| Grafschaft: | Baliho |
| Baronie: | Menzheim |
| Gutsherrin: | Skira Nordfalk von Salwidur |
| Wappen: | Auf Silber eine rote Blutbuche über einem schmalen blauen Wellenband. Rechts und links unter dem Baum ein sitzender schwarzer Falke und eine rote Löwin. |
| Einwohner: | etwa 100 |
| Orte: | folgt |
| Tempel: | Rondrakapelle; Travia-, Ifirn- und Pandlarilschrein; Peraineschrein |
| Garnison: | 1 Dienstritter, 3 Waffenknechte und Schildmaiden, 1 Grenzer |
| Landschaft: | folgt |
| Wege: | folgt |
| Besonderheiten: | folgt |
»So hörte der junge Kupferflosse alsbald das glockenhelle Lachen einer verspielten Wasserflinken, die tagein tagaus nicht anderes tat, als an den Quellen des tiefschürfenden Awadir herumzuspringen. Und sie erzählte ihm davon, dass nur unweit der Quelle des Grünwassers tief in des Waldes feuchter Aue der Flusskrebsritter Caldan vom Sporne seine Höhle habe und nicht müde würde jeden vorbeifliegenden Reiher zu schmähen und zum Kampfe zu fordern. Was war der gut geschuppte Bursche froh, als er dem alten Bunde zwischen Barsch und Reiher eingedachte. Und doch schien ihm, dass er beizeiten ein hohles Horn hörte, das spöttisch von einem krächzenden Kaähk aus der Luft erwidert wurde. Doch nimmer war Kupferflosse sich sicher, ob die Wasserflinke ihn nicht nur necken wollte. Es schien aber, dass sie die Menschen, die unweit des Spornes in der Waldhalle am kalten Wasser hausten, mochte, die der Herrin des Flusses immer treu ihre Gaben bereiteten und auch sonst wenig Ärger in den Auen machten.«
—aus dem Märchen über die Reise des Flussbarsches Kupferflosse, zusammengetragen von Ritter Weldmar von Arpitz
Tief im Bärnwald gelegen, erhebt sich auf einem Hügel an einem Waldsee das wehrhafte Salwidur (isd.: Waldturm-über-den-Wassern), wie die Halle der Nordfalks genannt wird. Die Anlage geht auf eine Gründung der Pfalzgräfin Lofanheid zurück, die hier, im Dickicht des Waldes Schutz vor den Häschern der Priesterkaiser suchte – und auch fand. Allein in den Grundrollen des Herzogtums Weiden und bei offiziellen Anlässen im Reich wird der Name Junkergut Ælfahr genannt. Sowohl in Menzheim als auch in den Anrainerländereien spricht man nur von Salwidur.
Der Hügel, auf dem sich die Burg erhebt, findet sich auf einer Landzunge, die weit in den Firsarîn, einen kleinen Waldsee, hineinreicht. Unweit der Anlage fließt der Firsaril (isd. kaltes, blaues Wasser), ein schneller, kalter Bachlauf, in den See. Bevor man die Burg erreicht, muss man eine gewaltige Dornhecke passieren, die dicht und beinahe undurchdringlich, den Südosten der Landzunge abgrenzt. Ein schweres, doppelflügliges Tor mit einem Torhaus aus kunstvoll gewachsenen Steineichen bietet den einzigen Durchgang.
Aus der Geschichte Ælfahrs
Es ranken sich zahlreiche Legenden und Geschichten um die Vergangenheit des Gutes, sicher ist aber, das die Schar der Pfalzgräfin Lofanheid auf der Flucht vor den Legionen der Priesterkaiser im Baumschatten auf die Elfensippe der Mond-über-den-Seen traf, die zunächst wenig begeistert von der Ankunft der Rondrajünger waren.
Die Überlieferungen, wie es Lofanheid jedoch gelang den Sprecher der Elfen, Zeyadarell, davon zu überzeugen, dass sie nicht nur bleiben konnten, sondern auch eine Heimstatt inmitten der Wälder von Vana errichten durften, sind vielfältig – und die tatsächlichen Geschehnisse liegen hinter Ymras Schleier verborgen.
Sicher ist, dass Zeyadarell sogar noch weiter ging. Wenige Wochen nach der Ankunft Lofanheids hieß er die Former seiner Sippe jene Dornhecke zu erschaffen, die heute als Daranyës Rain bekannt ist und die die Halbinsel gen Südosten schützt. Der Sage nach bildete die Hecke ursprünglich die Grenze zu den Elfenlanden im Silfûrn, wenngleich sich solche Grenzen im Laufe der Zeit aufgeweicht und verschoben haben.
