebenen Siedlungen in der Baronie Drachenstein ist und diese dadurch immer wieder Angriffen von aufsässigen Jung-Goblins ausgesetzt war, die sich nicht an die Absprachen ihrer Schamanin mit der Baronin halten wollten.


Beschreibung:
Stiegpforte ist ein kleines Bollwerk am Sieben-Baronien-Weg (1), das gilt für das Rittergut genau wie für das Dorf. Wer sich nicht hinter die dicken steinernen Mauern Lonatfurts zurückzieht, muss Nerven wie Drahtseile haben und bereit sein, den Gefahren des Altenforsts zu trotzen, in dem neben allerlei tierischen Bestien auch immer wieder Goblins anzutreffen sind. Wie bei Menschen sticht auch einige rotpelzige Halbstarke der Hafer: Sie machen Mutproben und kröpfen sich den Glatthäuten gegenüber auf, um zu zeigen, wer in Drachenstein wirklich das Sagen hat – wobei das längst nicht ausgemacht ist.

Das Gut selbst erstreckt sich lediglich über die kleine Siedlung am Waldrand und einen schmalen Landstrich, der von den Eigenhörigen des Ritters bewirtschaftet wird. Hier finden sich kleinere Schafherden und Felder, auf welchen widerstandsfähige Feldfrüchte gepflanzt werden.


Rittergut und Weiler:

Da sich in Drachenstein über die letzten Jahre immer mehr Menschen aus der Fläche zurückziehen und die Sicherheit von Palisaden suchen, ist die Anzahl der Einwohner im Dorf Stiegpforte zuletzt angestiegen. Dem geschäftstüchtigen vormaligen Herrscher Giselhold von Wesserfels war das recht, denn er hatte Pläne für seinen Ort. Mit einem kleinen Gasthaus, einigen fähigen Jägern und einem ebenso fähigen Kürschner sowie tatkräftigen Holzfällern hatte er sich eine solide Basis aufgebaut und wollte voll Tatendrang sein nächstes Projekt angehen: die Einführung der Pechsiederei, die sich seiner Meinung nach durch das von ihm jahrzehntelang geförderte Vorhandensein von Schwarzkiefern im Stiegpfortenforst sehr empfahl. Die Kontakte dafür waren bereits geknüpft, doch dann traf ihn der Schlag, was womöglich mit seinem etwas exzessiven Lebensstil zu tun hatte. 

Die Menschen in Stiegpfortengrund leben vom Verkauf von Holz, Fellen und Pelzen, Beeren, Pilzen, Wildfleisch und allem, was der Wald sonst noch so hergibt. Die Pechsiederei könnte zu einer weiteren guten Einnahmequelle werden. So sehr es auch überraschen mag: Im Grunde ist Stiegpforte und nicht Lonatfurt der wirtschaftliche Motor in der Baronie, und zwar allein wegen der Umsicht und Geschäftstüchtigkeit des verblichenen Wesserfelsers. Es gibt auch ein paar magere Felder (3) direkt beim Ort, die von einer etwas kleineren Palisade als das Dorf umgeben sind, weil sie zuvor immer wieder von Wildschweinen verwüstet wurden.

Der Dorfplatz wird von einem aus Granit erschaffenen Brunnen geprägt, welcher mit kunstvollen phexgefälligen Reliefs verziert wurde. Der Sternenbrunnen (2) macht bei genauerer Betrachtung seinem Namen alle Ehre. Vier Füchse aus allen Himmelsrichtungen betrachten das Sternenzelt und beten anscheinend um die Gunst der Götter. Es heißt, wer in einer sternenklaren Nacht einen Geldstück in den Brunnen wirft, wird im kommenden Jahr reich belohnt werden.  

Efferdwärts des Dorfes befindet sich das kleine Gutshaus des Ritters, welches sowohl durch eine eigene Holzpalisade, als auch einem eigenen Wehrturm eine solide Befestigung bildet. Der Drakturm (5) ist mit seinen über zwanzig Schritt das höchste Gebäude des kleinen Dorfes.

 

Persönlichkeiten:

  • Alrik von Wesserfels: der erfahrene Ritter war in Östlingen aufgewachsen und verbrachte dort den größten Teil seines Lebens im ständigen Kampf zur Befriedung dieser von Räuberbaronen geprägten Provinz. Nach dem plötzlichen Tod seines Vetters Giselhold trat Alrik das Erbe seines Verwandten an und wurde im Efferd 1045 BF von der Baronin Sindaja von Silkenau als Gutsherr und Ritter Stiegpfortengrunds belehnt.
  • Mara von Wesserfels: ist die erstgeborene Tochter des Ritters zu Stiegpfortengrund. Seit ihrer Schwertleite dient sie ihrem Vater und es ist angedacht, dass Mara eines Tages Alriks Erbe antreten soll.