I. Derographie

 

"Ein wunderschönes Stück Land … wenn man einen Sinn für die wilde Romantik dieser sonst so rauen Gegend hat. Der im Licht des Praiosmales funkelnde Weißensee, die dichten, sattgrünen Wälder auf sanften Hügeln, geteilt von rauschenden, klaren Flüssen. Kein Wunder, dass auch die Liebliche diese Lande für sich erwählt hat."
- Alwine Nesselklamm, Geweihte des Aves

"...betrachtet man die Topographie der Baronie Weidenhag zeigt sich recht schnell woher die, 475 BF durch Rohal den Weisen, im Zuge seiner Neuordnung der Grafschaften des Reiches, geschaffenen Baronie ihren Namen hat; die fruchtbaren Lande im Herzen des Lehens, genannt Wargenkuppen, liegen eingebettet zwischen drei großen Forsten, die sich wiederum durch einen großen Bestand an Weidenbäumen auszeichnen...somit verwundert es kaum, dass die Salices (Bosp. Weiden) ihren Weg in den Namen dieser Lande gefunden haben. Der Zusatz "Hag" kann jedoch derer zweier Dinge bedeuten: primo könnte es Wäldchen heißen, was gleichbedeutend mit einer Gleichstellung des Namens "Weidenwäldchen" wäre. Segundo spricht man vom "Hag" auch wenn es darum geht eine durch Rodung entstandene Fläche zu beschreiben..."
- aus der Abhandlung ´von den rauhen Landen der Heldentrutz, seiner Menschen und dem Adel im Schatten des Finsterkamms´ der Aves-Geweihten Alwine Nesselklamm



Die Baronie wird zu großen Teilen von wilder Natur beherrscht, die nie einer wirklichen menschlichen Urbarmachung unterworfen wurde. Vor allem die drei großen Waldstücke wären hierbei zu nennen, die weit mehr als ein Drittel der Fläche bedecken. Einige Gebiete in der firunwärtigen Baronie wurden bei den letzten Orkenstürmen entvölkert, die einstigen Wehrgehöfte verkamen inzwischen zu Ruinen und die Natur holt sich das zurück, was der Mensch ihr die Jahrhunderte davor mühevoll abgerungen hatte.
Das firunwärtige Gebiet der Baronie nennt der Einheimische ´die Ulmenau´. Ein Name, den auch der Marktort an der dortigen Grenze nach Waldleuen trägt. Hier finden sich das Südufer des Weißensees, der beim Adel als Jagdgebiet sehr beliebte Weidenwald, sowie der Hauptort Weidenhag. Efferdwärts davon erstreckt sich der mächtige Hohenforst. Der in der Baronie gelegene Teil des großen Waldes wird seit jeher Biberwald geheißen. Den Namen hat diese Region tatsächlich von den gleichnamigen Nagern, die sich am Pergelbach zur regelrechten Plage entwickelt haben.
Praioswärts des Pergelbaches erstreckt sich hin zum Dergel das wohl fruchtbarste Gebiet der Grafschaft Heldentrutz. Die Wargenkuppen bestechen durch ihre satten Weiden, wiewohl selbst hier nur sehr spärlicher Ackerbau betrieben wird. Dieser beschränkt sich meist auf jene Landstriche der Flussauen, die im Frühjahr, gespeist durch das Wasser der Schneeschmelze, als Schwemmgebiet unter Wasser stehen. Es verwundert somit kaum, dass sich die meisten wieder errichteten Wehrhöfe und Weiler eben hier in den Wargenkuppen befinden.
Praioswärts und auch rahjawärts der Wargenkuppen erstrecken sich zwei weitere Große Wälder. Der verwunschene Wargenforst, um welchen selbst die Orks einen Bogen zu machen scheinen und der mystische Dûrenwald, in welchem, so die Weidenhager, namensgebende Dûren (beseelte Hüterbäume) und die Elfen der Herbstlaub-im-Nebel Sippe herrschen. Efferdwärts des Wargenforsts erhebt sich jene Hügelkette, die den Einheimischen als Wargenrücken bekannt ist. Diese bildet nicht nur die praioswärtige Grenze der Baronie, sondern auch jene des Herzogtum Weidens hin zur Mark Greifenfurt. Eben diese Grenze wird weiter rahjawärts vom Dornenwasser abgelöst, das beim Dorf Südhag in den Dergel mündet. Hier treffen die Grenzen der Heldentrutz mit jenen der Grafschaft Bärwalde und der Mark Greifenfurt zusammen.