Heute bestehen ausgezeichnete Verbindungen zwischen den Bewohnern von Salwidur, den Elfen sowie zu den Dörflern von Kaltenturm etwa einen Vierteltagesmarsch weiter im Süden.
Salwidur
| Grafschaft: | Baliho |
| Baronie: | Menzheim |
| Burgherrin: | Junkerin Skira Nordfalk von Salwidur zu Ælfahr Burgmann folgt |
| Art der Burg: | erweiterte Turmburg |
| Bewohner: | etwa 20 |
| Tempel: | Rondrakapelle; Travia-, Ifirn- und Pandlarilschrein |
| Herzbaum: | Blutulme |
| Garnison: | 1 Dienstritter, 3 Waffenknechte und Schildmaiden |
| Besonderheiten: | Die Rondrakapelle ist ein offener Pavillon, dessen Pfeiler aus lebenden Steineichen bestehen. |
Liebliche Auwiesen führen hinter einer mächtigen Dornhecke in Richtung des Burghügels, der sich direkt am See Firsarîn erhebt. Darauf findet sich die kleine Burg, mit ihrem eindrucksvollen Wohnturm aus Bruch, Fluss- und Seesteinen. Weite Teile der Burg bestehen bis heute aus Holz und Fachwerk.
Salwidur hat sich um den vierstöckigen Wohnturm herum gebildet, der das älteste und höchste Gebäude der Burg ist. Die Anlage umfasst daneben einen zweistöckigen Pallas aus Fachwerk sowie mehrere Wirtschaftsgebäude aus Holz. Einzig die später errichteten Wehrtürme (vor allem der dreistöckige Eyalinsturm) sowie die kleine Schmiede sind ebenfalls aus Stein gefügt.
Das Dorf Kaltenturm
| Grafschaft: | Baliho |
| Herrschaft: | Dorfschulze Mandilor Hagedocher |
| Wappen: | keins |
| Einwohner: | etwa 80 |
| Garnisonen: | 1 Dorfbüttel, 2 Vetreranen des Mendena-Feldzugs |
| Tempel: | Pandlaril- und Peraineschrein |
| Gasthöfe: | Gasthof Lautenherz |
| Wirtschaft: | Krämer, Schnitzer, Spinnerei, Zimmermann |
| Besonderheiten: | Der Kaltenturm, ein mächtiger Felssporn, der alleinstehend aus den bewaldeten Hügeln ragt und wie ein urtümlicher Wehrturm anmutet. An seiner breiten Basis entspringt ein kleiner Bach, das Kaltwasser, der sich munter plätschernd Richtung Nordwesten schlängelt. Über der Quelle wurde eine reich verzierte Nische in den Fels geschlagen, die als Pandlarilschrein benutzt wird und von einem kunstvollen Pavillon beschattet wird. |
| Stimmung: | folgt |
Kaltenturm liegt in den Ausläufern des Bärnwaldes (isd. Silfûrn) und seine Einwohner leben von der Spinnerei und Weberei, der Schnitzerei sowie der Jagd auf Niederwild. Behutsam geht man auch dem Holzeinschlag, der Köhlerei sowie dem Ackerbau auf kleinen Feldern und der Viehzucht nach. Die Dorfbevölkerung spaltet sich in zwei Lager auf: die traditionsbewussten Weidener Handwerker, Jäger und Holzfäller auf der einen und die seit wenigen Jahren ansässigen tobrischstämmigen Schafzüchter und Bauern auf der anderen Seite.
Dennoch ist die Stimmung meist gut zwischen den beiden Parteien, vor allem, seit man herausgefunden hat, dass sich Bausch und Schafswolle zu einem guten Gewebe kombinieren lassen. Der Dorfschulze Mandilor Hagedocher (ein jugendlich wirkender Mann mittleren Alters, der stets Dörrobst zu kauen scheint) kümmert sich seit Jahren mit Langmut und feinem Humor um die Belange der Leute des Dorfes und ist hochangesehen bei den Dörflern. Sein Wort findet sogar bei Baron Rissan Gehör.
Das Dorf besteht aus knapp zwei Dutzend Holz- und Fachwerkhäusern mit tief gezogenen Dächern. Es gibt einen kleinen Gasthof, in dessen Schlafsaal sich einige Kastenbetten mit frisch aufgeschütteltem Stroh finden.
Wichtige Gebäude in Kaltenturm
folgt